Umfrage
80% befürworten Maskenpflicht in Supermärkten zur Eindämmung des Coronavirus

Tourismus in Innsbruck stark eingebrochen, auch der Handel ist betroffen. Aber was sagen die Konsumenten?
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Covid-19 hält die ganze Welt weiterhin im Würgegriff und sorgt laut aktuellen Zahlen des WIFO auch hierzulande für einen historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung (-12,8% im zweiten Quartal 2020). Innsbruck verzeichnete in Juni 36.534 Nächtigungen, das entspricht einem Minus von 77,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, damals 162.016 Nächtigungen. Im Juli 2019 waren es dann über 200.000 Nächtigungen in Innsbruck. Aber auch der Handel ist schwer betroffen. Im Schnitt rechnen die österreichischen Handelsunternehmen heuer mit einem Umsatzrückgang von -32%. Doch wie sieht es auf Konsumentenseite aus? Dieser Frage ist der Handelsverband gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitute Mindtake in der jüngsten Ausgabe des Consumer Check nachgegangen.

Corona-Schutzmaßnahmen

"Was die am 24. Juli wiedereingeführte bundesweite Maskenpflicht in Supermärkten betrifft, hat die Bevölkerung eine klare Meinung: Fast 80% befürworten diese Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Generell werden folgende Anti-Covid-Maßnahmen von der heimischen Bevölkerung als am sinnvollsten eingestuft:

  • Einhaltung eines Mindestabstandes von 1m (50%)
  • Regelmäßiges Händewaschen (49%)
  • Tragen von Schutzmasken (47%)
  • Vermeiden von Menschenmassen (47%)
  • Regelmäßige Desinfektion (22%)
  • Auf Auslandsreisen verzichten (18%)
  • Stärken des eigenen Immunsystems (15%)

Online-Handel mit Plus

23% der Österreicher kaufen seit Beginn der Krise verstärkt im Onlinehandel ein. Andererseits geben 15% an, seit Krisenbeginn weniger online zu shoppen, im klassischen Handel beläuft sich der Anteil der "Einkaufsmuffel" allerdings auf 24%. "Corona wirft wie befürchtet einen langen Schatten auf das Konsumklima. Das zeigt sich jetzt insbesondere bei kostspieligen Anschaffungen, etwa Autos. Mehr als jeder fünfte Österreicher verschiebt zurzeit größere geplante Anschaffungen im Handel oder streicht diese komplett", bestätigt Rainer Will.

Freizeitverhalten

Das Freizeitverhalten hat sich Corona-bedingt in folgenden Bereichen intensiviert:

  • Internetsurfen (36%)
  • Selber kochen (36%)
  • Fernsehen (34%)
  • Spazieren (31%)
  • Telefonieren (30%)

Positives Zeugnis

Überwiegend positiv bewerten Frau und Herr Österreicher die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der gesundheitlichen Folgen der Corona-Krise: 23% vergeben dafür die Note "Sehr gut", 43% ein "Gut", 21% ein "Befriedigend", 7% ein "Genügend" und 6% ein "Nicht genügend". Etwas besser als noch vor einigen Wochen bewerten die heimischen Konsumenten auch die Bemühungen der Regierung, den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie entgegenzutreten. 11% der Befragten vergeben hierfür ein "Sehr gut", 29% ein "Gut", 31% ein "Befriedigend", 14% ein "Genügend" und 15% ein "Nicht genügend". Die Bewertung der Bürger weicht naturgemäß deutlich von jener ab, welche die Unternehmen als Betroffene abgegeben haben. "Wir haben die Gesundheitskrise bislang besser gemeistert als die meisten anderen Länder. Bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen wurde zuletzt an den richtigen Stellschrauben gedreht. Unsere Betriebe sind sich jedoch einig, dass neben dem Konjunkturprogramm im Herbst und der Fortführung der Kurzarbeit noch weitere Schritte folgen müssen, da die Krise lange Schatten auch in 2021 werfen wird. Konsum ist Psychologie. Wichtig ist sowohl der Bevölkerung als auch der Wirtschaft, dass möglichst klare und nachvollziehbare Maßnahmen auf einem gesundheitsbehördlichen Fundament gesetzt werden. Das schafft Planbarkeit und trägt zu einem Klima der Zuversicht bei. Stets unter dem Motto: lokal vor regional vor national", sagt Rainer Will im Namen des Handelsverband-Präsidiums.

Info

Im Zuge des Handelsverband Consumer Check werden im Lauf des Jahres die österreichischen Konsumenten zu 12 speziellen Themen oder Ereignissen im Handel befragt. Der Studie wird von Mindtake, einem der führenden Full-Service Online Markt- und Meinungsforschungsinstitute im deutschsprachigen Raum, durchgeführt. Nähere Informationen unter: www.mindtake.com/de

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