Greith-Haus
Kutureller Hotspot seit 20 Jahren
- Isabella Holzmann ist seit einem starken Jahr künstlerische und kaufmännische Leiterin im Greith-Haus.
- Foto: Ulrike Rauch
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Seit 20 Jahren besteht das Greith-Haus in St. Ulrich im Greith mit urbanem Angebot mitten am Land - eine Erfolgsgeschichte.
ST. ULRICH IM GREITH. "Kultur im Zentrum der Peripherie", unter diesem Motto wird Kunst seit jetzt 20 Jahren im Greith-Haus in St. Ulrich im Greith gelebt - mit Erfolg. Das von den Stararchitekten Szyszkowitz und Kowalski kreierte Kulturhaus bietet eine breite Bühne, wobei die Gemeinde St. Martin im Sulmtal für die Erhaltung aufkommt. Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber dem städtisch anmutenden, hochkarätigen Programm mitten am Land, ist die Idee von Schriftsteller Gerhard Roth und dem späteren Vereinsobmann Josef Zmugg mit Unterstützung des Landes Steiermark aufgegangen: Kunst sämtlicher Sparten auf einem hohen Level anzubieten. Inzwischen ist Senta Roth die Obfrau des Kulturvereines. Seit einem starken Jahr hat Isabella Holzmann die Agenden als künstlerische und kaufmännische Leiterin übernommen.
Lesen Sie das Interview:
Frau Holzmann, was ist Ihrer Meinung nach das Erfolgsrezept für das Greith-Haus?
ISABELLA HOLZMANN: Das Haus ist schon außerordentlich zu bespielen, gerade aufgrund der Abgeschiedenheit bei doch urbanem Anspruch im Jahres-Programm. Das Rezept ist die Vielfalt: Hier treten international geschätzte Persönlichkeiten von Philipp Hochmair bis Ulrike Beinpold ebenso auf, wie es regionale Anbindungen gibt z.B. durch den Ensemblewettbewerb "Musik in kleinen Gruppen", mit dem auch das örtliche Publikum abgeholt wird.
Ihre Vision für die Zukunft im Greith-Haus?
Das Haus wird sehr gut von außwärtigem Publikum genutzt. Es ist aber mein Wunsch, all die kulturaffinen Menschen aus der Umgebung zum umfassenden Angebot in das Greith-Haus zu führen.
Mit welchen Mitteln?
Ich versuche, mit vielen Aktionen und Kooperationen das Budget über Sponsoren so zu schaffen, dass eine moderate Preisgestaltung gelingen kann, die auch für junge Menschen attraktiv ist.
Kultur ist schließlich ein Lebensmittel für alle Generationen. Außerdem möchte ich das Angebot für Mitglieder erweitern, Stichwort Künstlergespräche und Exkursionen.
"Kultur ist schließlich ein Lebensmittel für alle Generationen."
Isabella Holzmann
Welche Höhepunkte wird das Programm 2020 bieten?
Das sind viele. Ich freue mich aber sehr, dass Philipp Hochmair heuer erneut da sein wird, diesmal mit dem "Werther". In naher Zukunft ist das Gespräch mit Dr. Heinz Fischer ein ebenso außergewöhnliches Erlebnis, wie die Lesung zweier Kammerschauspieler zu "Hemingways Liebeshöllen".
Die Sommerausstellung?
Das wird heuer eine Schau mit Arbeiten des aus Syrien stammenden Newcomers Adel Dauood sein, der jetzt in Wien lebt und bereits international sehr gefragt ist. Dabei werden politische Themen um den Krieg in Syrien ebenso aufgearbeitet wie das Fluchterlebnis des jungen Künstlers.
Das war die Sommeraussstellung 2019
Was sind die Abo-Konzerte?
Das sind fünf Konzerte heuer von Ismael Barrios und Elena Ledda über "Die Strottern" aus Wien bis zur Jazz Bigband Graz, die ebenfalls ihr 20-jähriges Jubiläum feiert, und das "Eratos Trio". Es ist uns bereits gelungen, die Anzahl der Konzert-Abonnenten 2019 um 30 Prozent zu steigern. Auch die Besucherzahlen sind im Vorjahr durchschnittlich um 15 Prozent angestiegen.
Wann wird das Jubiläum "20 Jahre Greith-Haus" gefeiert?
Wir feiern am 8. und 9. Mai. Dazu stellt das Greith-Haus-Team mit den Laubdorf-Bauern ein umfassendes Programm auf die Beine inklusive literarischem Wanderweg und einer Ausstellung über die Ursprünge des Hauses.
Die nächsten Veranstaltungen im Greith-Haus:
Am 8. Februar wirft Bundespräsident a.D. Heinz Fischer ab 19.30 Uhr im Gespräch mit Hubert Patterer (Chefredakteur der Kleinen Zeitung) einen Blick auf die Geschichte und auf die Zukunft Österreichs und Europas.
Weiter geht’s am 28. Februar mit "Hemingways Liebeshöllen".
Dazu werden sich die Kammerschauspieler Sona MacDonald und Johannes Krisch auf die Spuren des exzentrischen Schriftstellers, seiner Ehefrau Martha Gellhorn und seiner Brief-Geliebten Marlene Dietrich begeben.
Karten unter Tel.: 03465/20200
E-Mail: reservierungen@greith-haus.at
Hompage: www.greith-haus.at
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