So wird jeder zum App-Entwickler – Business Lunch mit Aionav Systems AG

Gemütlicher Business-Morgen: Pascal Eferl (M.) servierte Ulrich Walder und Martina Maros-Goller (WOCHE) frische Köstlichkeiten.
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  • Gemütlicher Business-Morgen: Pascal Eferl (M.) servierte Ulrich Walder und Martina Maros-Goller (WOCHE) frische Köstlichkeiten.
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Mit der Technologie des Grazer Unternehmens Aionav Systems kann jeder seine persönliche Applikation bauen.

Apps sind nicht nur in aller Munde, sie bestimmen auch unser Leben auf mobilen Endgeräten. Sich alleine eine solche Applikation zu bauen, ist vielen unmöglich, es fehlt das technische Wissen. Aionav öffnet genau diese Tore und macht jeden von uns zu einem App-Entwickler. Aionav Chef Ulrich Walder erklärt im WOCHE-Business Lunch wie das genau aussieht und welche Einsatzgebiete es gibt.

WOCHE: Welche Motivation steckt hinter Aionav?
Ulrich Walder: Wir sind ein Spin-off der Technischen Universität und unser Ziel ist es, dass Menschen mobil besser informiert werden können und noch einen Mehrwert durch ihre Smartphones genießen. Unsere Wurzeln liegen in der autonomen Navigation, die den Grundstein für unsere App-Technologie gelegt haben. Aionav Apps ermöglichen Navigation, zielgruppenspezifische interne und externe Information sowie individuelle Datenerfassung und kosten nur einen Bruchteil von konventionellen Apps.

Wie entwickelt man eine App?
Wir stellen mit dem Aionav App-Studio ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem jedermann ohne Informatikkenntnisse eine App erstellen kann. Damit können das Design und die Benutzerführung, aber auch Texte, Bilder, Videos, Audiodateien oder Links ganz individuell zu einer App zusammengestellt werden. Auch Navigation, Lokalisierung oder geführte Touren, Selbstlernkurse, Checklisten oder die Kommunikation über Formulare sind möglich. Dafür sind keinerlei Informatikkenntnisse nötig.

Das heißt, Sie öffnen den einzelnen App-Entwicklern auch die Tore zu den Downloadstores von Apple und Google?
Ja, wir publizieren die Apps auf Wunsch in den Stores der beiden dominierenden Anbieter und prüfen das Einhalten der entsprechenden Vorschriften. Die einzelnen Apps, richtigerweise App-Inhalte, werden dazu mit unseren Aionav Playern zu einer individuellen App verknüpft. Aionav Inhalte lassen sich aber auch sofort über einen automatisch erstellten QR-Code mit den in den Stores vorhandenen Aionav Playern nutzen, etwa für die rasche Verbreitung von Information in Zeiten wie jetzt. Ziel wäre es, dass unser Player auch direkt im Betriebssystem der Smartphones integriert wird und wir von den Herstellern Lizenzgebühren verlangen können, damit die App-Entwicklung für die Nutzer kostenlos ist.

Wo bewegen wir uns preislich?
Die einmalige Lizenz liegt bei etwa 5.000 Euro für Firmen, konventionelle Apps kosten das Zehnfache.

Welche Anwendungsbereiche gibt es für Aionav Apps?
Die selbst gebauten Apps können vielseitig eingesetzt werden. Ideal sind sie etwa für Museen, da sie virtuelle Touren mit Navigation ermöglichen und Zusatzinformationen bieten. Aber auch im Event- oder Bildungsbereich bieten sie sich hervorragend an. Die Welcome App der TU Graz ist eine Aionav App, es gibt eine zu den Vatikanischen Museen, die Europäische Reiseversicherung Österreich setzt bereits darauf. Und auch die Botanischen Gärten in Graz und Wien sowie das Schmetterlinghaus Wien und viele weitere verwenden unsere Apps.

Wie soll die Zukunft von Aionav aussehen?
Es wäre wünschenswert, wenn jeder dieses Potenzial erkennt und seine eigene App entwickelt. Wir haben diese kleinen Computer in unseren Hosentaschen und zu 95 Prozent nutzen wir Apps, daher wäre es sinnvoll, wenn wir sie auch für pädagogische Zwecke oder im Bildungsbereich einsetzen würden. Es wäre großartig, wenn sich möglichst viele App-Entwickler in spe finden, die Technologie rasant wächst und viele Vorteile bringt.

Das ist
Ulrich Walder

Geboren1948 in Bern, Schweiz
Schloss 1971 das Studium der Bauingenieurswissenschaften an der ETH Zürich ab.
1977 promovierte er mit einer Arbeit zur Berechnung von Schalentragwerken mit der Methode der Finiten Elemente.
Nach zwei Jahren in der Praxis als Bauingenieur gründete er 1981 ein IT-Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung in der Bau- und Immobilienbranche.
Parallel diente er als Zivilist in der Schweizer Armee als Milizoffizier.
Im Rahmen seiner militärischen Laufbahn führte er drei Jahre lang als Kommandant im Range eines Divisionärs die Felddivision 3.
Ab 2004 war Walder am Institut für Bauinformatik der TU tätig und lehrte in den Gebieten Informatik, Computerstatik, CAD, Facility Management und der Geschichte der Baukunst.
Seit 2011 leitet er das Start-up Aionav Systems AG.
In seiner Freizeit beschäftigt sich Ulrich Walder mit der Geschichte der Baukunst, insbesondere mit der Entwicklung der Baustatik. Er besitzt eine umfangreiche Bibliothek mit vielen Erstausgaben naturwissenschaftlicher Werke mit Bezug zur Architekturtheorie.
Mit seiner Partnerin Gerhild Kürzl betreibt er das bekannte Kulturlokal "Schlosskeller Ligist" in der Weststeiermark.
Als Mitglied des Rotary Clubs Graz-Kunsthaus engagiert er sich für Projekte zugunsten von Jugendlichen.

Von der Schweiz nach Graz: TU-Professor Ulrich Walder
  • Von der Schweiz nach Graz: TU-Professor Ulrich Walder
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Informationen zur Aionav Systems AG

Die Aionav Systems AG wurde 2011 als Spin-off der Technischen Universität Graz von Ulrich Walder gegründet.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz hat die operative Tätigkeit an den Standort Graz verlegt.
Derzeit sind bei Aionav drei Mitarbeiter beschäftigt.
Ziel des Unternehmens ist es, den Endnutzern die Gestaltung mobiler Applikationen ohne Programmierung für Online- wie Offline-Nutzung anzubieten.
Neben den flexiblen Elementen und individuellen Designs bieten Aionav Apps auch "Location Based Services" für ortsspezifische Information, Navigation, Positionierung und geführte Touren.
Nach Konzeption der App-Inhalte werden diese in das Aionav App-Studio eingepflegt und nach der Prüfung mit dem Player werden sie vom Team publiziert.
Standort: Lessingstraße 30, 8010 Graz
Web:appyourpassion.com

Gast und Wirtschaft
Promenade: Achtung derzeit geschlossen!

Erzherzog-Johann-Allee 1, 8010 Graz
Telefon: 0316 813 840
E-Mail: promenade@aiola.at
Web: promenade.aiola.at
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag von 9 bis 2 Uhr sowie sonntags von 9 bis 24 Uhr
Beschreibung: Das Promenade gehört zu den Top-Adressen der Grazer Gastronomie und ist ein Treffpunkt für alle Altersgruppen. Auch egal zu welcher Tag- oder Nachtzeit man hinkommt, es gibt immer ein ansprechendes kulinarisches Angebot: Frühstücks- und Mehlspeisenkreationen, Tapas und andere kreative Schmankerl für den großen und kleinen Hunger sowie eine große Cocktail- und Gin-Auswahl lassen keine Wünsche offen.
Das Essen: Passend zu einem Mittwochmorgen gab es ein gemütliches Frühstück. Ulrich Walder entschied sich für einen Kornspitz mit Butter und Marmelade, WOCHE-Redakteurin Martina Maros-Goller wählte zwei weichgekochte Eier im Glas und für WOCHE-Fotograf Jorj Konstantinov gab es Ham & Eggs und frisch gepressten Orangensaft.
Die WOCHE meint: Angenehme Atmosphäre und ein gutes Angebot – das Promenade ist sowohl für berufliche als auch für private Termine eine gute Wahl.

Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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