Proteste gehen weiter
Regierung ist sich bei Uni-Budget und Zukunftsdepot einig
- Die Bundesregierung plant für Universitäten 2028 bis 2030 insgesamt 16 Milliarden Euro. Laut "Österreichische Hochschüler_innenschaft" brauche es jedoch mindestens 18 Milliarden Euro. (Symbolfoto)
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Die Bundesregierung einigte sich einerseits zum Uni-Budget und andererseits zum Zukunftsdepot für Kinder. Für Universitäten sind 16 Milliarden Euro für 2028 bis 2030 vorgesehen – weit weniger als von den Uni-Vertretern gefordert. Für Kinder, die 2027 zur Welt kommen, gibt es wiederum ein Startgeld von 500 Euro.
ÖSTERREICH. Seit dem Frühjahr 2026 gehen die Angehörigen der Universitäten auf die Straße und protestieren. Grund dafür sind Kürzungen im Doppelbudget für die Institutionen. Am Wochenende hat sich die Bundesregierung auf ein Budget geeinigt. Für 2028 bis 2030 stehen 16 Milliarden Euro für öffentliche Universitäten zur Verfügung.
Doch die ÖH ("Österreichische Hochschüler_innenschaft") zeigt sich nicht zufrieden und erklärt, dass mindestens 18 Milliarden Euro notwendig wären, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. Mögliche Konsequenten könnten wegfallende Lehrveranstaltungen, Stellenkürzungen und schlechtere Betreuung sein.
"Unterfinanzierung"
Die ÖH fordert weiterhin mehr Geld für den Hochschulbereich in Form von 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Eine laut Vertreterinnen und Vertretern gerechtere Finanzierung könne stattdessen durch Erbschafts - und Vermögenssteuern sowie den Abbau klimaschädlicher Subventionen entstehen. Obendrein fordern sie mehr Investitionen in Forschung und Wissenschaftsfreiheit sowie die Sicherung eines gebührenfreien Studiums.
- "Wir brauchen eine Politik, die das Vermögen in diesem Land gerechter verteilt und Bildung für alle ermöglicht, statt Studierende und Beschäftigte für die Budgetkonsolidierung bezahlen zu lassen“, meint Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz. (Symbolfoto)
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"Es wird immer so getan, als wären Kürzungen die einzige Möglichkeit. Dabei ist es eine politische Entscheidung, große Vermögen zu schonen und gleichzeitig bei öffentlichen Leistungen zu sparen. Wir brauchen eine Politik, die das Vermögen in diesem Land gerechter verteilt und Bildung für alle ermöglicht, statt Studierende und Beschäftigte für die Budgetkonsolidierung bezahlen zu lassen“, fordert Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz.
Die ÖH kündigte außerdem eine Großdemonstration gegen die drohende Unterfinanzierung an. Dieser soll am Donnerstag, 22. Oktober, stattfinden. Ort und Uhrzeit sollen noch folgen.
Bis zu 5.000 Euro jährlich
Aber nicht nur die Hochschulen waren am Wochenende Thema der Regierung, sondern auch der Nachwuchs. Damit junge Erwachsene mit 18 Jahren es "einfacher" beim Start in eine Ausbildung oder das erste Eigenheim haben, präsentierte die Bundesregierung einen Startbonus in Form von 500 Euro.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) kündigte diesen bereits im Sommer an, mehr dazu unten. Jedes Kind, welches ab 1. Jänner 2027 zur Welt kommt und die Voraussetzung erfüllt, erhält dieses Startkapital vom Staat.
Ab 1. Juli 2027 soll dann auch das sogenannte Zukunftsdepot für den Nachwuchs verfügbar sein. Familien können pro Jahr bis zu 5.000 Euro darin einzahlen, das angesparte Vermögen inklusive Wertzuwachs soll zum 18. Geburtstag kapitalertragsteuerfrei ausgezahlt werden. Aber auch für Kinder unter 18 Jahren kann ein Depot eröffnet werden, jedoch ohne Startbonus. Das Ganze wird ohne Kontoführungsgebühr angeboten.
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