Vor Volksbefragung
ÖBB erteilt Bahnhofsverlegung eine klare Absage
- Ausgequietscht? Schon vor der Volksbefragung zur Verlegung des Verschiebebahnhofs stellt die ÖBB klar, dass diese nicht angedacht ist. Man habe Maßnahmen gesetzt, die den Lärm nachweislich reduziert hätten.
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Mit Verweis auf die umgesetzten Maßnahmen erteilt die ÖBB schon vor der Volksbefragung zur Verlegung des Verschiebahnhofs Gösting am Sonntag, 2. Februar, dieser eine klare Absage.
GRAZ/GÖSTING. Am Sonntag wird das Volk befragt – genauer gesagt die Göstinger Bürgerinnen und Bürger. Dann müssen sich diese entscheiden, ob sie wollen, dass die Stadt Graz an die ÖBB bezüglich einer Verlegung des Verschiebebahnhofs herantritt. Letzterer steht aufgrund von Lärmbelästigung seit Jahren in der Kritik.
MeinBezirk hat die Hintergründe zur Volksbefragung:
"Keine Verlegung angedacht"
Vorab klar ist, dass eine Volksbefragung keine politische Bindung besitzt, die Stadt also auch einer eindeutigen Forderung seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Befragung nicht Folge leisten muss. Klar ist auch, dass eine Verlegung des Verschiebebahnhofs einen enormen finanziellen und ressourcentechnischen Aufwand bedeuten würde. Dem erteilt die ÖBB aber eine klare Absage.
"Wir haben im Sinne der Anrainerinnen und Anrainer eine Vielzahl an Maßnahmen am Verschiebebahnhof Graz-Gösting gesetzt und die Geräuschkulisse deutlich reduziert, damit ein gutes Miteinander auch in Zukunft möglich ist", heißt es in einem Statement. "Wir sind seit über 100 Jahren Nachbarn. Eine Verlegung des Verschiebebahnhofs ist nicht angedacht und aufgrund der erfolgreichen Maßnahmen auch nicht notwendig.“
Maßnahmen wirksam
Zu den angesprochenen Maßnahmen gehören drei neu gebaute Schallschutzwände, die Erhöhung einer bereits vorhandenen Schallschutzwand sowie eine neu entwickelte Konditioniermittelanlage an der Talbremse, die ebenfalls zur Geräuschreduktion beigetragen habe. Deren Wirksamkeit sei auch im laufenden Gerichtsverfahren von der Gegenseite bestätigt worden, so die ÖBB. Zur Erinnerung: Gegen den Verschiebebahnhof läuft aktuell noch eine Sammelklage von Anrainerinnen und Anrainern.
- In den letzten Jahren wurden neue Lärmschutzwände und eine neue Konditioniermittelanlage geschaffen, um Lärmquellen für die umliegende Bevölkerung zu reduzieren.
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Behauptungen "der Lärm nehme zu", könne man seitens der ÖBB nichts abgewinnen, diese seien "nicht belegbar und schlichtweg falsch". Man sei sich auch im Klaren, dass aufgrund täglicher Schwankungen im Zug-Aufkommen, manchmal mehr, manchmal weniger Geräusche zu hören seien, dies sei jedoch aufgrund der Natur des Bahnbetriebes nicht vermeidbar.
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