Die Hoffnung auf die Berufs-EM in Graz lebt

Die steirische Wirtschaft ist im Krisenmodus: Und dennoch hoffen K.-H. Dernoscheg (l.) und J. Her auf ein besseres Jahr 2021. | Foto: Foto Fischer
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  • Die steirische Wirtschaft ist im Krisenmodus: Und dennoch hoffen K.-H. Dernoscheg (l.) und J. Her auf ein besseres Jahr 2021.
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Das WKO-Steiermark-Führungsduo blickt auf das Corona-Jahr 2020 zurück und hofft auf die EuroSkills.

Die Coronapandemie hat nicht nur zu einer Gesundheits-, sondern auch zu einer Wirtschaftskrise geführt. Noch vor einem Jahr schien es undenkbar, dass Händler und Dienstleister wochenlang ihre Geschäfte schließen müssen. Während sich Österreich derzeit erneut im Lockdown befindet, hat die Wirtschaftskammer Steiermark bereits Bilanz über das so untypische Jahr 2020 gezogen.
"Es ist diesmal eher eine Zwischenbilanz, denn die Folgen dieser Pandemie werden auch die ersten Monate des aktuellen Jahres noch prägen", erklären WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Umso wichtiger waren Maßnahmen zur Sicherung von Beschäftigung sowie zur Sicherung der Liquidität, der privaten Investitionen und der öffentlichen Investitionstätigkeit.

Anfragen-Flut

Aufgrund einer noch nie da gewesenen Situation musste das Serviceteam der WKO eine Rekordflut an Anfragen von Seiten der Unternehmer bewältigen. In Summe standen die Experten mehr als 132.600 Mal beratend zur Verfügung. Davon entfallen knapp 45.000 Anfragen rein auf das Thema Corona. In Sachen Härtefallfonds wurde in der grünen Mark bereits zu Jahresbeginn die Schallmauer von 100.000 Anträgen durchbrochen.
Mit an die 5.000 Fragen zu den im Vorjahr nicht immer klar geregelten Grenzverordnungen hatte indes das Internationalisierungscenter Steiermark, ein WK-Tochterunternehmen, zu tun. Neben all den negativen Auswirkungen zeigt sich aber, dass die Bildungsnachfrage der steirischen Wirtschaft auf einem hohen Niveau geblieben ist. So haben Bildungsinteressierte 32.000 Mal Qualifizierungsangebote des WIFI gebucht. 56 Prozent aller Besuche wurden dabei auch vom Dienstgeber finanziert. "Ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig den steirischen Unternehmen die laufende Fortbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist", freut sich Dernoscheg. Große Teile des Angebots wurden aufgrund der Pandemie online durchgeführt.

Bei den EuroSkills 2018 waren die steirischen Lehrlinge top. | Foto: Marija Kanizaj
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Berufs-EM in der Schwebe

Nicht virtuell, sondern ganz normal sollen die EuroSkills stattfinden: Die Berufseuropameisterschaften, für die Graz den Zuschlag als Austragungsort erhalten hat, mussten aufgrund von Corona ja bereits mehrmals verschoben werden. Derzeit wird an einer Umsetzung im Herbst 2021 gearbeitet. Ansonsten setzt die Wirtschaftskammer auch weiterhin auf Berufsorientierungsmaßnahmen und Initiativen wie "helle Köpfe", "geschickte Hände" oder "Faszination Technik". Dazu ist, dem Zeitgeist entsprechend, ein Digitalisierungsschwerpunkt auf Basis eines breiten Feldes an Digitalisierungsimpulsen und Umsetzungsunterstützungen geplant. Laut Herk braucht es heuer auch weitere Konjunkturimpulse. "Die thermische und energetische Sanierung muss förderungstechnisch und steuerlich vorangetrieben werden. Dazu sollen wichtige Infrastrukturprojekte, wie die Phyrn-Schober-Achse, vorgezogen werden." Das WK-Duo plädiert außerdem für die Einführung eines Investitionsfreibetrages und fordert neben dem Breitbandausbau auch die Implementierung eines "Digital Innovation Hubs Süd". Eines steht für die beiden abschließend fest: "Nur auf Basis unternehmerischen Tuns und Handelns wird es uns gelingen, die Herausforderungen zu meistern."

Wird sich die Wirtschaft heuer erholen?
Die steirische Wirtschaft ist im Krisenmodus: Und dennoch hoffen K.-H. Dernoscheg (l.) und J. Her auf ein besseres Jahr 2021. | Foto: Foto Fischer
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