EuroSkills
So bereitet sich Graz auf die Berufs-EM vor
- Die Produktpalette im Visier: Logistiker Thomas Burger, EuroSkills-Geschäftsführerin Angelika Ledineg, Katharina Schellnegger (Food & Beverage), EuroSkills-Aufsichtsratvorsitzender Josef Herk und Logistiker Christoph Grillitsch (v. l.)
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Die EuroSkills, die EM der Berufe, gehen im September in Graz über die Bühne. So bereitet sich die Stadt vor.
Bei der Europameisterschaft der Berufe treffen 450 Fachkräfte aus 45 Berufen aufeinander und rittern um die heiß begehrten Medaillen. Die Teilnehmer sind entweder ausgelernte Fachkräfte oder Absolventen einer berufsbildenden höheren Schule und in der Regel höchstens 26 Jahre alt. Von 23. bis 25. September werden die Vorzeigekräfte aus 31 Ländern das Areal am Schwarzlsee zum Brodeln bringen.
Graz rüstet sich für Europa
Graz arbeitet eifrig an den Vorbereitungen der Berufs-EM, bei der immerhin über 50.000 Gäste erwartet werden: "Wir wollen den Teilnehmern und Gästen ein unvergessliches Event ermöglichen – und damit auch einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung der beruflichen Ausbildung leisten. Dafür tun wir alles, um eine bestmögliche Organisation des internationalen Großereignisses sicherzustellen“, sagt EuroSkills-Aufsichtsratsvorsitzender und WKO-Präsident Josef Herk. Für das leibliche Wohl wird indes auch schon gesorgt: 35.000 Portionen Essen sind bestellt.
- Zwischen digitaler und analoger Abwicklung: Cheflogistiker Thomas Burger mit EuroSkills-Aufsichtsratvorsitzendem Josef Herk
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Logistischer Großaufwand
Tausende Quadratmeter in drei Grazer Außenlagern – in Messendorf, in der Waagner-Biro-Straße und in der Puntigamer Straße – werden dafür gerade angefüllt.
Dort landen Produkte von Partnern sowie Kleinmaterial (Messtechnik, Elektronik-Equipment oder Verrohrungen). Eine der Hallen stellt das Unternehmen Zultner zur Verfügung: „Neben der Zwischenlagerungsmöglichkeit unterstützen wir als Experte für Metall und Schweißtechnik insbesondere beim Skill ,CNC-Fräsen'. Junge Fachkräfte zu fördern, ist aus unserer Sicht eine der zentralen Aufgabe der Zukunft."
Viele Teile für Fairness
"Aus Wettbewerbssicht ist ganz entscheidend, dass alle Professionisten die gleichen Voraussetzungen vorfinden. Besonders komplex ist, dass jeder Wettbewerb nicht nur unterschiedliches Equipment, sondern auch eine unterschiedliche Basisinfrastruktur benötigt. Die aus den 48 Berufen entstehende hohe Masse an unterschiedlichen Anforderungen machen die Logistik daher besonders herausfordernd“, erklärt Gerald Prabitz, Verantwortlicher für den sogenannten „Operation“-Bereich.
Vorbereitungen am Schwarzl
Am Schwarzl-Freizeitzentrum selbst, auf das die Stadt Graz seit längerem schielt, finden aktuell Begehungen statt: Der zentimetergenaue Platz der insgesamt zwölf Wettbewerbszelte, Stromaggregate, Transformatoren, Abwasser-, Netzwerk- und IT-Leitungen wird festgelegt. Erst wenn die Basisinfrastruktur finalisiert ist, werden die über 100.000 Werkzeuge und Produkte aus den Lagern zum Schwarzl-Freizeitzentrum befördert. „Das wird Mitte September der Fall sein. Ab diesem Zeitpunkt beginnt durchaus ein Wettlauf mit der Zeit“, sagt Logistikzuständiger Thomas Burger mit einem Augenzwinkern. Nachsatz: „Allerdings ein perfekt getimter.“
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