Wetter in Kärnten - laufendes Update
Montag: Vorerst letztes Tief kommt auf uns zu

Mobiler Hochwasserschutz an der Gurk.
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  • Mobiler Hochwasserschutz an der Gurk.
  • Foto: Bezirksfeuerwehrkommando St. Veit/Glan
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Was ist heute, Montag, passiert?
In Bad Kleinkirchheim wurde ein Mann von einer Mure verschüttet, er konnte nur noch tot geborgen werden. Am Montag kämpfte der Bezirk St. Veit mit Hochwasser. In der Nacht soll es wieder regnen und schneien, auch morgen, Dienstag. Einige Schulen in Oberkärnten bleiben daher morgen immer noch zu.

Aktuelle Infos von Montag

22.20 Uhr: Verkehrs-Infos
Mit dem Link zu den aktuellen Verkehrsinfos – die sind auch noch unter diesem Link in der Fürh aktuell – wünschen wir euch eine hoffentlich ruhige Nacht! Vielen Dank an den unglaublichen Einsatz aller Einsatzkräfte!

21.56 Uhr: Gurk, Straßburg und Brückl werden weiter beobachtet
Der St. Veiter Krisenstab traf sich nochmal, um den heutigen Tag zu besprechen. Das Wichtigste: Dich Hochwasserschutz-Dämme konnten gesichert werden. Die örtlichen Feuerwehren beobachten über die Nacht neuralgische Stellen. Das wären Gurk, Straßburg und Brückl. In Sandboden sind noch Pumpen aktiv, um das hohe Grundwasser zu kontrollieren. Man ist zuversichtlich, dass das Schlimmste überstanden ist. Denn die Pegelstände weisen eine fallende Tendenz auf. 
Ohne Strom sind noch bis morgen einige Haushalte in Pölling und Mölbling.

21.50 Uhr: Traurige Bilder postet das BFK Hermagor

19.59 Uhr: Noch eine Schule im Bezirk Spittal bleibt geschlossen
Auch die Volksschule Baldramsdorf bleibt morgen zu, berichtet das Land Kärnten. 

18.26 Uhr: Arriach von Hangrutsch bedroht
Drei Häuser wurden in Arriach evakuiert, weil ein Hang abrutschen könnte – im Bereich Klösterle. 

18.18 Uhr: 1.100 m3/s in Lavamünd am Dienstag
Der Hydrographische Dienst des Landes geht für morgen, Dienstag, von einem natürlichen Zufluss der Drau in Lavamünd von 1.100 m3/s aus (+/- 150). 

18.04 Uhr: weitere Schulschließungen morgen
Aus dem Bezirk Spittal werden nun für morgen, Dienstag, weitere geschlossene Schulen gemeldet:

  • VS Heiligenblut
  • VS Großkirchheim
  • VS Mörtschach
  • VS und NMS Obervellach
  • VS und NMS Winklern

17.40 Uhr: die Lage in Brückl
In Brückl sind derzeit fünf Feuerwehren im Einsatz. Sandsäcke sollen vor dem Hochwasser schützen. Aktuell soll keine Gefahr für das Werk der Donau-Chemie bestehen, doch die Betriebsfeuerwehr steht bereit. Ein Wohnhaus musste evakuiert werden. 

Auf der Unteralpe in Metnitz gab es einen kleinräumigen Murenabgang.

Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch gibt bekannt:

"Die Pegelstände im oberen Gurktal gehen langsam zurück, die Spitzenwelle ist dort durch. Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt, da die Dämme durchnässt sind."

17.13 Uhr: Gurk macht in Brückl Probleme
Die FF Eberstein meldet eine über die Ufer tretende Gurk in Brückl – zwischen St. Veiter und Klagenfurter Straße!

17.12 Uhr: Bilder unserer Leserreporter

Mautbach Greifenburg

16.58 Uhr: Viele Schüler haben morgen weiterhin frei
Das Land Kärnten teilt mit, dass auch morgen einige Schulen in Oberkärnten geschlossen bleiben. 
Vorerst wurden aufgrund der gefährlichen Situation folgende Schulen gemeldet:

  • VS Stall
  • Nationalpark-VS Mallnitz
  • VS Irschen
  • VS Flattach
  • VS Reißeck
  • VS Lind im Drautal
  • VS Berg im Drautal
  • Bildungszentrum St. Lorenzen im Lesachtal

Ersatzunterricht statt normalem Unterricht bieten morgen die Schulen in Weißensee und Greifenburg.
Es gilt: Geschlossene Schulen müssen trotzdem für eine Betreuung sorgen, wenn jemand doch zur Schule kommt. Auch die Kindergärten in den betroffenen Gemeinden sollten schließen.

16.54 Uhr: Die A 10 ist wieder frei
Weil bei Paternion-Feistritz ein Hang drohte, abzurutschen, war die A 10 Tauernautobahn zwischen Spittal-Ost und Villach-West gesperrt. Nun gibt es freie Fahrt in Richtung Villach, allerdings nur auf einer Spur. 
Ein Teil des Hangs wurde mit Hilfe eines Baggers "entschärft", eine Betonleitwand wurde aufgebaut. Pannenstreifen und erster Fahrstreifen bleiben aber voraussichtlich bis morgen Abend gesperrt, denn in der Nacht sollen wieder Niederschläge folgen.

Der Problem-Hang an der A 10 bei Paternion-Feistritz.
  • Der Problem-Hang an der A 10 bei Paternion-Feistritz.
  • Foto: Asfinag
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

16.47 Uhr: Zivilschutzwarnung für Baldramsdorf aufgehoben
Auch die Zivilschutzwarnung für Baldramsdorf wurde nun aufgehoben. Die L 5 von Spittal nach Baldramsdorf ist wieder frei, von Lendorf aus kann man bis Gendorf zufahren.
Die Zivilschutzalarme in Mallnitz, Obervellach, Reißeck, Berg im Drautal und Feld am See bleiben allerdings bestehen. Die dortigen Bewohner sollen weiterhin in ihren Häusern bleiben!
Ebenso bestehen bleibt die Zivilschutzwarnung für Flattach.

16.36 Uhr: Ab 19 Uhr wird Sperre von Lavamünd aufgehoben
Die Marktgemeinde Lavamünd informiert, dass die Sperre des Ortszentrums um 19 Uhr aufgehoben wird. Morgen sollen auch die Kinder wieder die Schulen und den Kindergarten besuchen können. Man soll sich dennoch vom Uferbereich der Drau fernhalten!
Es heißt: "Der Durchfluss der Drau in Lavamünd wird bis auf weiteres auf höherem, aber für uns überschaubaren Niveau gehalten."

Über die Draubrücke gibt es ein temporär verordnetes Fahrverbot der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt – auch das wird um 19 Uhr aufgehoben.

16.27 Uhr: Muren in der Teuchl
In der Teuchl im unteren Mölltal sind Muren abgegangen.

16.06 Uhr: Kötschach bis Birnbaum wieder frei
Positive News aus dem Lesachtal! Die B 111 (Abschnitt Lesachtal) ist von Kötschach bis Birnbaum wieder für den gesamten Verkehr freigegeben. Die Sperre zwischen Birnbaum und Mattling wird noch anhalten müssen – wahrscheinlich eine Woche lang. Der Grund ist eine Rutschung, welche die Straße unterspült hat. 
Auch zwischen Maria Luggau und der Landesgrenze zu Osttirol bleibt die Sperre sicherheitshalber aufrecht – bis morgen in der Früh.

16.02 Uhr: Ein Video der Mure in Baldramsdorf

15.59 Uhr: Ein Video von Lavamünd

15.54 Uhr: Diese Fotos erreichten uns vom Ferndorfer Strandbad

Ferndorfer Strandbad geht baden

15.51 Uhr: In Sandboden sind Dämme zu sichern
Im Bezirk St. Veit rudert man zurück. Die Rückkehr in die evakuierten Häuser in Sandboden ist doch nicht möglich. Zuerst müssen die Dämme gesichert werden. 

15.47 Uhr: Verkehrsbehinderungen im Bezirk St. Veit

  • Sperre der Straße vom E-Werk Muschk Richtung Stammersdorf
  • Ortsgebiet von Weitensfeld Ost für den Verkehr gesperrt (örtliche Umleitung)
  • L 62 im Bereich Zienitzen und Höhe Grades nur einspurig für PKW befahrbar
  • Kappeler Straße: Komplettsperre im Bereich Gurker Brücke
  • Pöckstein: Zufahrt zu Haus 6-8 nicht möglich
  • Gösselinger Landesstraße Höhe Pölling Richtung Gösseling nur einspurig befahrbar

15.39 Uhr: Hotspot an der Gurk ist Ortsteil Sandboden
Im Bezirk St. Veit bleibt die Lage angespannt. Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch berichtet:

"Hotspot ist nach wie vor die Gurk. Der mobile Hochwasserschutz konnte gehalten werden. Im Ortsbereich Sandboden kam es trotzdem zu einem großen Wassereintritt. Kanäle werden abgedichtet, Lösungen werden versucht. Von 16 bis 16.30 Uhr dürfen die Gurker Bewohner in ihre evakuierten Häuser, um persönliche Sachen zu holen. Wie lange die Evakuierung aufrecht bleibt, ist derzeit noch ungewiss."

Die Ortsrettungsstelle Gurk ist vom Roten Kreuz besetzt – auch über Nacht. In Gurk ist der Alexejew-Hof zum Teil überflutet, die Kälber wurden von einem benachbarten Bauernhof aufgenommen.

Auch hier: Straßburg

15.18 Uhr: Bilder von der Drau
Unser Regionaut Günter Klaus aus Spittal war mit der Kamera in der Regenpause entlang der Drau unterwegs.

.........die Unwetter der letzten 2 Wochen machen den Kärntnern richtig Angst.....

14.22 Uhr: Arbeitsunfall bei Aufräumarbeiten
An der Katschberg Bundesstraße war heute ein 47-jähriger Mann mit dem Aufräumen beschäftigt. Er hob mit einem Holzkran eine umgestürzte Fichte an. Der Wurzelteller war noch dran. Er pendelte beim Anheben des Baumes aus, die Fichte hob sich vorne leicht an und traf einen 51-jährigen Arbeiter aus Kremsbrücke am Oberkörper. Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus Spittal gebracht.

14.20 Uhr: "Unser aufrichtiges Beileid der Familie"
Öffentlich sprechen Landeshauptmann Peter Kaiser und Katastrophenschutz-Referent Daniel Fellner den Angehörigen des in Bad Kleinkirchheim verstorbenen Mannes ihr Beileid aus. 

14.14 Uhr: Tauernstrecke bleibt gesperrt
Neuigkeiten von den ÖBB nach dem Erkundungsflug:

  • Die Tauernstrecke bleibt gesperrt – voraussichtlich bis Samstag, 23. November, 6 Uhr. 
  • Die Tauernschleuse bleibt gesperrt – zumindest bis Mittwoch, 20. November, 12 Uhr
  • Die Strecke Spittal – Mallnitz ist "zu", es gibt keinen Fern-, Nah- oder Schienenersatzverkehr.

14 Uhr: In Finkenstein wurden über 300 Keller ausgepumpt
Der Bericht dazu hier!

13.41 Uhr: Landeshauptmann bei Lokalaugenschein
Landeshauptmann Peter Kaiser macht sich momentan selbst ein Bild der Lage in den Bezirken Hermagor und St. Veit. Es gibt zwei Seiten: In Hermagor entspannt sich die Lage, man versucht dort vor allem, die Straßen wieder freigeben zu können. Im Bezirk St. Veit verschärft sich die Situation – die Gurk führt mittlerweile 30-jährliches Hochwasser. Die Feuerwehrleute sichern den Damm der Gurk, pumpen Keller und Wohnhäuser aus. Kaiser ist den Einsatzkräften unednlich dankbar.

13.34 Uhr: Mann tot geborgen
Der in Bad Kleinkirchheim vermisste Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Weitere Infos folgen.

13.21 Uhr: Rotes Kreuz im Dauereinsatz
Auch das Rote Kreuz ist in Bad Kleinkirchheim, wo aktuell ein Ortsteil evakuiert wird. Vier Teams der Krisenintervention sind nach Bad Kleinkirchheim zusätzlich unterwegs. 
In Flattach und Heiligenblut erhält das Rote Kreuz Unterstützung durch das Bundesheer, das Leute, die auf Sauerstoff angewiesen sind, mittels Hubschrauber ins Krankenhaus Spittal bringt. Das Rote Kreuz klärt weiters ab, welche Dialyse-Patienten heute noch unbedingt in ein Krankenhaus müssen – aufgrund der Straßensperren problematisch.

Medizinische Anlaufstellen

Diese gibt es auf den Rotkreuz-Dienststellen Winklern, Obervellach und Greifenburg. Sie sind 24 Stunden lang besetzt. Im Rüsthaus Flattach wurde ebenso eine Anlaufstelle eingerichtet. Örtliche Ärzte versorgen vor Ort, durch Medikamenten-Flüge wurde für Notfälle vorgesorgt.

13.10 Uhr: Bewohner in Bad Kleinkirchheim verschüttet?
Wie man aus dem Bezirksfeuerwehrkommando Spittal hört, könnte der Bewohner des vom Murenabgang betroffenen Hauses verschüttet worden sein. Es sind sogar noch mehr Häuser beschädigt. Man startete einen Aufruf, bei der Suche des vermissten Mannes zu helfen. Bis 13 Uhr wurde er noch nicht gefunden.

12.54 Uhr: Situation in Oberkärnten
Das Bezirksfeuerwehrkommando Spittal berichtet, hier ein paar Fakten:

  • Die Hochwasser-Gefahr für Lieser und Drau ist vorüber, Seitenbäche führen aber zum Teil Hochwasser.
  • Vordringlich bearbeiten die Einsatzkräfte zwei Murenabgänge in Trebesing – in Zelsach und Radlgraben. Mehrere Höfe und Häuser sind dort betroffen, es gab auch Evakuierungen.
  • Zwei Höfe sind in Flattach durch Murenabgänge betroffen, die Einwohner wurden heute Vormittag durch den Bundesheer-Hubschrauber Black Hawk weggebracht.
  • Der Riegerbach in Radenthein könnte zum Problem werden, weil ein Feld droht, hineinzustürzen. Gewerbebetriebe sind in Gefahr. 
  • In Bad Kleinkirchheim beklagt man Beschädigungen an Häusern und Stützmauern durch Muren, dort ist ein Haus teilweise eingestürzt. Eine Person wird vermisst, die Rettungshundebrigade hilft bei der Suche.
  • In der Gemeinde Stall könnte ein Gehöft im Ort Tauchen abrutschen, die B 106 ist erneut gefährdet. Bewohner wurden schon gestern am Abend weggebracht. In Stall ist außerdem der Ort Steinwand nicht erreichbar.
  • Ohne Strom sind Teile der Gemeinden Winklern, Mörtschach und Großkirchheim.
Ein Bild aus Altersberg, Gemeinde Trebesing.
  • Ein Bild aus Altersberg, Gemeinde Trebesing.
  • Foto: BFKDO Spittal
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12.37 Uhr: Sattnitz ist übergelaufen
Klagenfurt blieb von den Problemen mit dem Wetter weitgehend verschont. Dennoch: Die Sattnitz ist im Bereich Schleusenweg über die Ufer getreten, Äcker und Radweg sind zum Teil überschwemmt. Regnet es am Dienstag stark, könnte der Radweg gesperrt werden, informiert Vize-Bürgermeister Wolfgang Germ. Es soll sich im Fall Sattnitz um ein zehn- bis 15-jährliches Hochwasser handeln. 
Im Jahr 2014 ist die Sattnitz zum letzten Mal in dieser Form übergelaufen. Durch fünf Rückhaltebecken (Treimischer Teich, St. Ruprechter Straße, Polsterteich, Seigbichl, Rotschitzen) sei die Hochwasser-Lage in der Landeshauptstadt unter Kontrolle.  
Mehr zur Situation in Klagenfurt!

Lokalaugenschein im Schleusenweg Klagenfurt: Vize-Bürgermeister Wolfgang Germ (l.) und Peter Haslauer (Abteilung Entworgung)
  • Lokalaugenschein im Schleusenweg Klagenfurt: Vize-Bürgermeister Wolfgang Germ (l.) und Peter Haslauer (Abteilung Entworgung)
  • Foto: StadtPresse/Spatzek
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

12.18 Uhr: Bilder von Millstatt und Seeboden
WOCHE-Mitarbeiter Michael Thun hat sich in Millstatt und Seeboden umgesehen.

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Wettervorhersage für die nächsten Stunden

Die ZAMG analysierte die Niederschlagsmengen der letzten Tage. Klimatologe Alexander Orlik berichtet: "Innerhalb von drei Tagen, von Freitag um 7 Uhr bis Montag um 7 Uhr, sind in Oberkärnten, Osttirol und in den südlichen Regionen von Salzburg stellenweise rund 200 bis 300 Millimeter Niederschlag zusammengekommen. Statistisch gesehen kommen derartige Dreitagesmengen zum Beispiel in Kötschach-Mauthen und Spittal alle zehn bis 15 Jahre vor, im Raum Lienz alle 40 bis 50 Jahre und weiter im Norden seltener als alle 50 Jahre, wie in Mallnitz, Obervellach, Kals und Bad Gastein."

In der Nacht auf Dienstag und am Dienstag regnet und schneit es in den schon betroffenen Gebieten wieder verbeitet, in der Nacht kann es bis in die Täler schneien. Dann steigt bei Tag die Schneefallgrenze meist auf 1.400 Meter. Die Niederschlagsmengen werden nicht mehr so extrem ausfallen, heißt es. Hangrutschungen etc. sind aber weiterhin möglich, denn die Böden sind komplett aufgeweicht.

Am Mittwoch klingen die Niederschläge ab – das soll auch die restliche Woche so bleiben.
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11.38 Uhr: Prognose für die Flüsse
Wie könnten sich die Gefahren an den Flüssen heute in der Nacht entwicklen?

  • Gurk: HQ10 bis HQ30 (zehn- bis 30-jährliches Hochwasser)
  • Drau mit Gail und Gail: bis HQ5
  • Glan, Lieser, Obere Drau: bis HQ1 und bis HQ5
  • Lavant, Möll, Vellach: bis HQ1

11.35 Uhr: neue Niederschlagsfront ab der Nacht
In der Nacht auf Dienstag kommt die nächste Front mit wahrscheinlichen Niederschlagsmengen zwischen 20 und 40 mm im Oberen Drautal, in den Hohen Tauern und im Gailtal, in Rest-Kärnten zwischen 10 und 20 mm. 

11.33 Uhr: Entspannung bei den Pegelständen
"Das Schlimmste ist bezogen auf die Pegelstände an den großen Flüssen vorbei", sagt Johannes Moser vom Hydrographischen Dienst des Landes. Auch die noch kommenden Niederschläge sollten Spitzenabflüsse unter jenen von heute Nacht bringen. In der Nacht auf heute, Montag, wurden Spitzenabflüsse von HQ5 bis HQ30 erreicht. 

11.26 Uhr: Verkehrslage im Gailtal
Den Verkehrszustand im Gailtal veröffentlichte die Bezirkshauptmannschaft Hermagor:

  • B 90 – Nassfeld Straße: frei befahrbar ab Tröpolach (keine Kettenpflicht)
  • B 111 – Gailtal Straße ins Lesachtal: von Kötschach bis Birnbaum frei befahrbar, Sperre ab Birnbaum bis Landesgrenze Tirol
  • B 110 – Plöcken Straße auf den Plöckenpass: Sperre von Mauthen bis auf die Passhöhe
  • B 110 – Plöcken Straße über den Gailberg: Sperre ab Laas bis Oberdrauburg
  • L 33 – Kreuzner Straße über die Windische Höhe: Sperre zwischen Matschiedl und Kreuzen
  • L 26 – Passriacher Straße: Sperre zwischen Latschach und Passriach aufgehoben, Straße frei 

11.18 Uhr: Haus in Bad Kleinkirchheim eingestürzt
Der ORF Kärnten berichtet, dass ein Haus in Bad Kleinkirchheim eingestürzt ist. Eine Mure hat es mitgenommen. Ob es Verschüttete gibt, ist noch unklar. Ein Mann wird aber vermisst.

11.07 Uhr: Straßensperren im Bezirk St. Veit

10.04 Uhr: Probleme im Bahnverkehr
Wie die ÖBB gerade melden, bleibt die Tauernstrecke weiterhin gesperrt. Ein Erkundungsflug soll das Ausmaß der Schäden offenbaren. 
Behinderungen hier:

  • Tauernstrecke zwischen Spittal-Millstättersee und Bischofshofen – Schienenersatzverkehr zwischen Spittal-Millstättersee und Bischofshofen; kein Schienenersatzverkehr im Gasteinertal (Sperre wahrscheinlich eine Woche lang)
  • Tauernschleuse ist derzeit gesperrt, neue Infos gegen Mittag
  • kein Fern-, Nah- oder Schienenersatzverkehr auf der Strecke Spittal – Mallnitz
  • Streckensperre Lienz nach San Candido/Innichen – Schienenersatzverkehr zwischen Lienz und Sillian

9.08 Uhr: Redakteurin Alexandra Wrann berichtet aus Villach Stadt & Land!

8.50 Uhr: Info zum Hochwasser
Laut Hydrographischem Dienst des Landes Kärnten stellt sich an den Flüssen – nach zum Teil Hochwasser-Spitzenabflüssen zwischen HQ5 und HQ30 in der Nacht – leichte Entspannung ein. 
In der Nacht auf Dienstag wird aber wieder eine Niederschlagsfront durch Kärnten ziehen. Vorhergesagt sind 20 bis 40 mm im Oberen Drautal, in den Hohen Tauern und im Gailtal, im restlichen Kärnten 10 bis 20 mm. Die Schneefallgrenze soll in der Nacht bei 1.300 Meter liegen und dann morgen ansteigen. 
Also sollten sich die Hochwasser-Spitzenabflüsse unter dem Wert von vergangener Nacht bewegen.  

8.49 Uhr: Lavamünd bleibt "zu"
Das Ortszentrum von Lavamünd bleibt weiterhin gesperrt. 

8.20 Uhr: Völkermarkter Stausee füllt sich
Wie berichtet schützt der Völkermarkter Stausee, der aufs Mindestmaß abgesenkt wurde, Lavamünd vor dem Hochwasser. In der Nacht auf heute ist dieser "Sicherheitspuffer" angesprungen, heißt es vom Verbund. Es fließt seitdem mehr Wasser in den Stausee als in Richtung Lavamünd weitergegeben wird. Also füllt sich der Stausee.

Um 8 Uhr am Montag flossen ca. 1,7 Millionen Liter pro Sekunde vom Oberlauf der Drau in den Stausee, der Abfluss nach Lavamünd und weiter nach Slowenien wird beim Verbund-Kraftwerk Edling bei 1,35 Millionen Liter pro Sekunde gehalten. 350.000 Liter werden also pro Sekunde abgefangen. In der Nacht mussten bis zu 500.000 Liter pro Sekunde gepuffert werden.

Also stieg der Pegel im Stausee wieder um knapp zwei Meter. 

8.17 Uhr: Murenabgang auf der Waidischer Landesstraße
Über einen Murenabgang auf der Waidischer Landesstraße berichtet Ferlachs Bürgermeister Ingo Appé via Facebook. Passiert ist das zwischen Waidisch und Zell-Pfarre. Eine Umleitung ist über St. Margareten gegeben.

7.45 Uhr: Zivilschutzalarm bis Mittag
Der Zivilschutzalarm in den Gemeinden Feld am See, Baldramsdorf, Mallnitz, Obervellach, Berg im Drautal und Flattach bleibt bis 12 Uhr aufrecht. Die Bewohner sollen weiterhin in ihren Häusern bleiben, heißt es vom Land Kärnten. Auch in Feld am See fällt der Unterricht heute aus. 
Von 17. November bis heute um 7 Uhr gab es 1.022 Feuerwehreinsätze in Kärnten, in der Nacht auf heute waren es 162.
Zwei Personen wurden bisher verletzt – durch eine Mure in Reißeck (wir berichteten gestern – hier) und ein Mitglieder der Feuerwehr bei einem Einsatz in Patergassen.
Mehr dazu hier!

7.40 Uhr: Lage entlang der Gurk hat sich zugespitzt
Im Bereich Weitensfeld hat die Gurk den 30-jährlichen Hochwasserstand erreicht. Der Bezirks-Krisenstab um Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch traf sich um 5.30 Uhr. Präventiv wurde in Gurk der Ortsteil Sandboden evakuiert (15 Häuser). In Straßburg wurde ein Haus total überflutet.
Um den Hochwasserschutz zu verstärken, sind derzeit 70 Kameraden im Bezirk unterwegs. Es folgt auch ein Erkundungsflug. 
Mehr dazu in diesem Beitrag!

Mobiler Hochwasserschutz an der Gurk.
  • Mobiler Hochwasserschutz an der Gurk.
  • Foto: Bezirksfeuerwehrkommando St. Veit/Glan
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

7.26 Uhr: Mure in Feld am See
Auf die Mirnock-Siedlung in Feld am See ging tatsächlich eine Mure nieder.

7.13 Uhr: Überschwemmung in Ferlach
Auch Klagenfurt Land blieb gestern nicht verschont. Der Abfluss des Dollicherteiches drohte, angrenzende Wohnhäuser zu überschwemmen. Die FF Ferlach war zur Stelle.

6.37 Uhr: Sperre der Gailtal Straße aufgehoben
Die Bezirkshauptmannschaft Hermagor meldet, dass die nächtliche Sperre der B 111 Gailtal Straße bei Tröpolach nun aufgehoben wurde. Der Abschnitt B 90 bis B 111 bis Tröpolach bleibt aber gesperrt. Umfahren kann man das Stück über Jenig und Rattendorf.

Hunderte Einsätze hatten gestern, Sonntag, die Feuerwehren – vor allem in Oberkärnten – abzuarbeiten. Mehrmals wurde Zivilschutzalarm ausgelöst (alles zu den Ereignissen am Sonntag – hier). Aufgrund der Gefahr von Überschwemmungen, Muren und Lawinen wurden auch einige Häuser evakuiert und Straßen mussten gesperrt werden. Einige Oberkärntner haben heute keine Möglichkeit, in die Arbeit zu gelangen und auch Schulen bleiben heute zu. 

Was ist in der Nacht auf Montag noch passiert?

  • Zuletzt wurde in Feld am See Zivilschutzalarm ausgelöst, da eine Mure droht, vom Mirnock abzugehen. 
  • Auf der Plöckenpass Bundesstraße (B 110) im Gemeindegebiet von Oberdrauburg ging eine Mure ab, welche die Bundesstraße verlegte. Die Leitschiene wurde auf einer Länge von rund 40 Meter weggerissen und die B 110 bleibt voraussichtlich bis heute Mittag gesperrt (alle Straßensperren hier).
  • In Dellach/Drau (Ortsteil Nörenach) mussten vier Wohnhäuser wegen Hangrutschungen evakuiert werden. Die Bewohner kamen bei Nachbarn und im Rüsthaus, wo Notbetten aufgestellt wurden, unter.
  • Ebenfalls in Dellach/Drau (Ortsteil Schmelz) ging eine Mure ab und beschädigte ein Wohnhaus stark. Die Hausseite im Norden stürzte zum Teil ein, doch es wurde niemand verletzt. Im Haus befand sich zur Zeit des Murenabgangs niemand.

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Noch mehr zu den Wetterextremen:

Beiträge aus den Bezirken:

Wetterwarnungen by ZAMG
ZAMG-Wetterwarnungen
Sonntag: Zivilschutzalarm in mehreren Oberkärntner Gemeinden

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