01.02.2018, 16:03 Uhr

Nach dem Angeln kommt der Hunger: Drei leckere Fischrezepte

Nach einem langen Angeltag will der Fisch gut zubereitet sein. Und das klappt schon in wenigen oder in aufwendigen Schritten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. (Foto: aytalina | pixabay.com)
Eine lange Angelsession neigt sich langsam dem Ende zu. Die ersten Fänge sind gelandet und zum Kochen vorbereitet. Der Hunger naht und wir warten nicht lange bis wir die gefangenen Fische zubereiten können. Im letzten Jahr haben wir drei verschiedene Rezepte getestet und sind zum Entschluss gekommen, dass Forelle, Hecht und Hering für jeden Hobbykoch einfach zu zubereiten ist. Mit dem passenden Equipment könnt ihr auch direkt nach dem Fang die Fische lecker zubereiten. Wir zeigen wie es geht.

Schnell und einfach: Gegrillte Forelle

Die Forelle: Sie gehört zu der Familie der Lachsfische und unterteilen sich in Regenbogenforelle, Bachforelle und Meerforelle. Die Tigerforelle, eine echte Augenweide, ist die Kreuzung aus Bachforelle und Bachsaibling. Für unsere gegrillte Forelle waren wir im Vereinssee und konnten einige Forellen aus dem Wasser ziehen. Ein Grillplatz gab es direkt vor Ort und so haben wir die Forelle dann zubereitet:

  1. Forelle ausnehmen und darauf achten, dass die Milz nicht beschädigt wird. Schuppen entfernen und die Forelle mit klarem Wasser gründlich säubern.
  2. Mit einem Küchentuch den Fisch innen und außen gut trocken tupfen. In der Zwischenzeit kann der Grill angeschmissen werden.
  3. Für die gegrillte Forelle empfehle ich einen Fischgrille, um Müll zu sparen und den Fisch gut durchzugrillen
  4. Die Forelle ausgiebig mit Gewürzen bestreuen. Wir haben uns für Salz und Pfeffer entschieden - der Klassiker.

Die Fische entfalten beim Grillen ein tolles Aroma und können anschließend mit kleinen Kartöffelchen, Rosmarin und einer Zitronenscheibe garniert werden.

Die Kapitalen: Hechtsuppe direkt am See

„Es zieht wie Hechtsuppe“ kennen wir als Sprichwort nur zu gut, hat aber mit dem Rezept nichts am Hut. Die Hechtsuppe ist eine tolle Rezeptvariante. Zwar ist das Fleisch des Hechtes mit unzähligen Gräten durchzogen, di e haben bei diesem Rezept einen guten Nutzen.

  1. Als erstes Hecht ausnehmen, säubern und entgräten. Dauert etwas, aber es lohnt sich.
  2. Fischreste, also Gräten, Flossen und Kopf, im Wasser einkochen. Dazu gibt ihr eine in Scheiben geschnittene Zwiebel, zwei Lorbeerblätter, ein Bund Suppengrün, etwas Salz und Pfeffer hinzu.
  3. Das Ganze zirka 30 Minuten aufkochen und anschließend durch ein feines Sieb seihen, damit auch die kleinsten Gräten nicht in der Suppe landen.
  4. Aus Butter und Mehl bereitet ihr eine helle Mehlschwitze vor und füllt diese mit dem Fischsud auf. Das Ganze nochmal 10 Minuten ziehen lassen.
  5. In der Zwischenzeit könnt ihr das Hechtfleisch (Filet) in kleine Happen schneiden und mit in die Suppe hineingeben. Weitere 10 Minuten ziehen lassen.

Ihr könnt die Suppe nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für die Zubereitung haben wir zwei mit Gas betriebene Campingkocher sowie ein Schneidebrett und scharfe Messer dabei. Das gesamte Zubehör findet ihr auf dieser Seite.


Geräucherte Heringe an der Nordseeküste

Geräucherte Fische essen wir für unser Leben gern. Dabei entfalten die unterschiedlichsten Fische ein tolles Aroma und werden mit dem Buchenaroma durchzogen. Die Zubereitung ist mit der Aufwendigste von den drei Rezepten, aber es lohnt sich allemal.
  1. Nachdem ihr also die Heringe ausgenommen und gut gesäubert habt, legt ihr diese für 12 Stunden in eine Salzlake. Dafür gibt es bereits fertig gemischte Salzlaken, die ihr nur noch in einem Behält mit Wasser verrühren müsst.
  2. Die 12 Stunden sind um und die Fische werden mit einem Küchentuch gut trocken getupft. Für 2-3 Stunden könnt ihr die Heringe an einem Räucherhaken in einem trockenen und dunklen Raum zum Trocknen aufhängen.
  3. Buchenholz anzünden und zum „rauchen“ bringen (dafür gibt es eine passende Mulde). Heringe am Räucherhaken in den Räucherofen hängen, Gasbrenner anzünden und den Räucherofen schließen
  4. Nach ca. 20 Minuten sind die Heringe goldbraun und saftig von innen. Kleiner Tipp am Rande: Kleine Zahnstocher waagerecht im Bauchraum öffnen diesen und der Buchenrauch durchzieht den ganzen Fisch.

Die geräucherten Heringe haben wir direkt warm verspeist. Dazu gab es wieder kleine Rosmarinkartoffeln und einen leckeren Krautsalat.

Wichtige Hinweise


Egal wo ihr euch befindet, vergewissert euch, dass das Räuchern, Grillen oder Kochen am Angelplatz erlaubt ist. Vermeidet so gut es geht Müll und nimmt entstandenen Müll immer mit. Das Angeln und Kochen in der Natur kann so schön sein. Das verdanken wir oft einer frischen und sauberen Natur, die wir gerne beibehalten lassen wollen. Neben dem Kochen, ist auch das Verhalten beim Angeln wichtig. Angler sind Naturschützer und halten sich verschiedene Regeln. So zählen neben der Müllvermeidung, auch Ruhe, ein respektvoller Umgang und keine Tierquälerei dazu.

• Tipp: Wie ihr effektiv und nachhaltig Müll vermeiden könnt, erfahrt ihr hier.
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