Radfahren im Winter
Gemeingefährlich oder umweltbewusst?

Die Geister scheiden sich, wenn es darum geht, ob man bei Schneefall Rad fahren sollte oder nicht.
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  • Die Geister scheiden sich, wenn es darum geht, ob man bei Schneefall Rad fahren sollte oder nicht.
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

Fahrradfahren wird allgemein als gesundes Fortbewegungsmittel angesehen. Das ändert sich schlagartig, wenn der erste große Schnee kommt. Da zeigen Autofahrer den Radfahrern den Vogel (und umgekehrt) und auch in den sozialen Netzwerken lassen sich die Leute über "verantwortungslose Trottel" aus. Fakt ist, dass sich viele das Rad auch in der kalten Jahreszeit nicht nehmen lassen wollen und lieber die rutschige Schneefahrbahn in Kauf nehmen als Öffentliche Verkehrsmittel, das Auto oder das zu Fuß gehen.

INNSBRUCK. Auch im Radmasterplan ist vorgesehen, das Radfahren im Winter populärer zu machen. In Innsbruck gibt es selten mehr als 20 Tage im Jahr, in der die Stadt in Schnee versunken wäre und damit die Wege für Radfahrer unbefahrbar.

Um die Radfahrer aber auf längere Zeit im Jahr zum Radfahren zu motivieren, braucht es auch Verbesserungen. Die größte Herausforderung ist hierbei die Schneeräumung. Radfahrer bekommen oft mit, dass die Straßen frei geräumt sind und die Radwege wochenlang mit Schnee überlagert. Um die Schneeräumung "gleichberechtigter" zu machen, bräuchte es mehr Geräte und mehr Personal, damit auch diese Schneemassen in absehbarer Zeit von den Radwegen entfernt werden. Der Plan liegt schon vor: Eine tägliche Betreuungszeit von 6 bis 22 Uhr soll gewährleistet werden, die vorrangigen Radwege sollen mindestens zweimal am Tag, die restlichen Wege einmal oder anlassbezogen (z.B. bei Vereisung) geräumt werden. Im derzeitigen Winter wird die Idee noch nicht umgesetzt, erklärt Teresa Kallsperger, Fuß- und Radkoordinatorin der Stadt. Die die betroffenen Ämter – Grünanlagenamt (Räumung der Radwege in Grünanlagen) und Straßenbetrieb – benötigen Zeit für Organisation, personellen Einsatz und Planung. 

Fahren Sie bei winterlichen Verhältnissen mit dem Fahrrad?

Tipps und Tricks: So schrotten sie ihr Rad nicht zur Gänze im Winter

Der Winter ist wohl der härteste Feind des Radfahrers. Salz, Kälte und Feuchtigkeit setzen  Rahmen, Schrauben und der Kette zu. Ein paar Dinge sollte man als Winterfahrer beachten – nicht nur, um das Fahrrad am Laufen zu halten, sondern auch um bei Eis und Schnee sicher unterwegs zu sein. Ausführliche Tipps gibt es in einer Broschüre des Bundeministeriums aus dem Jahr 2015. 

Kleidung

  • übliche Winterbekleidung, in der man sich gut bewegen kann: Mütze, Schal, Handschuhe, warme Jacke
  • Reflektoren, um in dunklen Abenden besser gesehen zu werden
  • winter- und wasserfestes Schuhwerk

Einstellungen am Fahrrad

  • Sattel sollte nicht zu hoch sein, um sicher absteigen zu können
  • Sattelschutz gegen Nässe und Kälte wird empfohlen
  • breite Reifen mit großem Profil nutzen
  • bei viel Schnee: Für bessere Bodenhaftung Luftdruck reduzieren oder Spikes benutzen
  • geschlossener Kettenkasten schützt die Fahrradkette
  • abnehmbare Lichter mit hineinnehmen: Akkus entladen sich sonst schneller in der Kälte
  • Schutzblech gegen Schneematsch

Für weitere Tipps bezüglich richtiger Fahrtechnik und die Winterwartung des Fahrrades finden sie hier.

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