Das sagen die Mürztaler Schüler
"Der persönliche Kontakt fehlt definitiv"

- Laura Schoberer, 5AK, HAK Bruck an der Mur.
- Foto: Schoberer
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Wer sollte es besser wissen als die Betroffenen selbst? So sehen die heimischen SchülerInnen den zweiten Lockdown.
Nachdem wir in der vergangenen Ausgabe bei den Schulleitern der Mürztaler Oberstufen bezüglich des Distance Learnings nachgefragt haben, wollen wir heute die Schülerinnen und Schüler selbst zu Wort kommen lassen.
Unterschiedlicher Aufwand
Grundsätzlich herrscht Einigkeit darüber, dass der zweite Lockdown besser funktioniert als im Frühjahr. Aufgrund der Tatsache, dass die Schüler und Schülerinnen bereits wussten, was auf sie zukommt, wurde der Weg aus dem Klassenzimmer ins Homeschooling wesentlich entspannter beschritten. Dennoch scheint es in den verschiedenen Schulen grobe Unterschiede im Hinblick auf den Zeitaufwand zu geben. Während die einen davon berichten, dass dieser aufgrund von Online-Unterricht und zusätzlichen Arbeitsaufgaben in Haupt- und Nebenfächern zugenommen hat, so meinen vor allem SchülerInnen, die in Oberstufen mit Praxisbezug gehen, dass sie weniger gefordert sind als im eigentlichen Schulbetrieb. "Ich denke als Lehrer ist es gerade sehr schwer einzuschätzen, wie lange die Schüler für die Aufträge brauchen", gesteht Johanna Weissenbacher vom Herta-Reich-Gymnasium in Mürzzuschlag den ProfessorInnen zu. Sorgen machen sich vor allem jene SchülerInnen, die kurz vor der Matura stehen und befürchten, dass die Qualität ihrer Ausbildung unter der derzeitigen Situation leidet. Worin sich alle Befragten einig sind – der soziale Kontakt zu Mitschülern und Lehrern fehlt schon sehr.

- Clara Glitzner, 4a, HBLA Bruck für Forstwirtschaft.
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Clara Glitzner, 4a, HBLA Bruck für Forstwirtschaft: "Dadurch, dass Schüler und Lehrer nun gefasster und vorbereiteter in den zweiten Lockdown starten, ist alles schon ein bisschen besser organisiert, wenn auch noch nicht ganz perfekt. Leider ist zu sagen, dass durch Homeschooling und Selbststudium die Ausbildung von Schüler zu Schüler sehr stark variiert, denn je nach Eigenverantwortung steigt oder sinkt der Ausbildungsstand. Der persönliche Kontakt zu den Mitschülern und auch den Lehrern fehlt definitiv."

- Anna Magdalena Hochreiter, 7a, Herta-Reich-Gymnasium.
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Anna Magdalena Hochreiter, 7a, Herta-Reich-Gymnasium: "Mir persönlich hat die Organisation des ersten Lockdowns besser gefallen. Da haben wir uns selber einteilen können, wann wir was machen. Jetzt werden die Stunden online abgehalten, was die Zeit am Computer deutlich erhöht. Obwohl wir telefonieren, fehlt mir der Präsenzunterricht sehr. Ich glaube schon, dass es für uns negative Auswirkungen haben könnte, weil wir keine Tests und weniger Schularbeiten schreiben. Den ganzen Stoff, den wir derzeit machen, haben wir also vor der Matura nie wirklich gelernt."

- Johanna Weissenbacher, 7a, Herta-Reich-Gymnasium.
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Johanna Weissenbacher, 7a, Herta-Reich-Gymnasium: "Ich finde das Homeschooling ist nun besser organisiert, weil sich jeder besser mit den Programmen auskennt. Der Zeitaufwand ist meiner Meinung nach aber dennoch höher als im normalen Schulbetrieb, da wir Arbeitsaufträge zugeschickt bekommen, die meistens mehr sind, als wir in einer Schulstunde schaffen würden. Zudem bekommen wir in manchen Nebenfächern auch Hausübungen, was im normalen Schulbetrieb nicht der Fall war. Die persönlichen Kontakte fehlen mir sehr."

- Laura Schoberer, 5AK, HAK Bruck an der Mur.
- Foto: Schoberer
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Laura Schoberer, 5AK, HAK Bruck an der Mur: "Das Homeschooling ist dieses Mal auf jeden Fall besser organisiert, die Stunden werden bei uns nach dem regulären Stundenplan gehalten. Der Zeitaufwand ist somit ausgeglichen. Mir fehlen die persönlichen Kontakte zu den Lehrern nicht, außer zur Diplomarbeitsbetreuerin, jedoch kenne ich einige, denen das Lernen mit einem Lehrer an der Seite leichter fallen würde. Natürlich fehlen mir die Mitschüler. Vor Kurzem hätten wir unseren Maturaball gehabt und gerne miteinander angestoßen."




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