Umfrage
In Österreich war jeder Fünfte schon einmal Opfer von Zahlungsbetrug
- Jeder Fünfte war schon einmal Opfer von Zahlungsbetrug. (Symbolbild)
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Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Maschen, wie Betrüger Geld von fremden Konten ergaunern. Die Opfer bringen aber nur selten Anzeigen ein.
ÖSTERREICH. Die Menschen in Österreich erstatten selten Anzeige, wenn sie Opfer eines Zahlungsbetrugs geworden sind. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Visa ergeben. Zwar geben 92 Prozent der Befragten an, sich im Fall des Falles an die Polizei zu wenden. Tatsächlich haben aber nur 40 Prozent den Betrug angezeigt.
Männer waren weit anzeigenfreudiger, 45 Prozent von ihnen sind zur Polizei marschiert. Bei den Frauen waren es nur 33 Prozent.
21 Prozent Betrugsopfer
Das Delikt kommt immer öfter vor. Der Umfrage zufolge waren 21 Prozent der Befragten schon einmal Betrugsopfer. Entweder ist die Summe ohne ihre Zustimmung von ihrem Konto abgeflossen, oder sie haben das Geld selbst überweisen, weil sie getäuscht worden waren. 16 Prozent hat dabei über 1.000 Euro verloren.
77 Prozent der Menschen haben angegeben, in den vergangenen zwölf Monaten öfter mit Betrugsversuchen konfrontiert gewesen zu sein. Von den über 70-Jährigen haben sogar 93 Prozent mehr Versuche wahrgenommen.
Phishing am häufigsten
Die häufigste Methode ist Phishing. 52 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben schon Nachrichten von angeblichen Lieferdiensten erhalten, 48 Prozent von angeblichen Banken oder Zahlungsdienstleistern. 37 Prozent haben Erfahrungen mit dem Enkeltrick oder mit Schocknachrichten gemacht, 30 Prozent mit Fake-Shops.
- Jugendliche müssen sich vor allem vor gefälschten Zahlungslinks in Acht nehmen. (Symbolbild)
- Foto: sergio_monti (YAYMicro)/PantherMedia
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Noch nicht so im Trend, aber im Kommen sind der Finanz- und Kryptowährungsbetrug. 23 Prozent sind schon einmal auf ein fake Investmentangebot gestoßen. Diesen Betrugsversuchen sind Männer mit 29 Prozent eher ausgesetzt als Frauen (17 Prozent).
Von den 14- bis 19-Jährigen haben 22 Prozent angegeben, vor allem auf Online-Marktplätzen und Kleinanzeigenplattformen Betrügereien erlebt zu haben. Entweder waren die Zahlungslinks gefälscht, oder die Ware wurde nicht geliefert.
Wenige schlagen Alarm
Wenige, die mit Betrugsversuchen zu tun hatten, sind aktiv geworden. 35 Prozent haben andere Personen gewarnt, 27 Prozent haben Passwörter oder Zugangsdaten geändert. 24 Prozent der Befragten meldeten den Vorfall der betroffenen Plattform oder dem Unternehmen, 20 Prozent sicherte Beweise wie Screenshots, Nachrichten oder Zahlungsbelege. Die eigene Bank oder den Zahlungsdienstleister informierten 18 Prozent.
Am wichtigsten ist laut dem Zahlungsdienstleister Visa, umgehend die Bank zu kontaktieren, allenfalls Zugangsdaten zu ändern und dann eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Je früher das Geldinstitut informiert ist, umso eher kann die Zahlung rückgängig gemacht oder der Schaden begrenzt werden.
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