Ärger um MRT
SPÖ kritisiert geringe MRT-Auslastung in Wagna, weitere Schritte folgen
- Mit dem neuen MRT-Gerät im LKH Südweststeiermark am Standort Wagna sollte die Gesundheitsversorgung in der Region maßgeblich gestärkt werden. Bisher wird es allerdings nur eingeschränkt genutzt.
- Foto: KAGes
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Die von der SPÖ eingebrachte Anfrage zur Auslastung des modernen MRT im LKH Südsteiermark am Standort Wagna bestätigt, dass die Millioneninvestition ausschließlich stationären Patientinnen und Patienten zugute kommt. Seit der Eröffnung des MRT wurde keine einzige Untersuchung für extramurale Zuweiserinnen und Zuweiser erbracht. Die SPÖ kritisiert die geringe Auslastung und kündigt an, das Thema auch in den Landtag einzubringen.
LEIBNITZ. Die Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der steirischen Sozialdemokratie vom 24. Februar an Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl bestätigt nun, dass das MRT im LKH Südweststeiermark am Standort in Wagna tatsächlich nicht allen Menschen in der Region zugute kommt.
- Klubobmann Hannes Schwarz, Bundesrätin Bernadette Kerschler und LAbg. Andreas Thürschweller lassen nicht locker: "Das MRT in Wagna muss endlich der gesamten Bevölkerung zur Verfügung stehen."
- Foto: Strohmeier
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„In einem Grundsatzbeschluss von Dezember 2023 wurde festgehalten, dass das MRT allen zur Verfügung stehen soll. Entgegen diesem wichtigen Beschluss wurde aber bis heute keine einzige (!) Untersuchung an nicht stationären Patientinnen und Patienten erbracht", kritisiert SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz und verweist auf die Folgeerscheinungen: "Das bedeutet lange Wartezeiten und unnötige Fahrten für zahlreiche Menschen in der Region. Es ist nicht akzeptabel, dass jene, die das System mit ihren hohen Beiträgen finanzieren, dieses MRT als normaler 'Überweisungspatient' nicht nutzen können. Das muss sich sofort ändern", appelliert Schwarz.
- Der Zubau, in dem das neue MRT untergebracht ist, erfolgte parkseitig am bestehenden Bettentrakt.
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Genügend Kapazitäten vorhanden
„Unsere Anfrage hat ergeben, dass im vergangenen Jahr nur 773 MRT-Untersuchungen vorgenommen wurden. Das sind gerade einmal etwas mehr als zwei pro Tag“, sagt Schwarz, der ankündigt, das Thema auch in den Landtag einzubringen: „Wir werden eine Besprechung dieser Anfragebeantwortung für die nächste Landtagssitzung im Juni beantragen.“
Zu den Patientinnen- und Patientenströmen: Von den 773 Frequenzen, die im Jahr 2025 am Standort Wagna eine MRT-Untersuchung erhalten haben, waren 568 am Standort Wagna stationäre Patientinnen und Patienten, vier wurden vom Standort Bad Radkersburg und 201 vom Standort Deutschlandsberg zugewiesen.
- Nach einer Bauzeit von 14 Monaten wurde im Jänner 2025 offiziell das 7,18-Millionen-Euro-Projekt feierlich eröffnet. Nach einer Probephase ging das neue MRT im Februar 2025 in Betrieb.
- Foto: KAGes/Michaela Lorber
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