Gelernt wird lebenslang: Ute Paulweber vom Katholischen Bildungswerk im Gespräch

Nominiert für den Staatspreis in Erwachsenenbildung: Ute Paulweber ist mit Leib und Seele Erwachsenenbildnerin und stolz auf die zahlreichen Veranstaltungen, die das Katholische Bildungswerk durchführt.
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Eltern-Kind-Gruppen-Treffen, Computer- und Tabletkurse für Senioren, Vorträge zu gesellschaftsrelevanten Themen und Integrationsprojekte: Das Portfolio des Katholischen Bildungswerkes Steiermark (KBW) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig erhöht. Die Verbreiterung des Angebotes ist auch ganz im Sinne von Ute Paulweber, die das KBW seit zehn Jahren leitet. Mit der WOCHE hat sie über Bildungsmöglichkeiten vor Ort, die Wichtigkeit des Ehrenamtes und das ständige Streben nach Weiterbildung gesprochen.

WOCHE: Seit bereits über 70 Jahren gibt es das Katholische Bildungswerk. Welche Aufgabengebiete decken Sie ab?
Ute Paulweber: Wir sind eine staatlich anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Glaubensbildung, Elternbildung, Seniorenbildung und intergenerationelle Bildung.

Lernen spielt also eine wichtige Rolle?
Auf jeden Fall. Durch unsere Fülle an individuellen Bildungsangeboten wollen wir Menschen in allen steirischen Regionen, von Bad Radkersburg bis nach Schladming, das lebensbegleitende Lernen ermöglichen.

Sie führen einen Verein, der für rund 1.400 Bildungsveranstaltungen im Jahr verantwortlich zeichnet. Das klingt nach einem sehr herausfordernden Job.
Natürlich ist ein hohes Maß an Flexibilität wichtig, auch Kreativität gehört zum täglichen Arbeiten dazu. Wenn ich dann sehe, dass wir rund 35.000 Teilnehmende an Bildungsveranstaltungen pro Jahr haben, mit über 200 Bildungswerkleitern arbeiten sowie über 200 Eltern-Kind-Gruppen betreuen, erfüllt mich das mit Stolz.

An welche Zielgruppen richten sich Ihre Angebote?
Es gibt zahlreiche Workshops für junge Erwachsene und Eltern sowie auch ein breites Angebot für Senioren. Ganz stark interessieren sich die Leute nach ihrem ersten Bildungsabschluss für Weiterbildungsmaßnahmen. Da sind sie dann bei uns richtig.

Welchen Stellenwert hat Bildung in unserer Gesellschaft?
Einen ganz großen. Bildung ist der Schlüssel für vieles, sie nützt uns aber nur dann, wenn wir das Gelernte in den Alltag transferieren können. Darüber hinaus hat Bildung auch einen sozialen Aspekt, in Kursen knüpft man Kontakte oder kann neue Sprachen lernen.

Sie sind seit mittlerweile zehn Jahren Leiterin des Katholischen Bildungswerkes Steiermark. Gab es massive Veränderungen in diesem Zeitraum?
Die drei Grundpfeiler, die mir extrem wichtig sind, haben sich nicht verändert: Wir wollen einerseits ein Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildung und andererseits eine zentrale Stelle für Innovationen im Bildungsbereich sein, dazu ist uns die Bildungs-Nahversorgung sehr wichtig. Natürlich beschäftige ich mich aber täglich mit der Frage, wie wir das Katholische Bildungswerk zukunftsfähig machen können.

Welche Zukunftsthemen stehen auf Ihrer Agenda?

Gesundheit, das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt, dazu das Thema Integration, das uns vor allem seit dem Jahr 2015 verstärkt beschäftigt. Langweilig wird uns sicher nicht. Sehr stark im Kommen sind auch intergenerationelle Projekte. In diesem Bereich ist nicht nur unser praktisches, sondern auch das theoretische Know-how sehr gefragt. So haben wir einen Leitfaden für Intergenerationelles Lernen erstellt, der von anderen Organisationen übernommen wird.

Wie wichtig sind ehrenamtliche Mitarbeiter?

Wir können nur arbeiten, wenn wir genug Ehrenamtliche haben. Heute muss man zwischen Ehrenamt und Freiwilligen-Management unterscheiden, unbegrenzte Zeitressourcen haben die Leute heute oft nicht mehr, viele wollen punktuell ehrenamtlich tätig sein.

Sie waren heuer für den Staatspreis in der Kategorie "Erwachsenenbildnerin" nominiert. Eine große Ehre?
Es zeigt einfach, dass wir als Team gut arbeiten.

Steckbrief

Geboren am 3. Oktober 1962.
Ist seit 2007 Geschäftsführerin des Katholischen Bildungswerk Steiermark und Qualitätsbeauftragte der Katholischen Aktion.
Paulweber ist Vorstandsmitglied bei zahlreichen Einrichtungen.
Hat 2016 das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark erhalten.

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Graz ... ist einfach lebenswert.
Entspannen kann ich mich ... mit meinen drei Enkelkindern.
WhatsApp und Co. ... werden auch für uns immer wichtiger.

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