Corona-Virus
Landeshauptmann Kaiser regt "Infection Tracing" an

In der heutigen Video-Sitzung mit den Landeshauptleuten sprach Landeshauptmann Peter Kaiser auch den Wunsch der Glaubensgemeinschaften nach Lockerungen an.
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Heute startet die Phase 2 beim Härtefallfonds. Unterstützungsmaßnahmen für Standort und Arbeitsplätze waren wieder Thema einer Pressekonferenz um 10 Uhr.
In Kärnten ist Reihenuntersuchung in Alten- und Pflegeheimen angelaufen – mit 265 Corona-Tests allein am Wochenende. Bei der Sitzung der Landeshauptleute mit der Bundesregierung sprach man heute über das von Landeshauptmann Peter Kaiser vorgeschlagene "Infection Tracing", über Unterstützungen für Sportvereine, den Wunsch der Glaubensgemeinschaften nach Lockerungen …
Informationen vom Montag, 20. April…

Jemals positiv Getestete in KÄRNTEN: 397
(Stand: Montag, 20. April, 21 Uhr)

  • Klagenfurt: 86
  • Völkermarkt: 52
  • St. Veit: 50
  • Villach Land: 48
  • Wolfsberg: 42
  • Spittal: 41
  • Klagenfurt Land: 39
  • Villach: 19
  • Feldkirchen: 15
  • Hermagor: 5
  • Österreich: 14.776

Alle Bundesländer (Montag, 20. April, 15 Uhr): 14.755
307 im Burgenland, 394 in Kärnten, 2.495 in Niederösterreich, 2.205 in Oberösterreich, 1.201 in Salzburg, 1.663 in der Steiermark, 3.427 in Tirol, 859 in Vorarlberg und 2.204 in Wien.

Info: Diese Gesamtzahl an Corona-Fällen (oben) umfasst alle positiv getesteten Personen inklusive Genesene und Verstorbene.

Aktuell noch Erkrankte in ÖSTERREICH: 3.694
(Stand: Montag, 20. April, aktualisiert um 10 Uhr)

  • Niederösterreich: 822
  • Tirol: 788
  • Steiermark: 731
  • Wien: 510
  • Oberösterreich: 278
  • Salzburg: 262
  • Vorarlberg: 131
  • Burgenland: 95
  • Kärnten: 77

Zwei weitere Todesfälle

Laut amtlichem Dashboard des Ministeriums gibt es in Kärnten zwei weitere Todesfälle. Genauere Informationen gibt es noch nicht. Damit steht Kärnten bei zwölf Verstorbenen in der Corona-Krise.

Sportpark-Chef Gert Unterköfler mit Statement via Facebook
Es würden derzeit viele Gespräche laufen – für den Fußball wie für Konzerte. Das Cup-Finale könnte als Geisterspiel in Klagenfurt stattfinden. Bei den Konzerten wie z. B. von Rammstein werde versucht, sie ins nächste Jahr zu verschieben. Unterköfler appelliert an Kartenbesitzer, nicht panisch zu werden und Karten zurückzugeben.

FPÖ kritisiert Event-Verbot Monate vorher
Die Kärntner FPÖ geht zunehmend härter mit der Bundesregierung ins Gericht: "Die Bundesregierung hat durch ihre Absage aller großen Kulturveranstaltungen und Kirchtage bereits über vier Monate vorher bis Ende August diese Situation zu verantworten, die auch den Kärntner Betrieben massiven Schaden zufügt und Veranstalter an den Rand der Pleite bringt." Unverständlich ist für FPÖ-Chef Gernot Darmann die Absage von Villacher Kirchtag und Altstadtzauber im August. Das SPÖ-Donauinselfest im September könne aber stattfinden. Die Zahlen der aktiv Infizierten würden sinken, daher erwarte sich Darmann "mehr Kreativität beim Ermöglichen von Events unter Einhaltung von entsprechend notwendigen Maßnahmen". 

Landeshauptmann Kaiser für "Infection Tracing"

In seiner Sitzung mit den Landeshauptleuten und der Spitze der Bundesregierung regte Landeshauptmann Peter Kaiser heute ein "Infection Tracing" an. Was heißt das? "Wir sollten uns auch darauf konzentrieren, zu eruieren, wie und wo und in welchem sozialen Zusammenhang sich jetzt jemand neu infiziert." Daraus könne man Schlüsse ziehen, wo man ansetzen muss, um diese Fälle zu vermeiden. 
Bisher seien die "Hotspots" in Kärnten Heimkehrer aus Tiroler Skigebieten, das Begräbnis in Völkermarkt und eine Probe im Kulturbereich gewesen. 

Kaiser hat in die heutige Diskussion noch weitere Punkte eingebracht:

Unterstützung für Sportvereine:
Es gibt noch keine Kriterien, um Sportvereinen ihre Schäden zu refundieren. Diese sollen seitens des Bundes bis Ende der Woche folgen. Gedacht ist, die Abwicklung über die Sportförder-GmbH durchzuführen. Man sei aber an Schadensersatz-Modellen für den Non-Profit-Bereich im Sport wie in der Kultur dran, wurde vom Bund versichert.

Kirchen teilweise öffnen:
In fast allen Bundesländern drängen die Glaubensgemeinschaften auf Lockerungen, z. B. für Gottesdienste – und das zumindest vor 31. August. Bischof Josef Marketz habe Kaiser einen Stufenplan übermittelt, wie das für die Diözese Gurk unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen gelingen könnte. Diese Ideen hat Kaiser heute der Bundesregierung mitgeteilt. Der Bundeskanzler will "zeitnah" einen Vorschlag für Lockerungen in diesem Bereich präsentieren. 

Wiederhochfahren in Spitälern und für Reha:
Über das Wiederhochfahren in den Krankenanstalten gab es bereits am Freitag Informationen. Kaiser regte heute an, dass man Rehabilitation da mitdenken müsse. In diesem Bereich sind nämlich viele Einrichtungen geschlossen. Wichtig wäre Reha allerdings vor allem auch in folgenden Richtungen: Onkologie, Pulmologie, Sozialpsychologie, Herz- und Kreislaufsystem sowie Orthopädie.

Wiederhochfahren im öffentlichen Dienst:
Auch das ist nötig, gab Kaiser zu bedenken. Denn vor allem das Hochfahren in der Wirtschaft müsse vom öffentlichen Dienst begleitet werden (z. B. wegen Genehmigungen). Auch hier wurde seitens des Bundeskanzlers ein Termin Mitte Mai in Aussicht gestellt. In Kärnten will man in der morgigen Regierungssitzung bereits Vorsorge treffen. 

Thema Schulen:
Es werden wieder mehr Kinder in Betreuung: Heute waren es in Kärnten ca. 1.000 Schüler in 351 Gruppen, die betreut wurden. Diese Zahl ist also um ein weiteres Drittel angewachsen. Kaiser regte an, dass man sich den Beginn von Kleingruppen-Unterricht unbedingt überlegen sollte. Bundeskanzler Kurz gab zu bedenken, dass es da österreichweit um rund eine Million Schüler gehe und die Gefahr von Infektionen hoch sei. Kaiser tritt dennoch dafür ein, dass Bewegung in die Schulöffnungen kommt: "Wir werden lernen müssen, mit Corona zu leben!"  

Informationen aus der heutigen Koordinationssitzung

Landeshauptmann Peter Kaiser informierte heute über Besprochenes in der Koordinationssitzung des Landes. Die Kärntner Fallzahlen würden sich weiterhin sehr positiv entwickeln. Den vierten Tag gibt es keine Neuinfizierungen. Nachdem es zwei Eintragungsfehler gegeben hat, wurde dies etwas "verschleiert". Die Zahl der aktiv Infizierten in Kärnten mach nur 2,08 Prozent aller in Österreich aktiv Infizierten aus.
Bei den Corona-Tests liegt man mit 4,1 Prozent aller Tests in Österreich etwas unter dem Anteil, den Kärnten aufweisen sollte (Anmerkung: das wären gemäß Bevölkerungszahl 6,5 Prozent). Dies führte zu Kritik seitens der Opposition. Doch Kaiser erklärt: "Bis zum Wochenende waren laut Teststrategie des Bundes Verdachtsfälle zu testen. In Kärnten gab es zum Glück sehr wenige, darum gab es weniger Tests." Das habe sich nun geändert. Denn flächendeckend sollen ja Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen getestet werden. In Kärnten lief diese Reihenuntersuchung bereits an – mit 365 Tests am Wochenende. "Wir verfolgen dies nun weiter, nachdem es auch den entsprechenden Erlass des Bundes gibt", so Kaiser. 

Festgelegt wurden heute auch zwei eigene Ansprechpersonen für die 24-Stunden-Betreuung. Sie koordinieren zwischen Pflege-Agenturen, Betroffenen und Behörden.

Morgen wird in der Regierungssitzung ein Großteil der Agenda dem "Wiederaufbau" nach "Corona" gewidmet sein – als vierte und neue Priorität nach "Gesundheit", "Existenzsicherung", "Strukturaufrechterhaltung". 

Kroaten-Treffen ab Loibacher Feld abgesagt

Offiziell wurde nun auch das umstrittene Kroaten-Treffen am Loibacher Feld (geplant für 16. Mai) aufgrund des Corona-Virus abgesagt. Landeshauptmann Peter Kaiser kommentiert das so: "Wie zu erwarten, wird damit dieses Treffen, das Kärnten und Österreich Jahr für Jahr viele negative Schlagzeilen eingebracht hat, nicht stattfinden. Kärnten hat insbesondere in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um sich glaubhaft und nachhaltig von jedewedem extremen Gedankengut zu distanzieren, das Treffen am Loibacher Feld war in seiner Form immer ein Dorn in unserem demokratischen Auge."
Das Land Kärnten wünscht, dass das Treffen auch zukünftig in Kärnten nicht mehr stattfindet, doch eine Genehmigung oder Untersagung liege allein im Kompetenzbereich des Bundes, genauer des Innenministeriums. 

Zahlen von 15 Uhr

Das Gesundheitsministerium meldete gerade 14.755 Corona-Fälle offiziell um 15 Uhr. In Kärnten gibt es weiterhin keinen Anstieg.

Die Bundesländer im Überblick:
307 im Burgenland, 394 in Kärnten, 2.495 in Niederösterreich, 2.205 in Oberösterreich, 1.201 in Salzburg, 1.663 in der Steiermark, 3.427 in Tirol, 859 in Vorarlberg und 2.204 in Wien.

Weltweit wurden nun 2.420.439 Infizierte gemeldet, auf der anderen Seite stehen 635.476 wieder genesene Personen.

Darmann zu Härtefallfonds: Forderung nach Kärntner Corona-Unterstützungsfonds
Die Bürokratie müsse beim Härtefallfonds weiter beseitigt werden, so FPÖ-Chef Gernot Darmann. "Die gesamte Schadensabwicklung für die Wirtschaft muss auf Grundlage des Epidemiegesetzes mittels Rechtsanspruchs erfolgen, damit sowohl die Unternehmer als auch die Arbeitnehmer nicht mehr zu den Verlierern der Bundes-Maßnahmen gehören! Wir brauchen aber auch in Kärnten ein Unterstützungspaket für die Unternehmer und damit eines, das auch im Sinne der Arbeiter und Angestellten wirkt. Die FPÖ fordert die Einrichtung eines Kärntner Corona-Unterstützungsfonds und hat bereits im Landtag eine entsprechende Initiative gesetzt."

Köfer zu Härtefallfonds: Finanzamt sollte auszahlen
Dass auch in Phase 2 des Härtefallfonds die Abwicklung über die Wirtschaftskammer passiert, sorgt bei Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer für Unverständnis: "Das ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Das Finanzamt wäre dafür wesentlich besser geeignet, zumal dort bereits alle Daten und Fakten vorliegen." 
Kritisiert wird von Köfer auch die Berechnung der Entschädigungssumme: "Diese ist aus der Sicht vieler Unternehmer zu intransparent und nicht nachvollziehbar. Wir fordern, dass jedem Antragsteller genauestens erklärt und verdeutlicht wird, wie gewisse Beträge zustande kommen. Immerhin sprechen wir hier von öffentlichen Steuermitteln."

Stau bei Mc Donald's

Anscheinend haben schon viele auf die Eröffnung des McDrive gewartet. Bei der Filiale in der Klagenfurter Völkermarkter Straße regelt derzeit sogar die Polizei den Verkehr.

McDrive Völkermarkter Straße: Polizei regelt wegen Ansturm den Verkehr
  • McDrive Völkermarkter Straße: Polizei regelt wegen Ansturm den Verkehr
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Villach: Entschädigung für Kirchtags-Absage gefordert

Natürlich zeigt Villachs Bürgermeister Günther Albel Verständnis für die verordnete Absage des Villacher Kirchtags. Aber trotzdem müsse die Bundesregierung die Villacher Wirtschaft entschädigen, fordert er nun. Es sei schließlich das zweitgrößte Fest Österreichs nach dem Donauinselfest abgesagt worden. Mehr als 39 Millionen Euro bringe die Kirchtagswoche jährlich. "In dieser Summe sind die Hotellerie und der Handel mit seinen ernormen Trachtenverkäufen noch gar nicht mitgerechnet. Wir gehen von einem Gesamtumsatz in der Höhe von rund 50 Millionen Euro aus", so Albel. Er fordert nun: "Als Bürgermeister der Stadt Villach fordere ich die Bundesregierung auf, regionale Besonderheiten bei den nun unverzichtbaren finanziellen Kompensationen zu berücksichtigen."

Nun offiziell: Absage des Altstadtzaubers

Am 7. und 8. August wird in Klagenfurt heuer nicht "gezaubert". Der Altstadtzauber ist nun offiziell abgesagt. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und Stadtrichter-Burggraf Willi Noll bedauern: "Bis vor kurzem war ein Sommer in Klagenfurt ohne Altstadtzauber undenkbar. An der Absage führt heuer aber leider kein Weg vorbei. Dafür freuen wir uns umso mehr auf den Altstadtzauber im nächsten Jahr."
Man war natürlich leider schon mitten in den Vorbereitungen für heuer.

"Schulöffnung mit Maskenpflicht und fünf Kindern pro Klasse im Mai"
Wie geht's weiter in Österreichs Schulen? Kommt die Öffnung tatsächlich Mitte Mai oder schon früher, wie etwa von der SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner gefordert? Österreich scheint gespalten: Während die einen die Kinder so rasch wie möglich wieder in den Klassenzimmern bringen wollen, warnen die anderen vor der noch immer vorhandenen Infektionsgefahr. „Wie sollen kleine Kinder Masken tragen oder wirklich Abstand halten“, kontert etwa die Lehrervertreter. Und die Schüler selbst? Laut Umfrage geht der reale Schul- und Universitätsalltag nur 34,7 Prozent den Jugendlichen ab. Wie Schule tatsächlich wieder funktionieren kann, sagt Lehrergewerkschafter Paul Kimberger im Gespräch mit RMA-Redakteurin Anna Richter-Trummer. Soviel vorweg: Gut möglich, dass es keine Schule wie bisher bis 2023 geben wird.

"Schulöffnung mit Maskenpflicht und fünf Kindern pro Klasse im Mai"

Caritas-Männerberatung: Info-Telefon bei Gewalt in der Familie
Die Caritas hat ein österreichweites Info-Telefon ins Leben gerufen, um Männern rasch und wirksam den Weg aus der Gewalt zu ermöglichen. Beratungen können von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr zum Ortstarif in Anspruch genommen werden.
Mehr dazu hier!

Hochstetter-Lackner: Schüler, Eltern und Schulen brauchen Klarheit
Der Ruf nach einem weiteren Fahrplan für die Schulen wird immer lauter. Nun schaltet sich auch Villachs Bildungsreferentin und Vize-Bürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner in die Diskussion ein. Es müsse schnell Klarheit herrschen, Bildung müsse "neu gedacht und entsprechend an die regionalen Gegebenheiten angepasst weitergegeben" werden. Sie erwartet sich kreative Lösungen: "Inbesondere in den Volksschulen und Unterstufen ist die Situation besonders schwierig. Es hat sich gezeigt, dass viele Eltern und Schulen keine Möglichkeit haben, Kinder digital zu Hause zu unterrichten. Man hätte schon längst Ideen für einen gestaffelten Unterricht ausarbeiten können, um die Zahl von gleichzeitig unterrichteten Schülern zu reduzieren. Dazu könnte man zum Beispiel externe Flächen anmieten (etwa im Zuge einer Kooperation mit den Volkshäusern). Ebenso könnte man sich in Zeiten der Krise auf die Kernfächer konzentrieren. Es wäre möglich, angehende Junglehrer, die sich in Ausbildung befinden, heranzuziehen", macht Hochstetter-Lackner Vorschläge. Es fehle auch noch die Information des Bundes, wie mit Lehrern, die zur Risikogruppe gehören, umzugehen ist.

Wirtschaftskammer Kärnten zu Phase 2 des Härtefallfonds
Heute startet – wie schon erwähnt – die zweite Phase des Härtefallfonds, die bei Kärntens Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl gemischte Gefühle auslöst: "Ich freue mich für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sowie alle anderen selbstständig Tätigen, dass damit der Zugang zur persönlichen Unterstützung der Lebensunterhaltskosten für die nächsten drei Monate endlich in Gang kommt. Ich verhehle aber nicht, dass ich besorgt bin bezüglich der Treffsicherheit und des Tempos vieler sicher im Grunde gut gemeinter Instrumente."
Damit meint er etwa, dass es Unternehmer gibt, die immer noch durch den Rost fallen. Jene, die im vergangenen Jahr wegen Investitionen oder der Gründung kein oder ein geringes Einkommen aufweisen, bekämen keine Unterstützung bzw. eine unter der geltenden Mindestsicherung. 

Kurzarbeit: 3.976 Anträge in Kärnten

"Der Andrang zur Corona-Kurzarbeit ist ungebrochen. Ab sofort sind auch die Unterlagen für die Abrechnung online", informiert nun Arbeitsministerin Christine Aschbacher. Videos auf www.ams.at/kurzarbeit sollen den Unternehmen helfen. Die ersten Gelder sollen diese Woche fließen. Dennoch bittet Aschbacher um Geduld: "Zu Spitzenzeiten mit tausenden eingereichten Abrechnungen pro Tag kann es zu Verzögerungen kommen. Greifen Sie daher bitte weiterhin auf die Liquiditätshilfen des Finanzministeriums und der Hausbank zurück."

Bis Freitag, 17. April, waren beim AMS 78.852 Anträge auf Corona-Kurzarbeit in Bearbeitung. In Kärnten wurden 3.976 Anträge gestellt. 

3.694 aktiv erkrankte Österreicher

Österreichweit sinkt die Zahl der aktiv Erkrankten weiter – sie steht nun bei 3.694. Davon sind 805 Personen hospitalisiert, gestern waren es noch 817. Auf Intensivstationen liegen 194 Patienten (gestern: 204). Genau diese Zahlen der Patienten im Krankenhaus sind schließlich ausschlaggebend.
182.949 Corona-Test wurden bisher österreichweit gemacht.

Genesene, Montag, 9.30 Uhr: 10.631 (plus 130)

  • Tirol: 2.556
  • Oberösterreich: 1.884
  • Wien: 1.635
  • Niederösterreich: 1.572
  • Salzburg: 930
  • Steiermark: 816
  • Vorarlberg: 731
  • Kärnten: 307
  • Burgenland: 200

Todesfälle, Montag, 9.30 Uhr: 470 (plus 27)

  • Steiermark: 106
  • Wien: 96
  • Tirol: 86
  • Niederösterreich: 83
  • Oberösterreich: 41
  • Salzburg: 30
  • Kärnten: 10
  • Vorarlberg: 10
  • Burgenland: 8

Blümel will EU-Beihilfenrecht aussetzen

Zum heutigen Start der zweiten Phase des Härtefallfonds zog Finanzminister Gernot Blümel gerade Bilanz: Nach etwa einem Monat wurden aus dem 38-Milliarden-Euro-Schutzschirm schon 5,7 Milliarden Euro ausbezahlt. Rechnet man die Kurzarbeit dazu, sind es zehn Milliarden Euro.
Ein paar Beispiele: vier Milliarden Euro beantragte Steuerstundungen, aus dem Härtefallfonds (Phase 1) flossen 121 Millionen Euro und 144.000 Anträge kamen herein. Mit der Phase 2 fallen nun Verdienstober- und -untergrenzen weg, Nebeneinkünfte und Mehrfachversicherung sind möglich.

An Haftungen und Garantien wurden bereits zwei Milliarden Euro genehmigt – das könne sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. Blümel strich vor allem hervor, dass der Staat 100 Prozent des Kreditrisikos für Klein- und Mittelbetriebe übernimmt – als eines von nur drei EU-Ländern. 
Banken hätten mittlerweile 14 Milliarden Euro an Krediten vergeben.

Um den Überblick über die ganzen Hilfsinstrumente zu behalten, gibt es ab heute eine Hotline des Finanzministeriums für allfällige Fragen.

An die EU richtet Blümel eine Forderung: "Solidarität darf keine Einbahnstraße sein, deshalb fordern wir ein temporäres Aussetzen des EU-Beihilfenrechts." Viele Hilfsprodukte für die Wirtschaft müsse Österreich mit der EU-Kommission abklären, diese Bürokratie sei in der Krise nicht angebracht. Daher die Forderung.

Auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck unterstrich Blümels Forderung an die EU. Sie bittet die Banken, bei Kreditvergaben darauf zu achten, wie es den Unternehmen vor der Krise ging. Das Verlangen von Businessplänen, die es momentan vielfach gar nicht geben kann, sei nicht angebracht.

Andreas Treichl (Obmann der WKO-Bundessparte Bank und Versicherung) betonte, dass Beschwerden, Hilfsmaßnahmen würden zu langsam oder bürokratisch zu beantragen sein, nun abnehmen. Die österreichischen Banken könnten die Krise "noch eine Weile aushalten": "Wir sind sehr gut gerüstet, die Kapital- und Liquiditätsbasis ist stark. Nun können wir beweisen, dass das Bankgeschäft auch ein Betreuungsgeschäft ist."

Live: Blümel fordert Aussetzung des EU-Beihilfenrechts

77 Kärntner noch aktiv erkrankt

Näheres zu den Kärntner Zahlen, gerade vom Land Kärnten bekanntgegeben:

  • insgesamt positiv getestet: 394 (keine Veränderung zu gestern)
  • genesen: 307 (+ 5)
  • verstorben: 10 (+/- 0)
  • aktiv Erkrankte: 77 (- 5)
  • Corona-Tests insgesamt: 7.624 (+ 356)
  • Personen im Krankenhaus: 15 (+/- 0)
  • davon stationär behandelt: 6 (+/- 0)
  • auf Intensivstation: 9 (+/- 0)
77 Kärntner sind noch aktiv erkrankt.

Gerüchte um den St. Veiter Wiesenmarkt
Auf Facebook wurde diese Stellungnahme veröffentlicht:

Online-Infoweek der Universität Klagenfurt
Information für künftige Studierende an der Universität Klagenfurt und auch Beratung gibt es in Form einer Online-Infoweek von 27. bis 30. April. In Kurzpräsentationen lernen die jungen Leute die Studienrichtungen kennen, täglich gibt es mehrere dieser "Sessions". Individuelle Beratung kommt via Live-Chat daher. 
"Wir verzeichnen in den letzten Wochen einen deutlichen Anstieg von Anfragen, insbesondere von Schülerinnen und Schülern, aber auch von deren Eltern. Viele wollen die Wochen daheim nun für Überlegungen zu ihrer Zukunft nutzen", so Annegret Landes, Leiterin der Abteilung Uni Services an der Universität Klagenfurt.
Das genaue Programm: www.aau.at/studieninteressierte/infoweek

Persönliche Gespräche auch über:

Die Fallzahlen von 8 Uhr

Kärnten:
Keine Neuinfizierungen in Kärnten! Das ist erfreulich, aber die Auswirkungen der ersten Öffnungen letzte Woche wird man erstmals Mitte dieser Woche anhand der Zahlen bemerken.

Ein Blick auf die vergangene Woche, jeweils 8 Uhr:

  • 13. April: + 3 Fälle (+ 0,79 %)
  • 14. April: + 1 Fall (+ 0,26 %)
  • 15. April: + 2 Fälle (+ 0,52 %)
  • 16. April: kein Anstieg bei Fällen
  • 17. April: + 6 Fälle (+ 1,55 %)
  • 18. April: + 1 Fall (+ 0,25 %)
  • 19. April: - 1 Fall (- 0,25 %) – Doppelbuchung gelöscht
  • 20. April: kein Anstieg bei Fällen
Der Vergleich um 8 Uhr

Österreich:
Von gestern um 8 Uhr auf heute: plus 51 Corona-Neuinfektionen. Das macht insgesamt 14.713 Fälle oder ein Plus von gestern auf heute von 0,35 Prozent.

Aus den Bundesländern: 302 im Burgenland, 394 in Kärnten, 2.479 in Niederösterreich, 2.203 in Oberösterreich, 1.200 in Salzburg, 1.653 in der Steiermark, 3.425 in Tirol, 858 in Vorarlberg und 2.199 in Wien.

Weltweit werden 2.404.325 Corona-Fälle und 624.725 Genesene kommuniziert.

Einige "Starts" mit heute, Montag

Heute startet die zweiten Phase für den Härtefallfonds – nach einer Verdoppelung des Fördervolumens und der Ausweitung der Anspruchskriterien. Anträge sind ab heute möglich. Alle Informationen gibt es hier!

Auch McDonald's nimmt heute wieder Betrieb auf. In Kärnten starten McDrive und McDelivery in der Völkermarkter Straße, McDrive auch noch in der Rosentaler Straße, in St. Veit und Wolfsberg. Das Produktangebot ist reduziert. Für kontaktlose Bezahlung beim McDrive sorgen Bargeld-Schütten und Bankomat-Kassen. Mitarbeiter tragen Mund-Nasen-Schutz, in der Küche wurden die Prozesse optimiert.

Ab heute zurück: McDrive und McDelivery
  • Ab heute zurück: McDrive und McDelivery
  • Foto: Mc Donald's Österreich
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

In Klagenfurt gibt es im öffentlichen Verkehr ab heute wieder kürzere Taktungen. Linie B fährt alle 20 Minuten, alle anderen Linien im 30-Minuten-Takt. Und auch das STW-Kundencenter in der St. Veiter Straße 31 öffnet wieder seine Pforten – mit strengen Sicherheitsvorkehrungen. Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht.

Und auch der Spitzensport darf heute mit dem Training loslegen – die entsprechende Verordnung dazu wurde erst gestern fertig. In Kärnten sind vorerst das Olympiazentrum Kärnten, das Ruder-Bundesleistungszentrum Völkermarkt und das Heeressportzentrum Faak am See offen. Weitere Sportstätten sollen folgen.

Unterstützung für Standort und Arbeitsplätze

Um 10 Uhr steht wieder eine Bundes-Pressekonferenz auf der Tagesordnung: Zu Unterstützungsmaßnahmen für Standort und Arbeitsplätze sprechen Finanzminister Gernot Blümel, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Andreas Treichl (Obmann der WKO-Bundessparte Bank und Versicherung).

Hilfsangebote in den Bezirken:
schautaufeinander.meinbezirk.at

Die wichtigsten Nummern für Sie

Bei Verdacht auf Erkrankung: 1450 – 24 Stunden

Bei allgemeinen Fragen (AGES): 0800 555 621 – 24 Stunden

Kärntner Nummer für allgemeine Corona-Gesundheitsfragen: 050 536 53 003 – Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr

Kärntner Nummer für freiwillige Helfer: 05 09 144 20 20 – Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr

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Die Woche zum Nachlesen

Wichtige Nummern für Auskünfte rund um die Uhr:

  • AGES-Infoline Coronavirus: 0800 555 621 (bei allgemeinen Fragen)
  • Gesundheitshotline 1450 (bei Symptomen)
  • Hotline der Wirtschaftskammer für Unternehmer: 05 90 90 4 - 808

Weitere Infos:
www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus
 Als Bürgermeister der Stadt Villach fordere ich die Bundes-regierung auf, regionale Besonderheiten bei den nun unverzichtbaren finan- ziellen Kompensationen zu berücksichtigen.“

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