Grünes Kreuz bekommt zusätzliches Geld vom Land Steiermark

15 Bürgermeister an einem Tisch bei der Vollversammlung des Deutschlandsberger Gemeindebunds.
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  • 15 Bürgermeister an einem Tisch bei der Vollversammlung des Deutschlandsberger Gemeindebunds.
  • hochgeladen von Simon Michl

„Wir können auch anders“ - das war nicht etwa das Motto der letzten Gemeindebundvollversammlung, sondern der Name eines Projekts gegen Alkoholmissbrauch, welches das Land Steiermark in der Südweststeiermark derzeit testet. Veranstalter können auf der Bezirkshauptmannschaft kostenlos ein Cocktailset ausleihen, das bei der Versammlung schon im Einsatz war. Also wurden die Gäste am Mittwochabend im Lannacher Rathaus, darunter die 15 Bürgermeister bzw. Vizebürgermeister des Bezirks, mit alkoholfreien Cocktails empfangen. Gut drei Stunden später erst beendete Gemeindebundobmann Josef Niggas die Versammlung. Nicht weil so viel getrunken wurde, sondern weil es eben viel zu besprechen gibt, wenn der ganze Bezirk Deutschlandsberg einmal zusammenkommt.

Mehr als Rettungseuro für Grünes Kreuz

Einstimmige Beschlüsse wie der gemeinsame Projektfonds, in den alle Gemeinden 2018 wieder ingesamt 60.000 Euro einzahlen, waren schnell erledigt. Für aufgeregte Gespräche sorgte das leidige Thema Rettungseuro: Schon im Vorjahr verfasste der Deutschlandsberger Gemeindebund einen Brief an das Land, um diesen Betrag gerechter aufzuteilen. Das Rote Kreuz kann sich damit finanzieren, da es einen Vertrag mit dem Land Steiermark hat. Für das Grüne Kreuz, das speziell im Bezirk Deutschlandsberg verbreiteter ist, ist das praktisch unmöglich, da bei einem Vertrag mit einer einzelnen Gemeinde zu hohe Kosten entstehen. Klaus Pessenbacher von der Notfall- und Katastrophenmedizin Steiermark versicherte, dass dem Grünen Kreuz bald ein Beitrag von mehr als 100.000 Euro zur Verfügung gestellt wird. Dieser kommt aus dem Katastrophenschutz des Landes.

Erfolg bei Aktion 20.000

AMS-Leiterin Michaela Sahin sprach von einem großen Erfolg der Beschäftigungsaktion 20.000 im Bezirk Deutschlandsberg und dankte den Bürgermeistern für die Zusammenarbeit. Mehr als die Hälfte der über die Aktion Beschäftigten sind bei Gemeinden angestellt, nur drei Gemeinden im Bezirk haben nicht davon profitiert. Vier Mal sind dadurch sogar neue Jobs entstanden. Sorgen machten manchem Bürgermeister die Spekulationen, dass die Aktion 20.000 wieder beendet werden könnte, denn viele hätten damit positive Erfahrungen gemacht. Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller freute sich mitteilen zu können, dass die BH Deutschlandsberg 2018 an zwei Pilotprojekten teilnimmt. Darin werden zwei Erwachsenensozialarbeiterinnen und eine diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenschwester für eine zweijährige Probezeit angestellt.

Resolution über Pflegeregress

Auch Steiermarks Gemeindebundpräsident Erwin Dirnberger schaute für einen ausführlichen Bericht in Lannach vorbei. Er konnte von einer „ganz leichten Verbesserung“ für die Gemeinden beim letzten Finanzausgleich berichten. „Mir graust’s aber vor dem Budget für Gemeinden, wenn die neue Regierung ihre Steuersenkungen durchzieht“, rechnete Dirnberger vor, dass jede Milliarde an Steuereinsparung 117 Millionen Euro weniger für die Gemeinden bedeute. Ein Thema in den letzten Gemeinderatssitzungen des Jahres wird der Pflegeregress werden: Der Gemeindebund hat eine Resolution an alle Gemeinden verschickt, in welcher der Bund aufgefordert wird, die zu erwartenden Mehrkosten für Gemeinden in Millionenhöhe zu decken. Über die Beteiligung an dieser Resolution werden die Gemeinderäte demnächst abstimmen.

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