05.04.2017, 00:00 Uhr

Stift Rein lässt hinter Klostermauern blicken

Hermann Miklas und die Patres Prior Martin Höfler, August Janisch und Paulus Kamper (v.r.n.l.) bei der Eröffnung der Reiner Ausstellungssaison.

Ab sofort lässt Stift Rein wieder hinter Klostermauern blicken. Als Besonderheit der heurigen Ausstellung ist eine Lutherbibel, die Bezug auf 500 Jahre Reformation nimmt, zu sehen. Zur Eröffnung sprach Superintendent Hermann Miklas über die Situation der evangelischen Christen der Steiermark im 16. Jahrhundert.

„Martin Luther war es ein Anliegen, zurück zu den Quellen zu gehen. Er hatte den Verdacht, dass sich das Christentum im Laufe der Jahrhunderte immer weiter weg von seinem Ursprung entfernte“, erklärte Miklas die Anfänge der Trennung von Katholiken und Protestanten. Der damals übliche Ablasshandel war Luther ein Dorn im Auge, was 1517 zum Grundstein seiner berühmten Thesen und einer Radikalisierung führte, bei der sich beide Seiten nichts schuldig blieben. Luther wurde exkommuniziert und für vogelfrei erklärt. Der aufkommende Buchdruck mit beweglichen Lettern führte zu einer raschen Verbreitung der lutherschen Bibelübersetzung. Eine dieser Lutherbibeln mit zahlreichen Illustrationen aus dem Jahr 1569 ist nun bei den täglichen Führungen in der Stiftsbibliothek um 10.30 und 13.30 Uhr zu bestaunen.

Kuratiert wurde die Ausstellung, bei der auch der Orden und das Leben der Zisterzienser thematisiert werden, von Bibliothekar Werner Rinner und Stiftsführerin Elisabeth Brenner. Die HYPO Steiermark unterstützt wissenschaftliche Forschungen und den Bildungsauftrag von Stift Rein. Spezialführungen zu unterschiedlichen Themen lassen zudem tiefer in die Geschichte des Klosters und der Steiermark blicken. www.stift-rein.at
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