16.06.2017, 08:00 Uhr

Was ist eigentlich ein Medizinprodukt?

Kompetenten Rat in Sachen Medizinprodukten erteilt Ihnen geschultes Apothekerpersonal. (Foto: contrastwerkstatt - Fotolia.com)

Was selbsterklärend klingt, ist eigentlich gar nicht so logisch. Oder hätten Sie gewusst, dass ein Medizinprodukt nicht dasselbe ist wie ein Arzneimittel?

Medizinische Begriffe können manchmal ganz schön verwirrend sein. Sie sind der Meinung „Hauptsache in der Branche tätige Menschen kennen sich damit aus“? Auch gut! Dennoch ist es manchmal recht spannend, dem Begriffs-Wirr-Warr ein wenig näher auf den Grund zu gehen.

Was ähnlich klingt, ist doch verschieden...

Sehen wir uns die eingangs angesprochenen Begriffe einmal genauer an: Medizinprodukte sind für die medizinische Verwendung vorgesehen. Im Gegensatz dazu sind Arzneimittel für die medizinische Einwirkung auf den Organismus bestimmt. Klingt kompliziert, ist kompliziert und doch recht einfach erklärt.

Medizinprodukt ist nämlich eine Sammelbezeichnung für Geräte, die mechanisch auf den Körper einwirken. Beispiele dafür sind Herzschrittmacher, Zahnprothesen, Röntgenapparaten, Heftpflaster oder Schwangerschaftstests. Arzneimittel entfalten eine pharmakologische Wirkung auf den Körper. Heißt also: Sie unterstützen Organe und Körperfunktionen auf direkte Weise und verhüten oder heilen Krankheiten. Ein Beispiel dafür sind blutdrucksenkende Medikamente.

Strenge Qualitätskriterien

Sowohl Medizinprodukte als auch Arzneimittel müssen sich strenger Qualitätskontrollen unterziehen. Bevor ein Arzneimittel auf dem Markt zuglassen wird, muss es sogar mehrere Kontrollphasen durchlaufen. Bei Medizinprodukten reicht meist eine einzige Phase für die klinische Prüfung aus.

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