Gemeinderatswahl 2020
Grüne Leoben: "Mit der Bevölkerung und nicht über deren Köpfe hinweg entscheiden"

Die Grünen Leoben: Katrin Fladischer, Spitzenkandidatin Susanne Sinz und Jacob Becvar.
  • Die Grünen Leoben: Katrin Fladischer, Spitzenkandidatin Susanne Sinz und Jacob Becvar.
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Eine verstärkte Bürgerbeteiligung ist eine der zentralen Forderungen der Grünen Leoben für die bevorstehende Gemeinderatswahl. 

LEOBEN. "Deine Stadt. Deine Zukunft" – unter diesem Motto steht das Walprogramm der Grünen Leoben für die Gemeinderatswahl am 22. März. Dieses stellten Spitzenkandidatin Susanne Sinz, Listenzweite Katrin Fladischer und der Listendritte Jakob Becvar heute im Rahmen einer Pressekonferenz vor.  Mit insgesamt 24 Kandidaten blicken die Grünen Leoben auf eine der größten Listen jemals. Das erklärte Ziel für die Wahl: "Zwei Mandate. Alles darüber wäre wie die Kirsche auf der Torte", sagte Becvar. Gelingen soll dieser Zugewinn – aktuell halten die Grünen bei einem Mandat – mit den zentralen Forderungen zum Klimaschutz, einer Bürgerbeteiligung, sowie der Jugend- und Familienfreundlichkeit.

Klimafreundliche Mobilität

"Gerade weil Leoben eine absolute Pendlergemeinde ist, ist es umso wichtiger, klare Maßnahmen für eine klimafreundliche Mobilität zu setzen", betonte Susanne Sinz. Den öffentlichen Verkehr attraktiver machen sollen ein 15-Minuten-Takt bei Bussen, verbesserte Linienführungen und ein 250-Euro-Jahresticket. Aber auch auf Fußgänger und Radfahrer wird nicht vergessen: "Auch wenn wir mit dem Auto fahren, sind wir alle auch Fußgänger", erklärte Sinz. Durch Begegnungszonen in Hauptplatznähe – als Beispiele seien die Waasenstraße, oder die Krottendorfer- und Sauraugasse zu nennen – könnte mehr Platz geschaffen werden. Im Endeffekt würden dadurch nicht nur die Fußgänger selbst profitieren, gleichzeitig würden diese vernachlässigten Straßenzüge wieder attraktiviert werden, ist sich Sinz sicher. 

Sicheres Radwegenetz

Im Bezug auf den Radverkehr fordern die Grünen flächendeckende, vor allem aber auch sichere  Radwege. Zu gefährlich und lückenhaft sei das Radwegenetz in Leoben, beispielsweise im Bereich der Gymnasien oder auf dem Weg zum Hauptbahnhof. In diesem Zusammenhang fordern die Grünen auch mehr Bürgerbeteiligung: "Das groß angekündigte Radkonzept für Leoben wird leider unter Verschluss gehalten. Dabei sollten die Leobener Experten – alle Bürgerinnen und Bürger, die tagtäglich mit dem Fahrrad unterwegs sind und die Gefahrenstellen genauestens kennen – miteinbezogen werden", betonte Sinz. 

Bürger miteinbeziehen

Aber nicht nur beim Radkonzept, sondern für alle Großprojekte sollte nach Forderung der Grünen eine Bürgerbeteiligung verpflichtend werden, um "gemeinsam mit der Bevölkerung und nicht über deren Köpfe hinweg über die Zukunft der Stadt zu entscheiden". Katrin Fladischer, die Listenzweite, fordert dazu die Einrichtung eines "Bürger*Innenbüros" im Rathaus als Anlaufstelle für Ideen und Anliegen. Wie wertvolle diese Bürgerbeteiligung ist, hätte sich bereits bei der Erhaltung des Pestalozzi-Parks gezeigt. Zum Thema Kinderbetreuung und moderne Bildungseinrichtungen hat die zweifache Mutter ebenfalls klare Forderungen: Ein flexibleres Angebot – zum Beispiel mit einem Shared Space (zur Verfügung gestellte Räumlichkeiten) für Tagesmütter- und väter – sowie die Öffnung der Leobener Spielplätze auch während der Wintermonate. 

Der Jugend eine Stimme geben

Student Jakob Becvar macht sich indes für die Jugend stark: "Viele Ideen gibt es schon seit Jahren, aber die Stadt tut zu wenig", kritisierte Becvar das ungenutzte Potenzial. Mit einem Studenten-Senioren-Projekt, mobilen Stadtmöbeln, Plätzen zum Entspannen ohne Konsumzwang, oder einem Jugendzentrum im Herzen der Stadt möchte der Listendritte die Stadt zu einem lebenswerten Wohnzimmer für alle machen. 
Darüber hinaus fordern die Grünen unter anderem die Erweiterung des Grünraums, die vermehrte Investition in Energieformen der Zukunft (Stichwort verpflichtende Photovoltaik und Solarthermie für öffentliche Bauten) sowie die Sanierung von Leerständen anstatt Neubauten. Nur so könne es gelingen sich der Herausforderungen anzunehmen und "Leoben in eine gute Zukunft zu führen", sind sich die Grünen sicher. 

Zum Thema

>> Hier gibt's alle Infos zur Gemeinderatswahl 2020 im Bezirk Leoben<<

Autor:

Verena Riegler aus Leoben

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