Simone Schmiedtbauer
Brüssel bei Tag und Nacht

Bereits voll im Brüsseler EU-Betrieb angekommen: EU-Parlaments-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer aus Hitzendorf | Foto: Martin Lahousse
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  • Bereits voll im Brüsseler EU-Betrieb angekommen: EU-Parlaments-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer aus Hitzendorf
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Morgen ist Simone Schmiedtbauer aus Hitzendorf seit 100 Tagen in Brüssel. Wie läuft der EU-Alltag?

Am Sonntag noch im Arbeitseinsatz beim großen Hitzendorfer Marktfest, heute bereits wieder in Brüssel. Simone Schmiedtbauer ist zur Pendlerin zwischen ihrer Heimatgemeinde, der sie auch als Bürgermeisterin vorstand, und der EU-Metropole geworden.

Intensive erste Wochen

"Die ersten Arbeitswochen waren extrem intensiv. An die Abläufe im Europa-Parlament muss man sich erst einmal gewöhnen. Man hat nicht viel Zeit, die Stadt, egal ob Brüssel oder Straßburg, kennenzulernen. Morgens beginnt der Tag meistens um 8 Uhr, und Ausschusssitzungen dauern immer bis 18.30 Uhr. Abends gibt es oft noch weitere Veranstaltungen. Wenn man es dann wirklich aus dem Parlamentsgebäude schafft, ist der Tag schon so gut wie vorbei", erzählt die EU-Abgeordnete. "Eingelebt habe ich mich trotzdem gut, aber bis ich Brüssel oder Straßburg erkundet habe, wird es wohl noch ein bisschen dauern", so Schmiedtbauer weiter, die von Montag bis Donnerstag in Brüssel oder Straßburg arbeitet und am Wochenende bei Veranstaltungen in Österreich, wie etwa am Freitag bei einer Podiumsdiskussion in St. Martin im Sulmtal, auftritt.

Wohnung als "Ladestation"

"Obwohl viele Abgeordnete ins Hotel gehen, miete ich mir in Brüssel eine kleine Wohnung. Ich bin nicht der Typ Mensch, der aus dem Koffer leben kann, nach langen Arbeitstagen sind die eigenen vier Wände für mich die beste Ladestation", sagt die ehemalige Hitzendorfer Ortschefin. Und wie verlief der Umstieg von der Kommunal- zur EU-Politik? "Als Bürgermeisterin war ich für eine 7.000-Einwohner-Gemeinde verantwortlich, jetzt vertrete ich die Interessen aller österreichischen Landwirte. Es sind unterschiedliche Größenordnungen, aber das Prinzip bleibt das gleiche: zuhören, sich Zeit nehmen, auf die Menschen zugehen, Politik mit Hausverstand machen. Für mich ist in der Politik der persönliche Austausch das Wichtigste, um Mitstreiter zu finden, Allianzen zu schmieden, das wird eine der größten Herausforderungen." Vertreten ist die 45-Jährige im Agrar-, Regional- und Fischereiausschuss, wobei sie im Agrar-Ausschuss sogar als Fraktionssprecherin zum Thema "Binnenmarkt und Auswirkungen auf die Landwirtschaft" auftritt. "Man wächst mit der Herausforderung", schmunzelt Schmiedtbauer abschließend.

Bereits voll im Brüsseler EU-Betrieb angekommen: EU-Parlaments-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer aus Hitzendorf | Foto: Martin Lahousse
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