Grazer Gemeinderat
Wer folgt nach, wenn die Wahl schief geht?
- Über dem Rathaus schwebt heute auch das Damoklesschwert drohender Rücktritte.
- Foto: MeinBezirk.at
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Noch hoffen alle Parteien auf den großen Wahlsieg. Doch was passiert eigentlich, wenn’s schief geht, wer steht in den Startlöchern, wenn einer oder eine zurücktritt?
GRAZ. Viel wird darüber diskutiert, wann sich Elke Kahr vom Bürgermeisteramt zurückzieht. Entscheiden wird sie das zum gegebenen Zeitpunkt wie immer selbst. Der Zeitpunkt ist also offen, der Nachfolger hingegen fix: Robert Krotzer wird in die großen Fußstapfen von Kaltenegger und Kahr in Graz treten.
Damit weiß die KPÖ deutlich mehr als die anderen Parteien, vor allem den ehemaligen „Großparteien“ ÖVP und SPÖ steht im Falle des Misserfolges bei den anstehenden Wahlen ein Gemetzel bevor.
Rumoren im Hintergrund
Sollte also, rein hypothetisch natürlich, Kurt Hohensinner nach der Wahl zurücktreten müssen, steht eine Armada an Nachfolgekandidaten in den Startlöchern: An der Spitze wartet der Wirtschaftsbund mit Martina Kaufmann und Bernhard Bauer – da ist aber noch nicht klar, wer von den beiden nach vorne geht. Ebenfalls aussichtsreich: Neo-Stadträtin Claudia Unger, die sich der Unterstützung des ÖAAB inklusive des Spitalslandesrats Karlheinz Kornhäusl gewiss sein kann. Der lachende Dritte bei diesem Match könnte der erfahrene und arrivierte Bundespolitiker Kurt Egger sein – dem Vernehmen nach der Favorit der Grazer Bezirksorganisationen.
- Hinter Kurt Hohensinner gibt es einige, die gerne ein Stück weiter nach oben fahren würden.
- Foto: MeinBezirk/Martin Koinegg
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Noch undurchsichtiger ist die Situation bei den Sozialdemokraten. Verfehlt Doris Kampus die Hürde für den Stadtratsposten, darf sie sich wieder in die Andritzer Bezirkspolitik zurückziehen. Dahinter warten Klubobfrau Daniela Schlüsselberger und der immer mächtiger werdende Gewerkschafter Manuel Lenartitsch, berühmt geworden durch ein Foto, auf dem er gar nicht drauf war.
Als große Unbekannte kommt da Landesparteichef Max Lercher ins Spiel. Der hat im kleinen Kreis schon mehrmals angedroht, die Stadtpartei aufzulösen und auf komplett neue Beine zu stellen. Ein wahrscheinlich dringend notwendiger Schritt, um in Graz nicht komplett in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden – an der Idee sind aber schon Heerscharen von SPÖ-Landespolitikern in den vergangenen Jahrzehnten zerschellt.
Ebenso spannend die Situation bei den Grünen: Da besteht die Gefahr, dass sich hinter Judith Schwentner ein großes Loch auftut, die Spitzenkandidatin hat in den letzten Jahren neben und hinter sich niemanden groß werden lassen. Bestes Indiz dafür: Mit Anna-Sophie Slama und Tristan Ammerer hat sie sich nicht gerade Schwergewichte auf die Listenplätze zwei und drei gesetzt.
- Die unumstrittene Nummer 1 der Grünen: Judith Schwentner.
- Foto: MeinBezirk/Martin Koinegg
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Es können aber eh alle beruhigt sein: Wie wir aus langjähriger Erfahrung wissen, gibt es am heutigen Wahlsonntag ohnehin nur Sieger. Die entsprechenden Ansprachen sind ergebnisunabhängig bereits verfasst worden.
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