Du möchtest dieses Profil zu deinen Favoriten hinzufügen?
Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde dich an, um neue Inhalte von Profilen und Bezirken zu deinen persönlichen Favoriten hinzufügen zu können.
Obstbauern an Existenzgrenze – Branche agiert offensiv bei Klimawandelanpassung: Agrarlandesrätin Simone Schmiedtabuer, Präsident Andreas Steinegger und Obstbau-Obmann Manfred Kohlfürst
Erntestart am Obsthof Singer in Untertiefenbach: Rekordhitze und ausbleibender Regen lassen steirische Apfelernte heuer deutlich kleiner ausfallen.
KAINDORF/STEIERMARK. Rund 900 Apfelbetriebe bewirtschaften in der Steiermark knapp 4.600 Hektar und sichern damit mehr als 3.000 Arbeitsplätze in der Region. Beim Erntestart am Obsthof Singer in Untertiefenbach zogen Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer, Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger, Obmann der steirischen und österreichischen Obstbauern Manfred Kohlfürst und Familie Singer, heuer gemeinsam eine durchwachsene Bilanz.
Ernte fällt deutlich kleiner aus
Die heurige Apfelernte wird mit 90.000 Tonnen um etwa ein Drittel kleiner ausfallen als im vergangenen Jahr, als noch rund 138.000 Tonnen geerntet wurden. Grund dafür sind die extremen Sommermonate mit Temperaturen von über 35 Grad und einer außergewöhnlichen Niederschlagsarmut. Statt der üblichen rund 230 Liter pro Quadratmeter fielen in dieser Zeit nur etwa 38 Liter. Besonders auf sandigen und schottrigen Böden blieben die Früchte in ihrer Entwicklung zurück, vereinzelt vertrockneten sogar ganze Bäume. Auch Sonnenbrand an den Früchten macht den Obstbauern zu schaffen. Trotz der kleineren Ernte soll die Versorgung Österreichs mit steirischen Äpfeln gesichert bleiben, heißt es seitens der Landwirtschaftskammer.
"Jeder Tag, an dem der Regen ausbleibt und die Hitze anhält, verringert sich die steirische Apfelernte. Die Dürrekatastrophe bringt viele Obstbauern an ihr Limit und an ihre Existenzgrenzen." Andreas Steinegger, Landwirtschaftskammer-Präsident
Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer richtet eindringlichen Apell an Bevölkerung heimische Äpfel zu essen.
Ein positiver Nebeneffekt der Trockenheit: Die Äpfel sind heuer zwar kleiner, dafür aber besonders aromatisch und reich an Inhaltsstoffen. Von den vergangenen zehn Ernten galten allerdings nur vier tatsächlich als wirtschaftlich tragfähig für die Betriebe.
Wasser als Lebensader für Betriebe
Am Obsthof Singer selbst zeigt sich, wie wichtig Wasser für die Zukunft des Obstbaus geworden ist. Der Betrieb produziert neben Äpfeln auch Birnen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Kirschen, Pfirsiche und Zwetschken, betreibt einen Hofladen und verarbeitet einen Teil der Ernte zu Saftspezialitäten, Apfelessig, Edelbränden und Mosten. Bereits vor mehreren Jahren wurden zwei Wasserspeicherbecken zur Frostberegnung errichtet, zuletzt wurde ein bestehender, jahrzehntealter Speicherteich saniert und um eine Bewässerungsfunktion erweitert. Insgesamt sind damit elf Hektar der Flächen für Frostberegnung und Tröpfchenbewässerung ausgelegt, weitere Flächen werden nachts über die Ortswasserleitung bewässert. Neben der Trockenheit und Hitze setzt den Kulturen am Betrieb auch Hagel in den letzten Jahren zu. Früchte, die dadurch nicht mehr für den Verkauf geeignet sind, verarbeitet der Hof weiter, etwa zu Apfelchips.
"Ein Apfel mit Berostung schmeckt oft sogar intensiver. Der Apfel hat Stress am Baum gehabt, und der Stress macht Aroma und Antioxidantien. Es ist also nicht so, dass so ein Apfel nicht genießbar ist - teilweise ist er sogar gesünder." Josef Singer, Obstbauer
Familie Singer schützt Ernte durch Frostberegnung und Bewässerung.
Das Land Steiermark fördert seit 2024 Investitionen in Bewässerungsprojekte mit bis zu 65 Prozent der Kosten, was österreichweit die höchste Förderung dieser Art darstellt. Seither haben knapp 200 Betriebe mehr als acht Millionen Euro in neue Beregnungssysteme investiert. Mittlerweile kann rund ein Drittel der steirischen Apfelanbaufläche bewässert werden. Ergänzend gibt es eine Risikoversicherung, bei der Bund und Land 55 Prozent der Prämie übernehmen.
Steiermark bleibt Obstgarten Österreichs
Rund 76 Prozent der gesamten österreichischen Apfelanbaufläche liegen in der Steiermark, das Land gilt damit weiterhin als Obstgarten Nummer eins des Landes. Der Bioanteil an der Apfelanbaufläche liegt bei 23 Prozent. Ein steirischer Apfel legt bis ins Geschäft im Schnitt rund 150 Kilometer zurück, während Importware etwa aus Neuseeland bis zu 19.000 Kilometer unterwegs ist. Die gesamte Apfelanbaufläche in der Steiermark ist im Vergleich zum Vorjahr um rund drei Prozent zurückgegangen.
"Der Klimawandel stellt unseren Obstbau vor immer größere Herausforderungen. Hitze, Dürre und Spätfrost sind längst keine Ausnahme mehr, sondern stehen mittlerweile regelmäßig an." Simone Schmiedtbauer, Agralandesrätin
Wasser ist entscheidend für die Zukunft des heimischen Obstbaus. V. l.: Obstprinzessin Katharina, Präsident Andreas Steinegger, Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer, Obstbauern Victoria und Seppi Singer, Obstbau-Obmann Manfred Kohlfürst und Obstkönigin Hannah.
Neben den Wetterextremen bereitet den Obstbauern auch der anhaltende Strukturwandel Sorgen. Vielerorts ist die Nachfolge in den Betrieben ungeklärt. Die Interessenvertretung fordert daher neben Investitionsanreizen auch faire Abnahmebedingungen durch den heimischen Einzelhandel sowie einen Vorrang für heimische Produkte gegenüber ausländischer Konkurrenzware. Am Obsthof Singer selbst blickt man trotz der schwierigen Saison zuversichtlich nach vorn, drei Kinder der Familie stehen bereits in den Startlöchern, um den Betrieb zu übernehmen.
Viele Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in die Gewinnung neuer Kundinnen und Kunden. Dabei wird oft übersehen, wie viel Potenzial bereits in der bestehenden Stammkundschaft steckt. Wer regelmäßig gekauft hat, kommt meist auch gerne wieder. Vorausgesetzt, der Kontakt bleibt bestehen. STEIERMARK. Genau hier setzt die MeinBezirk App an. Sie unterstützt regionale Betriebe dabei, mit ihrer Kundschaft in Verbindung zu bleiben und gleichzeitig neue Interessierte aus der Umgebung zu erreichen....
Vor drei Jahren wurde mit dem zweiten Standort in Grafendorf ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Auto Pieber gesetzt. Und nun folgt bereits der nächste: Mit einem rund 2.000 Quadratmeter großen Zubau investiert das Familienunternehmen in modernste Technik, zusätzliche Arbeitsplätze und noch mehr Service für Kundinnen und Kunden. Eröffnet wurde der neue Zubau offiziell am 20. Juni. GRAFENDORF. Was 2022 mit der Übernahme des Standorts in Grafendorf begann und nach...
BAD BLUMAU. Eine Gemeinde welche aufgrund ihrer vielen Erholungsorte auch außerhalb der Therme jährlich viele Touristen anzieht. Auch die 1.672 Einwohner:innen schätzen ihren Heimatort aufgrund der guten Lage und der besonderen Dorfgemeinschaft. Aktuelles aus der GemeindeMit Ende des Jahres eröffnet das neue Haus der Gesundheit in Bad Blumau. Es vereinfacht den Alltag der Einwohner:innen, denn in diesem Gebäude befinden sich ein Arzt für Allgemeinmedizin, ein Physiotherapeut, ein medizinischer...
Was vor zehn Jahren mit einer kleinen Kupferdestillerie im Keller und einer spontanen Idee auf einer Genussreise begann, hat sich mittlerweile zu einer erfolgreichen, regionalen Spirituosenmanufaktur entwickelt. Mit der neuen Destillerie in Buch-St. Magdalena schlagen die Gründer von Fuxbau Gin nun das nächste Kapitel in ihrer Erfolgsgeschichte auf. BUCH-ST. MAGDALENA. Zehn Jahre lang entstand der charakteristische Fuxbau Gin im Keller des Elternhauses von Andreas Bauer. Nun war für ihn und...
Hin und wieder braucht es eine kleine Auszeit von der Arbeit, den Verpflichtungen und Familie, in der man sich mit seinen Freunden eine schöne Zeit macht. Mit unserem neuen Gewinnspiel geben wir euch die Möglichkeit endlich wieder einmal gemeinsam Spaß zu haben und bis tief in die Nacht zu zocken. Gemeinsam mit Streamhouse, Österreichs erstem Hotel für Gamer, verlosen wir 2 Gutscheine für eine unvergessliche Zeit mit Freunden und Freundinnen. Ausgestattet mit modernen Gaming-Bereichen,...
Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.