20.10.2016, 16:17 Uhr

12-Stunden-Tag: Neuer Anlauf für flexiblere Arbeitszeit

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will ein flexibles Arbeitsrecht. (Foto: BMWFW/Glaser)

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sieht das aktuelle Arbeitszeitrecht als Schwachpunkt.

ÖSTERREICH. Die Debatte über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit flammt immer wieder auf. Vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit und dem Ziel, Österreich als Wirtschaftsstandort attraktiver zu gestalten, brachte Reinhold Mitterlehner (ÖVP) erneut den 12-Stunden-Tag aufs Tapet.

Auftragsspitzen besser abarbeiten

Zwar hätten die Steuerreform und die erhöhte Forschungsförderung Österreichs Ranking verbessert, doch gebe es noch einiges an Kritikpunkten abzuarbeiten, so Mitterlehner. Er ortet das restriktive Arbeitszeitrecht als einen von mehreren Schwachpunkten. "Wir brauchen ein flexibles Arbeitsrecht, um Auftragsspitzen besser abarbeiten zu können", so Mitterlehner.

"Wettbewerb wird ständig schärfer"

Gleichzeitig bekräftigte er, dass dies nicht heiße, dass alle zwölf Stunden am Tag arbeiten müssen. Es gehe auch nicht um die Schlechterstellung der Arbeitnehmer, so der Minister. Mitterlehners Forderung kommt der Industrie entgegen, die sich laut der Industriellenvereinigung in einem ständig schärfer werdenden internationalen Wettbewerb befindet. "Die Anhebung der Tageshöchstarbeitszeit bei der Gleitzeit von zehn auf zwölf Stunden – wie im Regierungsprogramm vorgesehen – ist sinnvoll und erforderlich", sagt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Auch er betonte, dass es nicht darum gehe, in Summe mehr zu arbeiten.
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