Ein Rückblick
Das war die Ära von Andi Schicker beim SK Sturm Graz
- In Graz stehen die Zeichen auf Abschied, Andi Schicker kann aber auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückblicken.
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Der Wechsel von Andreas Schicker zu Hoffenheim ist fix, daher werfen wir einen Blick zurück auf erfolgreiche Jahre in Graz. Neben dem Double und einem weiteren Cupsieg stehen dabei vor allem aus finanzieller Sicht sehr lukrative Transfers zu Buche, wurden die drei teuersten Verkäufe in Sturms Geschichte allesamt von Schicker geholt. Sein wohl größter "Coup" sitzt aber auf der Trainerbank.
GRAZ/STEIERMARK. Die Ära von Andreas Schicker beim SK Sturm ist zu Ende. Am Mittwoch bestätigten beide Vereine den Transfer. Zum Abschied des Geschäftsführer-Sport werfen wir einen Blick zurück auf die letzten sechs Jahre. Unter Schickers Kaderplanung entwickelte sich der SK Sturm zum Primus des österreichischen Fußballs.
Die Toptransfers unter Andi Schicker
Händchen für Stürmer
Schicker kam Ende des Jahres 2018 nach Graz, allerdings nicht als Sportdirektor, sondern als Chefscout unter dem damaligen Geschäftsführer Sport, Günther Kreissl. Rund eineinhalb Jahre später übernahm Schicker als sportlicher Chef bei den "Schwoazn".
- 2018 heuerte Schicker als Chefscout in Graz an, hier im Gespräch mit seinem Vorgänger als Sportdirektor Günther Kreissl.
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Er änderte die Art und Weise, wie der SK Sturm am Transfermarkt tätig wurde. Geholt werden primär junge, internationale Talente mit Entwicklungspotenzial, um diese später gewinnbringend weiterzuverkaufen, vor allem bei einigen Offensivspielern bewies Schicker ein sehr gutes Händchen. Sein wohl erfolgreichster Transfer – in finanzieller Hinsicht – war Rasmus Hojlund, der für rund zwei Millionen Euro aus Kopenhagen zu den "Blackies" wechselte.
- Der Transfer von Rasmus Hojlund sorgte in Graz für viele lachende Gesichter.
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Nur sechs Monate später wurde der Däne für kolportierte 20 Millionen inklusive Boni an Atalanta Bergamo verkauft, heute spielt Hojlund bei Manchester United und hält einen Marktwert von rund 65 Millionen Euro. Auch Hojlunds Nachfolger, Emanuel Emegha, war aus wirtschaftlicher und sportlicher Sicht ein Glücksgriff, der Niederländer wechselte 2022 für rund drei Millionen Euro (inklusive Weiterverkaufsklausel) nach Graz, ein Jahr später führte ihn sein Weg für 13 Millionen Euro nach Straßburg. Mit ihm gab es 22/23 mit dem Cupsieg auch den ersten gemeinsamen Titel.
- Emanuel Emegha und Andi Schicker nach dem Cupsieg 2023.
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Glücksgriffe mit System
Auf Emegha folgten Seedy Jatta und Mika Biereth, letzterer wurde im Sommer zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte, wird den Grazern aber wohl auch wieder eine ordentliche Ablösesumme bringen, so er Sturm in den kommenden Jahren wieder verlassen sollte.
- Schickers letzter "Krachertransfer" Mika Biereth revanchierte sich nach dem Meistertitel mit einer Bierdusche.
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Spätestens mit dem Doublesieg hat sich Schicker für immer in die Grazer Geschichtsbücher eingetragen. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch Alexander Prass, ein weiterer Schicker-Transfer. Mit Prass wird es in Hoffenheim ein Wiedersehen geben, die Ablöse von rund elf Millionen Euro machten ihn im Sommer zum drittteuersten Abgang der Vereinsgeschichte.
- Der größte Erfolg der Ära Schicker: Das Double in der abgelaufenen Saison.
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In seiner Zeit in Graz prägte Schicker den Begriff "Schattenkader", eine Liste an Spielern für jede Position, sollte jemand ausfallen oder verkauft werden. Wer nun auf der Position des Sportdirektors im Schattenkader steht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
- Ein Erfolgsduo: Chris Ilzer und Andi Schicker.
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Wichtigster Transfer auf der Trainerbank
Den wohl größten "Coup" landete Schicker allerdings auf der Trainerbank, als er 2020 Christian Ilzer an die Mur holte. Die beiden entwickelten sich zum Erfolgsduo, ob sie auch in Zukunft gemeinsame Wege gehen, bringt zumindest die Gerüchteküche in Bewegung, ist der aktuelle Hoffenheimtrainer Pellegino Matarazzo nach nur einem Sieg aus sechs Bundesligaspielen angezählt. Sowohl Ilzer als auch Schicker dementierten das Gerücht am Sonntag, ohne eine Wiedervereinigung in Hoffenheim dabei kategorisch auszuschließen.
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