Landwirtschaft
Bio-Bauern vermarkten Jungrinder zu 100 Prozent direkt
- "Die Schattberger", das sind: Fam. Deutinger (Oberdeutinghof), Margret Hörl und Eike Pokriefke (Jagglhof) sowie Fam. Hörl (Örgenbauer).
- Foto: "Die Schattberger"
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Drei Bio-Landwirte aus Saalfelden gründeten vor fünf Jahren eine ARGE, um Jungrinder direkt zu vermarkten – keine langen Transportwege sind nötig, damit das Produkt beim Kunden landet. Dieser Zusammenschluss ist seitdem ein Erfolg und daher blicken alle Beteiligten positiv in die Zukunft.
SAALFELDEN. Seit bereits fünf Jahren gibt es "Die Schattberger" in Saalfelden. Dahinter verbirgt sich der Zusammenschluss von drei Saalfeldner Bio-Bauern – der Oberdeutinghof, der Jagglhof sowie der Örgenbauer. Diese Drei haben 2020 beschlossen, eine ARGE zu gründen, um gemeinsam 100 Prozent ihrer Jungrinder in der Region zu vermarkten, schilderten die Landwirte gegenüber MeinBezirk.
- Foto: "Die Schattberger
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Das Produkt legt keine weiten Wege zurück
"Die drei Höfe liegen innerhalb von drei Kilometern an der sonnigen Schattseite des Saalfeldner Beckens. Ziel unserer ARGE war/ist es, die bestehende Direktvermarktung auf den Betrieben so auszubauen, dass kein Jungrind mehr die Region verlassen muss. Dafür haben wir eine Website mit Online-Shop geschaffen, gemeinsame Werbematerialien gestaltet sowie Investitionen in die Direktvermarktung getätigt", erklärte der Obmann der ARGE, Siegfried Deutinger vom Oberdeutinghof.
- Zwei der drei Höfe verfügen über eine Schlachtraum, weshalb auf individuelle Kundenwünschen eingegangen werden kann.
- Foto: "Die Schattberger"
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Er ergänzte: "Wir können stolz auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicken und haben es tatsächlich geschafft, nahezu alle unserer über 100 Bio-Jungrinder pro Jahr regional zu vermarkten. So liegen zwischen Stall, Alm, Schlachtraum und Endkunde nur wenige Kilometer. Einen beträchtlichen Anteil trägt dazu inzwischen auch die Gastronomie bei." Einen Vorteil sehen die drei Bio-Bauern auch darin, dass sich auf zwei der drei Höfe ein Schlachtraum befindet und daher alle Tiere selbst zerlegt und aufbereitet werden können – dadurch, erfuhr MeinBezirk, ist es der ARGE möglich, individuell auf Kundenwünsche einzugehen.
"Unser Ziel für die Zukunft ist es, weiterhin gute Qualität zu liefern, zufriedene Kunden zu halten sowie faire Preise zu erzielen", schilderten "Die Schattberger" mit großer Freude.
"Der Trend zu Regionalität ist spürbar"
"Der Trend zur Regionalität ist für uns spürbar. Wir können durch unser Projekt beobachten, dass wir aufgrund unseres Marketings, die regelmäßigen Termine und verschiedenen Verkaufskanäle unterschiedliche Kundenschichten ansprechen können und dadurch auch mehr Menschen erreichen. Also Menschen, die auch 'davor' schon Wert auf regionales Fleisch gelegt haben, aber durch uns jetzt eine einfache Möglichkeit haben, dies zu beziehen", schilderten "Die Schattberger" im MeinBezirk-Gespräch.
- Foto: "Die Schattberger"
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Dass die Zusammenarbeit so gut und reibungslos funktioniert, darüber sind die drei Bio-Landwirte äußerst dankbar, schilderten sie gegenüber MeinBezirk. Es gibt innerhalb der ARGE keine spezielle Aufgabenverteilung, den Verkauf macht jeder der drei Höfe extra, je nach Verfügbarkeit. Hierfür sei, so "Die Schattberger", eine intensive und gute Absprache nötig, um die Aufgaben sinnvoll verteilen zu können. Damit dies gelingt, werden regelmäßig Treffen vereinbart, um Wichtiges zu besprechen sowie zu entscheiden und damit so flexibel wie möglich agieren zu können, gab Obmann Deutinger Redakteurin Sarah Braun zu verstehen.
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