12.04.2017, 11:36 Uhr

Eibiswalder Theatergemeinschaft feiert 40 Jahre mit neuem Stück

Theater hat in Eibiswald lange Tradition: Heuer feiert die Theatergemeinschaft ihr 40-jähriges Jubiläum. (Foto: ETG)

"Der Raub der Sabinerinnen" feiert am 29. April Premiere im Eibiswalder Pfarrsaal.

Das Theater hat in Eibiswald eine lange Tradition, die heuer ein besonderes Jubiläum feiert. 1977 fand eine große Leistungsschau im Schloss Eibiswald statt. Da immer wieder Vereine und Institutionen verschiedene Theaterstücke aufgeführt hatten, baten die Veranstalter um eine passende Aufführung im Rahmen der Feierlichkeiten, waren doch hohe Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zu Gast. Die begeisterten Laienschauspieler waren schnell gefunden, man brauchte nur jemanden, der die Last des Veranstalters auf sich nahm. Frei nach dem Motto "selbst ist der Mann" wurde daraufhin ein eigener Theaterverein gegründet. Am 17. Mai 1977 fand im Gasthaus Hasewend die Gründungsversammlung der Eibiswalder Theatergemeinschaft mit 17 Gründungsmitgliedern statt. Schon im August des selben Jahres feierte man die Premiere des Stücks "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist im Hof des Schlosses Eibiswald. Danach folgten viele Aufführungen im Genre des Boulevardtheaters und zehn Faschingssitzungen.

Das Stück im Jubiläumsjahr

Kurz vor dem 40. Geburtstag des Vereins lädt die Theatergemeinschaft Eibiswald nun zum neuen Stück im Jubiläumsjahr: "Der Raub der Sabinerinnen" von Franz und Paul Schönthan feiert am 29. April Premiere in Eibiswald. Bearbeitet wurde das Stück von Siegfried Galler, der auch Regie führt. Die Theatergemeinschaft beschreibt das Spiel so:
Gymnasialprofessor Gollwitz hat in seiner Jugend eine Römertragödie geschrieben. Eine Jugendsünde gewissermaßen, über die das Vergessen gnädig seinen Mantel gebreitet hat. Beim Aufräumen hat er dieses wiederentdeckt und obwohl er erkennt, dass es nicht besonders gut ist, rührt er sein Dienstmädchen Rosa zu Tränen, wenn er es ihr mit erhabenem Pathos vorliest.
Als nun ein Wandertheater im Festsaal gastiert, besucht der Theaterdirektor Striese alle wichtigen Personen des Ortes, um persönlich Besucher zu werben. So erscheint er auch bei Gollwitz und erfährt von dessen Jugendwerk. Er wittert seine große Chance, die schleppenden Geschäfte wieder ins Rollen zu bringen, und kann den Professor überreden, ihm das Stück für eine öffentliche Aufführung zu überlassen. Zwar hat Gollwitz Bedenken, aber die Eitelkeit siegt und die Tragödie darf unter einem Pseudonym erscheinen. Hauptsache, seine Frau erfährt nichts von seiner heimlichen Leidenschaft.
Als Gattin und Tochter jedoch vorzeitig aus der Sommerfrische zurückkehren, kommt es wie es kommen muss – es wird schwierig für Gollwitz. Ein durch ein Missverständnis entstandener unsinniger Streit zwischen der gemeinsamen älteren Tochter Marianne und dem Schwiegersohn Dr. Neumann, ein von seiner Frau falsch interpretierter Brief, eine heimliche Romanze zwischen der jüngeren Tochter Paula und dem Schauspieler Sterneck, ein nerviger Besuch eines flüchtigen Bekannten sowie die Nöte und Neurosen des Schauspieldirektors Striese sorgen am Abend der Uraufführung für zahlreiche Verwirrungen im Hause Gollwitz. Das Inkognito von Gollwitz fliegt auf, die Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Doch schließlich wendet sich doch noch alles zum Guten, und die Würde und das Ansehen des Professors sind gerettet.

Vier Termine im Pfarrsaal Eibiswald

Nach der Premiere am 29. April (20.15 Uhr) im Pfarrsaal Eibiswald folgen noch weitere Termine am 5., 6., 7., 10., 12., 13. und 14. Mai. Beginn ist immer um 20.15 Uhr, außer am 7. und 14. Mai (17 Uhr). Karten gibt es um 15 Euro (Erwachsene) bzw. 8 Euro (Jugendliche bis 14 Jahre und Studenten) unter 0664 4829213 oder karten@eibiswalder-theatergemeinschaft.at zu erwerben.
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