Asyl
Grüne kritisieren Nehammer zu DNA-Tests für Familiennachzug

Nachdem Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) angekündigt hatte, die Zahl von Asylberechtigten, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Österreich kommen, durch verschärfte Kontrollen und DNA-Test eindämmen zu wollen, zeigte sich der grüne Koalitionspartner davon wenig begeistert. | Foto: BKA
3Bilder
  • Nachdem Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) angekündigt hatte, die Zahl von Asylberechtigten, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Österreich kommen, durch verschärfte Kontrollen und DNA-Test eindämmen zu wollen, zeigte sich der grüne Koalitionspartner davon wenig begeistert.
  • Foto: BKA
  • hochgeladen von Maximilian Karner

Nachdem Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) angekündigt hatte, die Zahl von Asylberechtigten, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Österreich kommen, durch verschärfte Kontrollen und DNA-Test eindämmen zu wollen, zeigte sich der grüne Koalitionspartner davon wenig begeistert.

ÖSTERREICH. Schon beim "geringsten Zweifel, ob tatsächlich Verwandtschaftsverhältnisse gegeben sind", will Nehammer künftig vermehrt auf DNA-Tests beim Familiennachzug von Flüchtlingen setzen. Er habe bereits das Innen- und Außenministerium angewiesen, diesbezüglich eine Strategie auszuarbeiten, so der Bundeskanzler am Samstag in der "ZiB 1". 

"Bereits gängige Praxis"

Nehammers Ankündigung sorgte bei der Opposition sowie Expertinnen und Experten für Verwunderung und Kritik, da bereits jetzt DNA-Test im Zweifelsfall zur Anwendung kommen. "DNA-Tests sind bei Familiennachzug schon jetzt rechtlich möglich und werden in der Praxis bereits angewendet. Weiß das der Bundeskanzler nicht oder möchte er die Bevölkerung täuschen?", fragte etwa Stephanie Krisper, NEOS-Asylsprecherin, auf dem Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter). 

Der Vorschlag des Bundeskanzlers sei "bereits gängige Praxis" und beinhalte "keine Veränderung oder Verbesserung", so die Grünen. | Foto: Land Steiermark/Peter Drechsler
  • Der Vorschlag des Bundeskanzlers sei "bereits gängige Praxis" und beinhalte "keine Veränderung oder Verbesserung", so die Grünen.
  • Foto: Land Steiermark/Peter Drechsler
  • hochgeladen von Antonia Unterholzer

Auch die Grünen – Koalitionspartner von Nehammers ÖVP – erklärten am Montag auf Anfrage der APA, dass der Vorschlag des Bundeskanzlers "bereits gängige Praxis" sei. Dieser beinhalte "keine Veränderung oder Verbesserung". Vielmehr sollte man dort ansetzen, wo es zur "Überforderung" komme, etwa indem man Lehrerinnen und Lehrer "direkt" unterstütze. Da Nehammer die Vorschläge allerdings per Erlass regeln lassen möchte, braucht er keine Zustimmung der Grünen. 

Selbsterhaltungsfähigkeit als Voraussetzung

Der Volkspartei schwebt zudem vor, die Selbsterhaltungsfähigkeit als Voraussetzung für den Familiennachzug einzuführen. So sollen ähnlich wie bei der Rot-Weiß-Rot-Karte für Arbeitsmigrantinnen und -migranten künftig für eine Familienzusammenführung ein gewisses Einkommen und eine geeignete Wohnsituation nachgewiesen werden müssen. Wie Europa- und Völkerrechtler Walter Obwexer gegenüber der Kronen Zeitung erklärte, wäre dies zumindest für Erwachsene rein rechtlich möglich.

Das könnte dich auch interessieren:

Strengere DNA-Tests bei Familiennachzug von Geflüchteten
61 Prozent bewerten Zusammenleben mit Zuwanderern schlecht
"Wir werden auch in Zukunft in einer bunten Gesellschaft leben"
Nachdem Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) angekündigt hatte, die Zahl von Asylberechtigten, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Österreich kommen, durch verschärfte Kontrollen und DNA-Test eindämmen zu wollen, zeigte sich der grüne Koalitionspartner davon wenig begeistert. | Foto: BKA
Der Vorschlag des Bundeskanzlers sei "bereits gängige Praxis" und beinhalte "keine Veränderung oder Verbesserung", so die Grünen. | Foto: Land Steiermark/Peter Drechsler
Der ÖVP schwebt zudem vor, die Selbsterhaltungsfähigkeit als Voraussetzung für den Familiennachzug einzuführen. | Foto: WKK/Just

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

W NÖ OÖ S T St K V B

UP TO DATE BLEIBEN


Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf MeinBezirk.at

Neuigkeiten aus deinem Bezirk als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk auf Facebook: MeinBezirk.at/Österrreichweite Nachrichten

MeinBezirk auf Instagram: @meinbezirk.at


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.