Folgeunfall nach Frontalkollision
Rettung kollidiert mit Feuerwehrleuten in Privat-Pkw
- In St. Martin im Sulmtal kam es am Sonntag zu nur wenige Minuten nach einem Frontalzusammenstoß zu einem Folgeunfall.
- Foto: Freiwillige Feuerwehr Dietmannsdorf
- hochgeladen von Sarah Konrad
Zwei schwere Verkehrsunfälle innerhalb weniger Minuten haben am Sonntagnachmittag die B74 im Bezirk Deutschlandsberg lahmgelegt. Nach einem Frontalzusammenstoß mit vier Verletzten kam es bei der Anfahrt der Einsatzkräfte zu einem weiteren Unfall zwischen einem Rettungswagen und einem Pkw mit Feuerwehrleuten.
DIETMANNSDORF/ST. MARTIN IM SULMTAL. Am Sonntag ereignete sich gegen 14.15 Uhr auf der B74 im Gemeindegebiet von Dietmannsdorf im Sulmtal ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 22-jähriger Pkw-Lenker aus dem Bezirk Deutschlandsberg war gemeinsam mit seiner 18-jährigen Beifahrerin aus dem Bezirk Tamsweg in Fahrtrichtung Leibnitz unterwegs. Zur selben Zeit lenkte ein 67-jähriger Mann aus dem Bezirk Deutschlandsberg sein Fahrzeug in die Gegenrichtung. Auf dem Beifahrersitz saß eine 70-jährige Frau aus Graz.
Sekundenschlaf als mögliche Unfallursache
Laut Polizei dürfte der 22-Jährige aufgrund von Sekundenschlaf auf die Gegenfahrbahn geraten sein. Dort kam es zur frontalen Kollision mit dem entgegenkommenden Pkw. Alle vier Insassen erlitten Verletzungen unbestimmten Grades, die Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Von der Polizei durchgeführte Alkoholtests verliefen allesamt negativ.
- Bei der Frontalkollision in Dietmannsdorf im Sulmtal wurden vier Personen verletzt.
- Foto: ORK
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Auch die beiden Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Die Freiwilligen Feuerwehren Dietmannsdorf, St. Martin im Sulmtal und Deutschlandsberg standen mit mehreren Kräften im Einsatz. Sie führten die Fahrzeugbergung sowie die Reinigung der Fahrbahn durch. Die B74 war rund zwei Stunden für den gesamten Verkehr gesperrt. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.
Folgeunfall bei Anfahrt der Einsatzkräfte
Im Zuge dieses Einsatzes kam es wenig später zu einem weiteren Folgeunfall. Gegen 14.30 Uhr kollidierte auf der B74 im Gemeindegebiet von St. Martin im Sulmtal ein Rettungswagen mit einem privaten Pkw. Im Pkw befanden sich drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Martin im Sulmtal. Sie befanden sich gerade auf dem Weg zum Rüsthaus, um anschließend in Uniform und Einsatzausrüstung zum eigentlichen Unfall auszurücken.
- Gegen 14.30 Uhr kam es zu einem Folgeunfall, bei dem zwei Feuerwehrleute am Weg zum Einsatz verletzt wurden.
- Foto: BMI/Egon Weissheimer
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Der Rettungswagen war mit Blaulicht und Folgetonhorn unterwegs zum Frontalzusammenstoß. Als das Einsatzfahrzeug den Pkw links überholte, wollte dessen Lenker gleichzeitig nach links abbiegen, um zum Rüsthaus der Feuerwehr zu gelangen. Dabei kam es zur Kollision. Der Rettungswagen touchierte den Pkw im linken hinteren Bereich.
Zwei Feuerwehrleute verletzt
Durch den Zusammenstoß wurden die beiden Personen auf dem Rücksitz des Pkw verletzt. Es handelt sich um eine 27-jährige Frau und einen 34-jährigen Mann. Beide erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Der Lenker des Pkw blieb unverletzt.
Auch der Lenker und der Beifahrer des Rettungswagens, 29 und 19 Jahre alt, wurden nicht verletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
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