14. November, Welt-Diabetes-Tag
Der Typ-2-Diabetes wird immer jünger
- Typ-2-Diabetes wird durch ungesunde Kost und Bewegungsmangel begünstigt.
- Foto: Smarterpix
- hochgeladen von Margit Koudelka
Mit zunehmendem Gewicht steigt auch das Diabetes-Risiko bereits bei Kindern und Jugendlichen.
ÖSTERREICH. Typ-2-Diabetes trat lange kaum bei Kindern und Jugendlichen auf, doch auch in Österreich steigt die Zahl der Betroffenen langsam an. Der Hauptgrund ist starkes Übergewicht, das hierzulande bei etwa 30 Prozent der Buben der dritten Schulstufe nachgewiesen wurde; die Tendenz ist weiter steigend. Zu wenig Bewegung, vermehrter Medienkonsum und eine vorwiegend zucker- sowie fettreiche Ernährung fördern Übergewicht und damit das Diabetesrisiko. Nur ein Bruchteil der Kinder erreicht die Empfehlung von mindestens einer Stunde moderater körperlicher Aktivität am Tag. Zwar sind die österreichischen Inzidenzraten mit rund 0,3 Fällen pro 100.000 unter 16 Jahren deutlich niedriger als in anderen europäischen Ländern, Experten erklären dies vor allem durch Unterschiede in der Erfassung und klinischen Versorgung.
Symptome sind wie beim Typ-1-Diabetes gesteigerter Durst, häufiger Harndrang und Müdigkeit. Typ-2-Diabetes unterscheidet sich aber darin, dass die Krankheit oft mit einer Lebensstiländerung geheilt werden kann; wird Übergewicht reduziert, verschwindet die Erkrankung manchmal vollständig. Gelingt dies nicht, helfen Medikamente wie orale Antidiabetika. Die Therapie erfordert meist ein interdisziplinäres Team, doch die Versorgungssituation ist laut Österreichischer Diabetes Gesellschaft angespannt – es fehlen qualifizierte Stellen und mobile Betreuung, vor allem in ländlichen Gebieten.
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