23.05.2017, 20:08 Uhr

Schauspielerin Gabriele Köhlmeier: Seit über 40 Jahren erfolgreich auf der Bühne

Eine großartige Gabriele Köhlmeier in dem zutiefst berührenden Programm "Stabat Mater Furiosa".
Sankt Marein bei Graz: Elxenbacher Kunstmühle |

Seit über vierzig Jahren steht sie nun schon auf den Brettern, die die Welt bedeuten, die in Sankt Marein bei Graz lebende Schauspielerin und Kabarettistin. Und begeistert mit ihren Programmen und ihrem darstellerischem Können das Publikum in allen Teilen Österreichs.

Nach ihrem 1976 mit Auszeichnung abgeschlossenen Studium an der Grazer Kunstuniversität war sie am Schauspielhaus Graz wie am Landestheater in Salzburg tätig, war in Filmen ebenso aktiv wie in Hörfunkproduktionen, ehe sie mit ihrem späteren Mann, dem Regisseur Otto Köhlmeier, das freie Ensemble „theaterarbeiterkollektiv“ gründete, mit dem sie äußerst erfolgreich in allen Teilen des Landes unterwegs war. Nach der Geburt eines Sohnes, der Übersiedlung nach St. Marein in die Elxenbacher Kunstmühle und der damit verbundenen beruflichen Pause, wurde Gabriele Köhlmeier um die Jahrtausendwende wieder theatralisch aktiv. Und zwar mit Soloprogrammen. Mit dem Stück „sissi infernal“ über das Leben und Sterben der Romy Schneider begeisterte sie ihr Publikum ebenso wie mit in der Zwischenzeit sechs Kabarettprogrammen, die an die vierhundert Mal gezeigt und von tausenden Menschen zwischen Boden– und Neusiedlersee genossen wurden. Jetzt hat sie – gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler und Regisseur Otto Köhlmeier – ein neues Programm erarbeitet, den Monolog „STABAT MATER FURIOSA“, ein Theaterstück gegen den Krieg. Dieses Programm wurde zuletzt drei Mal im Grazer Landeszeughaus gezeigt, in einem faszinierenden Ambiente. Inmitten der größten Waffenkammer der Welt, inmitten von tausenden Kriegsgeräten, steht eine Frau auf und sagt „nein!“. Sagt „nein!“ zu all den Männern, die den Krieg wollen, die den Krieg machen. Gabriele Köhlmeier fasziniert dabei achtzig Minuten hindurch das Publikum, das gebannt ihren Ausführungen lauscht, ihrem Tun folgt. Mit einer enormen darstellerischen Intensität schafft sie es, die ZuschauerInnen zu Verbündeten zu machen gegen die Sache des Krieges, Hoffnung und Mut zu wecken. „Los; aufstehen; wir Frauen, wir schaffen das!“, sagt sie am Ende des Stückes und frau kann sich dem nicht entziehen. Wie sie sich den gesamten achtzig Minuten nicht entziehen kann, so intensiv und eindringlich sind sie. Das Publikum ist begeistert.
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