26.07.2017, 14:01 Uhr

Aktion 20.000: So soll die Zahl der älteren Langzeitarbeitslosen sinken

Aktion 20.000: Karl-Heinz Snobe, Alois Stöger und Josef Muchitsch bei der ersten Bilanz über die Pilotregion Deutschlandsberg-Voitsberg. (Foto: KK)

Das Arbeitsmarktservice und Sozialministerium zogen eine erste Bilanz der Aktion 20.000. Seit 1. Juli werden Jobs für langzeitarbeitslose und über 50 Jahre alte Menschen geschaffen.

11.000 Über-50-Jährige Arbeitslose sind in der Steiermark gemeldet, davon sind 5.500 bereits länger als ein Jahr arbeitslos und somit langzeitarbeitslos. Aufgrund dessen wurde heute von Sozialminister Alois Stöger, Nationalratsabgeordneten Josef Muchitsch und AMS Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe die Aktion 20.000 präsentiert, bei der es darum geht genau diesen Menschen Chancen auf einen Beruf zu geben.

Deutschlandsberg und Voitsberg als Pilotregion

"Die Langzeitarbeitslosigkeit betrifft Über-50-Jährige zur Zeit mehr als junge Menschen. Die Älteren leiden darunter, dass sie, aufgrund unbrechtigter Vorurteile, nicht mehr aufgenommen werden", erklärte Alois Stöger die momentane Situation. Hierfür wurde die Aktion 20.000 gegründet, die am 1. Juli in einigen Pilotregionen startete und bereits erfolgreich angelaufen ist. "Hier wurden bereits 51 Arbeitsplätze besetzt und weitere 97 offene Stellen wurden dem AMS gemeldet. Insgesamt sollen 200 Berufe, davon 110
in Deutschlandsberg und 90 Voitsberg, in den beiden Bezirken geschaffen werden", erzählte Karl-Heinz Snobe über die steirische Pilotregion Weststeiermark.

"Arbeitsplätze mit Perspektive und Würde"

Bis 1.Januar 2018 sollen in Gemeinden, sozialen Unternehmen, Vereinen und Organisationen 20.000 neue Arbeitsplätze in ganz Österreich geschaffen werden. Dies vor allem in den Regionen. "Es ist wichtig, dass es sinnvolle Arbeitsplätze sind, die bereits vorhandene Arbeitsplätze nicht verdrängen. Die Betroffenen sollen Berufe finden, die mit Würde verbunden sind, sodass sie sich wieder als wichtigen Teil unserer Gesellschaft sehen und mit Zuversicht in die Zukunft blicken", so Stöger weiter.
Ziel ist es Arbeitsplätze zu schafffen, die auf Vollzeitbasis beruhen und die Beschäftigen vollversichert sind. Das Mindestausmaß soll 30 Wochenstunden betragen. "Es sind echte Jobs, die Perspektive geben und ein gesellschaftlicher Mehrwert sind", sagte Stöger abschließend. 

40 Prozent weniger Arbeitslose in der Steiermark

"Wir wollen Sozialpolitik leben und jede Zahl in der Statistik hat ein Gesicht", betonte Nationalratsabgeordneter Josef Muchitsch, der Vorsitzender des Sozialausschusses ist. Vor allem die enge Zusammenarbeit in den Gemeinden soll helfen, langfristige Jobs zu schaffen. Der Bürgermeister von Eibiswald Andreas Thürschweller betone ebenfalls die Wichtigkeit dieser Aktion und meinte, dass es den Menschen direkt zugute komme.
Für diese Aktion werden bis Mitte 2019 bis zu 778 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Allein in der Steiermark sollen bis 2018 mindestens 40 Prozent, das entspricht 2.200 Menschen, der Langzeitarbeitslosen im Alter über 50 Jahren einen neuen Arbeitsplatz erhalten.

Hier geht es zu allen Informationen über die "Aktion 20.000" auf der Homepage des Sozialministeriums.
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