29.11.2017, 00:00 Uhr

Ideenzünder rund um den Flughafen

Eröffneten die Installation: Vertreter der TU Wien, von Joanneum Research LIFE sowie Bgm. Erich Gosch und Flughafen-Chef Widmann (Foto: Sulzer)

Mit dem Projekt SmartAIRea soll das Potenzial rund um Flughafen Graz ausgeschöpft werden.

Es sind wohl die Flächen, die zukünftig am meisten an Relevanz gewinnen werden. Mit der Anbindung der Koralmbahn und damit einhergehend einer noch besseren Infrastruktur ist das Umfeld des Flughafen Graz in der Gemeinde Feldkirchen eines mit Entwicklungspotenzial. Eine neue Installation namens "Smart-AIRea" am Flughafen Graz zeigt, wie man diese Flächen gut nutzen könnte. "Das Areal östlich des Flughafens hat großes Potenzial. Wir zeigen hier, wie man es lebenswert entwickeln kann. Gestalterische Nachhaltigkeit steht im Vordergrund dieser Forschungsarbeit", betont Projektleiterin Sanela Pansinger von LIFE, dem Zentrum für Klima, Energie und Gesellschaft. Eines steht schon fest: Große Logistikflächen wird es dort nicht geben. "Die Basis dieser wissenschaftlichen Arbeit war es, Zugänge raumplanerisch und architektonisch zu verarbeiten. Was braucht ein hochwertiger Standort um den Flughafen Graz? Dabei kommt klar heraus, dass dort zum Beispiel keine Logistik hinpasst", sagt Feldkirchens Bürgermeister Erich Gosch.

Bürgerbeteiligung erwünscht

"An internationalen Beispielen sieht man, dass sich das Flughafenumland oft durch Maßstabssprünge und Diskontinuität der Stadt erkennen lässt. Graz und die Flughafengemeinden könnten hier vorangehen und zeigen, wie man diese Areale zu lebenswerten Orten entwickelt und dabei gleichzeitig die Vorteile ausnutzt, die sie als Verkehrsknoten bieten", so Pansinger weiter. Besucher der Installation, die noch bis Mitte Dezember läuft, können selbst Ideen für eine smarte Gestaltung des dortigen Areals einbringen. "Dass Bürger Vorschläge weiterentwickeln, war uns ganz wichtig", sagt Pansinger. Nach einem Jahr Forschungsarbeit, in der mit einem interdisziplinären Team das Potenzial der 40 Hektar, die zwischen dem Flughafengelände und der S-Bahnstrecke im Osten liegen, analysiert wurde, konnten nun zehn Szenarien präsentiert werden. Auch mehrere Workshops, an denen Vertreter von Land, Stadt, dem Regionalmanagement, der Gemeinden Feldkirchen und Kalsdorf sowie von Flughafen, Saubermacher, Legero und ÖBB teilnahmen, wurden abgehalten. "Es ist ein Rahmenplan entstanden, wie man mit diesen Flächen umgehen kann. Wichtig ist, dass man das dortige Umfeld als ganze Fläche sieht", so Pansinger abschließend.
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