Ab 2027
Höhere Öffi-Ticketpreise in Wien, Niederösterreich und im Burgenland
- Die verschiedenen Tickets in der Ost-Region werden ab Jahresbeginn teurer. (Archiv)
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Pendlerinnen und Pendler müssen ab Jänner 2027 in der Ost-Region, also beim VOR, tiefer für ein Öffi-Ticket in die Tasche greifen. Im Schnitt werden die Tickets um 3,4 Prozent valorisiert. Teurer werden Klimatickets genauso wie Einzelfahrscheine. Zukünftig soll die Preisanpassung nur mehr zum jeweiligen Jahresbeginn erfolgen.
WIEN/NIEDERÖSTERREICH/BURGENLAND. Nicht nur Pendlerinnen und Pendler mit dem Auto zahlen mehr für den Sprit, auch die Öffi-Nutzenden müssen wieder tiefer ins Geldbörserl greifen. Kurzer Rückblick: In der Ost-Region erhöhte der VOR bereits mit 1. Juli die Kosten für Einzelfahrscheine, mit September wurden auch die Klimatickets für die "MetropolRegion" teurer. Mehr dazu unten.
Kaum ist der Herbst da, steht schon die nächste Preiserhöhung fest. Dieses Mal erwischt es sowohl die Einzelfahrscheine als auch die Klimatickets. Dass man jetzt schon wieder erhöht, liege an der Vereinheitlichung des Systems. Denn 2026 rutschte die Kernzone Wien beim Valorisierungszeitpunkt vom VOR-System (1. Juli) auf den 1. Jänner. Der VOR zieht jetzt nach: "Die Tarifanpassungen im VOR werden künftig wieder zu einem gemeinsamen Stichtag vorgenommen."
- Die verschiedenen Tickets werden ab 1. Jänner erneut teurer
- Foto: www.pov.at
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Das soll vor allem mehr Transparenz und Übersichtlichkeit gleich zum Jahresbeginn für die Kundinnen und Kunden bringen. Die gute Nachricht also laut VOR: Ab 2027 werden die Anpassungstermine wieder harmonisiert. Sämtliche Tarifänderungen werden gebündelt mit 1. Jänner umgesetzt und kommuniziert.
Klimatickets werden teurer
Die Kehrseite der Medaille für Pendlerinnen und Pendler: Die breite Ticketpalette wird jetzt wieder teurer. Einzige Ausnahme ist das Top-Jugendticket 2026/27, der Preis bleibt der Einfachheit für Obsorgeberechtigte halber bis zum Nachfolger 2027/28 im September des kommenden Jahres gleich. Es wird dann 103 Euro statt bisher 101 Euro kosten.
Wer nur in der Kernzone Wien unterwegs ist, der greift auf die Wiener-Linien-Jahreskarte, quasi das Klimaticket der Hauptstadt, zurück. Nach vielen Spekulationen wurde am Freitag bestätigt, dass der reguläre Preis für Einmalzahler auf 483,10 Euro ansteigen wird. Das sind 16,1 Euro mehr als 2026. Auch die Einzelfahrscheine werden teurer, mehr dazu:
Wer das Klimaticket Region, gültig in Niederösterreich und im Burgenland, nutzen will, muss ab 1. Jänner 570 Euro statt 552 Euro bereitstellen. Auch Senioren, die Jugend und "Spezial"-Ticketbezieher müssen mehr zahlen: 428 Euro statt 414 Euro.
Mehr ausgeben muss man außerdem für das Klimaticket MetropolRegion, die Jahreskarte für Wien, Niederösterreich und Burgenland gemeinsam. Der Vollpreis beträgt bald 1.053,10 Euro statt bisher 1.019 Euro, Senioren, die Jugend und "Spezial"-Ticketbezieher zahlen 738,40 Euro statt bisher 714 Euro. Alle Preise verstehen sich bei jährlicher Einmalzahlung.
Auch Einzelfahrt kostet mehr
Neben den regionalen Jahreskarten gibt es beim VOR auch individuelle Strecken-Jahreskarten. Auch dieser Preis wird valorisiert, hier richtet er sich aber nach der individuellen Strecke. Das Jugendticket, das auch als Basispreis für das Top-Jugendticket dient, bleibt bei 29,60 Euro.
Wer nur sporadisch ein Öffi-Ticket in den drei Ost-Bundesländern nutzt, der braucht ebenso ab Jahresbeginn mehr Geld. Der Einzel-Vollpreis kostet in der günstigsten Tarifstufe ab Jahresstart 2,40 Euro statt 2,30 Euro. Der Tageskarten-Vollpreis wird von 4,50 Euro auf 4,70 Euro angehoben. Angepasst werden auch die flexiblen 7- und 31-Tage-Tickets im Regionaltarif für Niederösterreich und das Burgenland.
- Nicht nur in der Hauptstadt wird erhöht, auch in der gesamten Ost-Region.
- Foto: Wiener Linien/ Maximilian Döringer
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Der VOR nennt zur besseren Übersicht einige Preisbeispiele für beliebte Strecken: Eine Einzelfahrt von Wien Kernzonengrenze nach St. Pölten Hauptbahnhof kostet ab 1. Jänner 2027 15 Euro statt bisher 14,50 Euro. Für Kinder beträgt der Preis künftig 7,50 Euro (bisher 7,30 Euro) sowie für Seniorinnen und Senioren 9 Euro (bisher 8,70 Euro). Für die Strecke Mattersburg Brunnenplatz – Wiener Neustadt Hauptbahnhof beträgt der Preis für eine Einzelfahrt künftig 6,10 Euro statt bisher 5,90 Euro. Kinder zahlen 3,10 Euro (bisher 3,00 Euro), Seniorinnen und Senioren 3,70 Euro (bisher 3,50 Euro).
Ausweisen soll leichter werden
Neben den Preisanpassungen soll es für Besitzer von vergünstigten Tickets auch einige Erleichterungen geben. Ab dann können Seniorinnen und Senioren auch in Niederösterreich und dem Burgenland amtliche Lichtbildausweise als alleinigen Berechtigungsnachweis nutzen. Bisher waren die ÖBB Vorteilscard Senior und ein amtlicher Lichtbildausweis notwendig.
Auch für ordentliche Studierende unter 26 Jahren gibt es mit 1. Jänner 2027 eine Vereinfachung: Als Berechtigungsnachweis für die Nutzung einer VOR Monatskarte für Studierende genügt dann der gültige Studienausweis; bis dahin wird zusätzlich zum Studienausweis auch eine ÖBB Vorteilscard Jugend benötigt.
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