Maskenpflicht in Grazer Supermärkten
Lokalaugenschein: Einkauf unter maskierten Umständen

Direkt beim Eingang werden bei Spar die Kunden mit den vorgeschriebenen Masken versorgt.
  • Direkt beim Eingang werden bei Spar die Kunden mit den vorgeschriebenen Masken versorgt.
  • Foto: Spar
  • hochgeladen von Andrea Sittinger

Ohne Maske keine Milch: Bekanntlich ist der Lebensmitteleinkauf seit heute nur unter maskierten Umständen zu verrichten. Präzise heißt es laut Gesundheitsministerium, dass kein Lebensmittelgeschäft mit mehr als 400 Quadratmeter Fläche ohne aufgesetzten Mund-Nasen-Schutz betreten werden darf. Ausnahmen seien demnach auch nicht möglich, wenn für die Masken Geld verlangt werden beziehungsweise vom Händler dem Kunden keine Masken angeboten werden (können).

Von Einschulung bis Abzocke

Die WOCHE hat sich zum Start der Maskenpflicht zu einem Lokalaugenschein vor und in verschiedenen Grazer Supermärkten und Diskonter (kein Anspruch auf Vollständigkeit) begeben … mit einem durchaus inhomogenen Ergebnis: Bei der ersten Station, dem Lidl Diskonter in der Straßganger Straße wird man bereits von einem eigens abgestellten Mitarbeiter vor dem Eingang mit einer Maske empfangen. Dieser weist darauf hin, dass "wegen des gebotenen Abstands bitte ein Wagerl" zu nehmen sei. Die Griffe derselben werden dann auch sogleich nach Verwendung wieder desinifiziert. 

Ähnlich aufgeschlossen begegnet man den neuen Vorgaben innerhalb der Spar-Handelskette. Stellvertretend wurde hier der Sparmarkt in der Green City unter die Lupe genommen. Die Kunden werden auch hier bereits vor dem Eingang mit einer Maske versorgt, sogar eine Erläuterung, wie diese richtig zu tragen sei, folgt. Die Einkaufswägen werden ebenso nach jedem Gebrauch desinifiziert und sie können ab sofort auch gratis genutzt werden, das Stecken einer Münze entfällt. 

Ein etwas anderes Bild zeigt sich beim Besuch des Merkur-Markts in Eggenberg: Dort muss man bis zur Kassa vordringen, um die Maskenausgabe zu erreichen. Diese erfolgt hier auch nicht umsonst, sondern es wird ein 3er-Paket um 2,99 Euro verrechnet.

Was wenn alle Masken vergriffen sind?

Dann sei laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober das Betreten eines Supermarkts nur dann zulässig, wenn man selbst einen Mund-Nasen-Schutz dabei hat. Darunter fallen selbst gefertigte Masken ebenso wie "Halstücher, Schals oder Ähnliches", erklärte Anschober am Montag.  

Die von den Händlern ausgegebenen "mechanischen Schutzvorrichtungen" seien laut jüngster Verordnung zwar kostenlos abzugeben, allerdings sei ein neuer Erlass in Erarbeitung. Der werde regeln, dass die Geschäfte künftig eine Art Selbstkostenbeitrag weiterverrechnen können. "Es soll aber niemand einen Gewinn daraus machen. Das ist der Punkt", so das Gesundheitsministerium in einer Stellungnahme. Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg) verlangen – wie bereits oben beschrieben – 1 Euro pro Corona-Schutzmaske, was laut eigenen Angaben unter dem Selbstkostenpreis liege.

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