Freiwillige helfen
Gemeinsamer Kampf gegen invasive Pflanzen an der Pöllauer Safen

Gruppenfoto
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  • Freiwillige packten bei Neophytenmanagement-Tag an der Pöllauer Safen gemeinsam an
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Freiwillige zogen beim Neophytenmanagement-Tag an der Pöllauer Safen mit bloßen Händen gegen Springkraut und andere gebietsfremde Pflanzen zu Felde.

PÖLLAU. Freiwillige rückten Problempflanzen an der Pöllauer Safen mit bloßen Händen zu Leibe und zogen dabei alle an einem Strang, egal ob Fachfrau oder Hobbygärtner. Rund um Valerie Kleinschid von der Regionalentwicklung Oststeiermark und Sabrina Wagner, Geschäftsführerin des Naturparks Pöllauer Tal, versammelte sich eine bunte Truppe aus Naturliebhabern, um dem Ufer zu mehr Vielfalt zu verhelfen. Mit dabei war auch Botaniker Heli Kammerer, der sein Wissen über gebietsfremde Pflanzen mit der Gruppe teilte.

Pesonen im Wald
  • Bei einer intensiven Einschulung erklärte Heli Kammel der Gruppe, wie man Neophyten erkennt und richtig gegen sie vorgeht
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Thema mit Nachdruck

Anlass für die Veranstaltung war, dass das Thema Neophyten in den vergangenen Monaten immer wieder aufgetaucht war, sowohl im Rahmen des Vernetzungsformates "Grüner Tisch" als auch bei zahlreichen Auswärtsterminen. Angesichts dessen entschieden sich die Organisatoren, einen eigenen Tag der Sache zu widmen, um Handlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten. Der Weg führte die Gruppe in ein kühleres Rückzugsgebiet im Naturpark, wo die Ausbreitung invasiver Pflanzen entlang der Safen besonders deutlich sichtbar war.

Praxis vor Theorie

Nach kurzen Eröffnungsworten übernahm Heli Kammerer, Geschäftsführer "Grünes Handwerk" den fachlichen Teil und ging dabei bewusst zuerst in die Praxis, bevor die Hintergründe erläutert wurden. Er sammelte im Vorfeld Erfahrungswerte der Teilnehmenden und ging in weitere Folge auf die vielfältigen Herausforderungen im Umgang mit gebietsfremden Pflanzen ein. Mittlerweile gibt es mehr als 1500 solcher Neophyten in Österreich, also Pflanzen, die ursprünglich nicht heimisch waren, sondern durch den Menschen ins Land kamen.

Botaniker Heli Kammerer erklärte den Teilnehmenden anschaulich, wie man Neophyten sicher erkennt | Foto: MeinBezirk
  • Botaniker Heli Kammerer erklärte den Teilnehmenden anschaulich, wie man Neophyten sicher erkennt
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Grenzen der Behörden

In der Diskussion wurde deutlich, dass Behörden bei der Bekämpfung invasiver Arten oft nur eingeschränkt tätig werden können, da die Verantwortung in erster Linie bei den Grundstückeigentümerinnen und -eigentümern liegt. 
Als besondere Herausforderung wurde die Verbreitung von Springkraut entlang von Forststraßen im Zuge der Holzabfuhr angesprochen. Ein ein- bis zweimaliges Mähen vor der Blüte wurde als wirksame Maßnahme genannt, damit sich die heimische Schlagflora wieder durchsetzen kann.

Springkraut
  • Springkraut breitet sich entlang der Pöllauer Safen stark aus und verdrängt zunehmend heimische Pflanzenarten
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Breite Beteiligung 

Unter den Teilnehmenden fanden sich neben Mitgliedern des "Grünen Tisches" und privaten Gartenbesitzerinnen und -besitzern auch Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksforstinspektion Hartberg und Fürstenfeld sowie eine Klimamanagerin mit wissenschaftlichem Hintergrund im Bereich invasiver Arten. Nach der fachlichen Einführung wurde in zwei besonders stark betroffenen Bereichen tatkräftig zugepackt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ein gutes Stück Ufer war am Ende deutlich springkrautfreier als zuvor. Bei einer Gemeinsamen Jause vom Bauernladen Pöllau ließ die Gruppe den Nachmittag gemütlich ausklingen. Veranstalter waren die Regionalentwicklung Oststeiermark, der Naturpark Pöllauer Tal und die Naturschutz-Akademie Steiermark, im Rahmen der Landesinitiative "Naturverbunden Steiermark".

Gruppe von Personen
  • Trotz der Hitze fanden sich zahlreiche Personen zum Neophytenmanagement-Tag ein
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