Diese Tipps helfen beim Umgang mit Konflikten
Weihnachten ohne Scherbenhaufen

Die ein oder andere Streitigkeit zu Weihnachten ist vollkom normal. Manche Konfliktgespräche dürfen aber gerne verschoben werden. | Foto: Pixabay
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  • Die ein oder andere Streitigkeit zu Weihnachten ist vollkom normal. Manche Konfliktgespräche dürfen aber gerne verschoben werden.
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Neben all den schönen Dingen beschert uns Weihnachten oft den ein oder anderen Konflikt. Die Erwartungen an ein besinnliches Weihnachtsfest sind hoch, was einen Nährboden für Enttäuschung und damit auch Streit bietet. Mediatorin Susanne Lederer verrät die besten Tipps für eine konfliktfreie Weihnachtszeit.

GRAZ. Die Weihnachtszeit, die ja vermeintlich besinnlich und ruhig sein sollte, ist oft die konfliktreichste im ganzen Jahr. "Grund dafür sind ebendiese hohen Erwartungen an das Weihnachtsfest", erklärt Susanne Lederer vom Mediationsinstitut Graz. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, führt das leider oft zu Enttäuschung und damit auch zu Konflikten.

Hinzu komme auch das Konfliktpotenzial durch eventuelle Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf aktuelle gesellschaftspolitische Themen. Damit das Beisammensein mit der Familie zu Weihnachten trotzdem ein positives Erlebnis wird, kann jeder etwas beitragen, verspricht Lederer. 

Die Mediatorin und Psychologin Susanne Lederer kennt die besten Tipps für den Umgang mit Konflikten | Foto: Nikola Milatovic
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Erwartungen und Bedürfnisse

Die Vorstellung, das Weihnachtsfest müsse perfekt und reibungsfrei sein, baut starken Druck auf. Deshalb empfiehlt die Mediatorin, die eigenen Erwartungen zu hinterfragen und sich zu überlegen, ob sie realistisch sind. Dazu sollte man sich auf das Positive aus früherer Zeit besinnen anstatt Erwartungen in den Fokus zu rücken, die bereits in der Vergangenheit unerfüllt geblieben sind. "Gerade zu Weihnachten sollte es darum gehen, was uns verbindet, und nicht was uns trennt."

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft das Kommunizieren über Bedürfnisse. Mediatorin und Psychologin Susanne Lederer versichert, über die Bedürfnisse der anderen nachzudenken und der Versuch, diese auch zu verstehen mache es leichter, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Dieser Perspektivenwechsel ist nicht immer einfach, da sich die Bedürfnisse einer Person in Konfliktgesprächen meist hinter festgefahrenen Positionen verstecken. Der Schlüssel, um die den Positionen zugrundeliegenden Bedürfnisse und Interessen des Gegenübers zu verstehen, sei Kommunikation.

Zu Verschenken: Gutscheine für "ein offenes Ohr" | Foto: Monika Frick
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Ein offenes Ohr schenken

"Bei manchen Themen kommt man leider trotz guter Kommunikation nicht auf einen grünen Zweig", weiß die Mediatorin. In so einem Fall könne es besser sein, nicht darüber zu sprechen. Das bedeute nicht, Konflikte zu verdrängen, betont Lederer. Wenn man die Weihnachtsfeiertage aber lieber ohne Diskussionen genießen will, sei es vollkommen in Ordnung, Konfliktgespräche zu vertagen.

Dazu kann ein späterer Zeitpunkt für das Gespräch vereinbart werden - das Packerl kann sozusagen unter dem Christbaum verstaut und nach den Feiertagen ausgepackt werden. Eine Idee wäre auch, sich zu diesem Zwecke "ein offenes Ohr" zu schenken. Das Grazer Mediationsinstitut hat dafür sogar eine Gutschein-Vorlage zum Ausdrucken. Abschließend betont die Mediatorin: "Sollte die Auseinandersetzung doch zu aufgeheizt sein, hilft es sich bewusst zu machen, dass Streit in der Familie, selbst in der angeblich friedlichsten Zeit des Jahres ganz normal ist." Geht es um tieferliegende Konflikte, ist es außerdem vollkommen in Ordnung, sich Unterstützung zu holen.

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