Umfrage
So zufrieden ist man im steirischen Zentralraum mit der Gesundheitsversorgung
- Verhaltenes Echo: Eine Umfrage von "m(Research" zeigt, dass Steirerinnen und Steirer in Bezug auf die Gesundheitsversorgung weder besonders zufrieden noch besonders ablehnend sind.
- Foto: Panthermedia/alexraths
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Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts "m(Research" zeigt klar: Die Gesundheitsversorgung im Steirischen Zentralraum könnte besser sein, zwar gibt es keine breite Ablehnung aber auch keine hohe Zufriedenheit.
STEIRISCHER ZENTRALRAUM. Gesundheitsversorgung ist und bleibt in der Steiermark ein zentrales Thema. Wie es allerdings tatsächlich um die Zufriedenheit der Steirerinnen und Steirer rund um das hiesige Gesundheitssystem steht, hat das Marktforschungsinstitut "m(Research" nachgefragt und MeinBezirk die Ergebnisse zur Verfügung gestellt.
Weder breite Ablehnung noch hohe Zufriedenheit
Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Generell wird die Gesundheitsversorgung im Bundesland eher verhalten bewertet. Zwar gibt es unter den Steirerinnen und Steirern keine breite Ablehnung allerdings auch keine hohe Zufriedenheit. Heruntergebrochen auf einzelne Regionen zeigen sich dabei leichte Unterschiede, während soziodemografische Unterschiede, wie Geschlecht, Alter und Bildung, bei der Bewertung nur moderat ins Gewicht fallen. In ländlichen Gebieten ist der Mangel an Fachärztinnen und Fachärzten stärker ein Thema, während in Städten häufiger Terminvergaben, Erreichbarkeit und Wartezeiten als Problem benannt werden.
- Lange Wartezeiten sowie das generelle Fehlen von Fachärzten zählen zu den häufigsten Kritikpunkten in der Steiermark.
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Graz mit höchster Bewertung
Im steirischen Zentralraum, welcher neben Graz auch die Bezirke Graz-Umgebung und Voitsberg umfasst, ist die Zufriedenheit generell höher als im Rest der Steiermark. So liegt die mittlere Bewertung der Gesundheitsversorgung in der Landeshauptstadt mit 6,1 von 10 Punkten über dem steirischen Mittelwert (5,8/10 Punkten). Hierin spiegelt sich wohl die hohe Dichte an Ärzten sowie die Versorgung durch mehrere LKH-Standorte wider, wovon auch das Umland profitiert. Zu den häufig geäußerten Kritikpunkten zählen dennoch die geringen Zahlen an Kassenärztinnen und -ärzten, gerade im Bereich der Allgemeinmedizin sowie bei Hausärzten. Auch lange Wartezeiten und damit verbundene Terminvergaben führen dazu, dass die Gesundheitsversorgung eher verhalten interpretiert wird.
- In Graz ist die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung mit 6,1 von 10 Punkten höher als der Steiermarkschnitt. Eine Diskrepanz zeigt sich allerdings zwischen rechter und linkter Murseite.
- Foto: pexels/Dragan Cenic
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Innerhalb von Graz zeigt sich unterdessen ein regionaler Unterschied zwischen dem rechten (sprich westlichen) und linken (östlichem) Murufer. So ist die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung im Osten höher, wobei sich 21,7 Prozent der Befragten hochzufrieden zeigten. Dem gegenüber stehen 46,7 Prozent kritisch Bewertende. Im Westen sind lediglich 16,9 Prozent der Teilnehmenden an der Studie hochzufrieden, 54,2 Prozent bewerten die Gesundheitsversorgung dagegen kritisch. Generell enthält in Graz die Gruppe der Personen über 60 Jahre den höchsten Anteil an Hochzufriedenen (26,7 Prozent), Menschen zwischen 50 und 59 Jahren bewerten die Versorgung am häufigsten kritisch (57,4 Prozent).
Neubau und Auflösung
In Graz-Umgebung sowie Voitsberg sind die Probleme ähnlich, konkrete Versorgungslücken beeinflussen dabei die Zufriedenheit maßgeblich. In Stattegg befindet sich derzeit ein Gesundheitszentrum im Bau, das bis 2028 fertiggestellt sein und in Folge unter anderem eine Praxis für Allgemeinmedizin beheimaten soll. Voitsberg musste dagegen im Juni das Ende der einzigen Dermatologie-Praxis im Bezirk hinnehmen. Eine Nachfolge konnte trotz mehrfacher Ausschreibung nicht gefunden werden. Entsprechend spiegeln sich hier jene Handlungsfelder wider, die die Umfrage von "m(Research" zur Steigerung der Zufriedenheit zur Gesundheitsversorgung benennt: mehr verfügbare Versorgung, kürzere Wartezeiten und ein bessere Nähe zu den Patientinnen und Patienten.
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