Gegen die Vorschriften
Schluss mit brasilianischem Antibiotika-Fleisch in der EU
- Die Landwirtschaftskammer begrüßt es, wenn heimische Qualität nicht durch importierte Mängelware verdrängt wird. (Archivbild)
- Foto: Tanja Handlfinger
- hochgeladen von Christiane Appel
Offenbar hält sich das südamerikanische Land nicht an die europäischen Vorgaben. Daher können seine Produkte hier nicht verkauft werden.
ÖSTERREICH. Brasilien darf wahrscheinlich ab dem 3. September 2026 kein Fleisch mehr in die EU liefern. Davon geht die Österreichische Landwirtschaftskammer (LKÖ) aus. Bis dato hat die Regierung in Brasilia nämlich keine Nachweise zur Einhaltung der EU-Standards übermittelt. Das ist entscheidend, speziell was den Einsatz von Antibiotika anlangt.
LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger fühlt sich in seiner Ablehnung des Mercosur-Handelsabkommens bestätigt. Allein schon deshalb, weil Brüssel durch den heftigen Gegenwind die Wichtigkeit von gleichen Produktionsstandards erkannt und die Importbedingungen verschärft habe.
"Spitzenprodukte statt Minderqualität"
„Heimische Spitzenprodukte dürfen nicht durch Minderqualität verdrängt werden“, unterstreicht Moosbrugger. Wenn „brasilianisches Antibiotika-Fleisch“ nicht mehr „auf unseren Tellern landen darf, nützt das sowohl den Konsumenten als auch den Bauern“.
- In der EU dürfen Antibiotika nicht als Wachstums- und Leistungsförderer verwendet werden. (Symbolbild)
- Foto: pixabay.com / AVAKAphoto
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Ab 3. September 2026 gilt eine zusätzliche EU-Importanforderung für bestimmte Tiere und Lebensmittel aus Drittstaaten. Die Lieferländer müssen gewährleisten, dass die Einschränkungen für bestimmte antimikrobielle Arzneimittel berücksichtigt werden. Und die Einhaltung muss für jede Sendung in den amtlichen Zertifikaten bestätigt werden.
In Europa dürfen Antibiotika nicht als Wachstums- und Leistungsförderer verwendet werden. Brasilien hat den verbotenen Einsatz bisher nicht widerlegt. Solange das südamerikanische Land keine Garantien beibringen kann, bleibt der Markt für Produkte von Rindern, Pferden, Geflügel, Aquakulturen, Honig usw. versperrt.
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