Digital statt Personal
ÖGK nutzt vermehrt KI für "besseren Service"
- Mehr KI bei der ÖGK soll den Service für die Versicherten verbessern.
- Foto: APA-Images / Weingartner-Foto
- hochgeladen von Christiane Appel
Die ÖGK implementiert immer mehr KI in ihrer Verwaltung und spricht von besserem und schnellerem Service für die Versicherten. Was das für das Personal bedeutet, bleibt abzuwarten.
ÖSTERREICH. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) baut ihre digitalen Services aus. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) soll den 7,6 Millionen Versicherten der Zugang zu Leistungen erleichtert werden. Die wichtigste Neuerung ist das KI-System KAI (Kostenerstattung mit Artificial Intelligence).
Das KAI kommt bei der Verarbeitung eingereichter Rechnungen zum Einsatz. Die Patientinnen und Patienten schicken ihre Rechnungen über die "Meine ÖGK"-App oder über die ÖGK-Webseite ein, und durch die KI soll die Kostenerstattung schneller ablaufen. Bisher konnten über 85 Millionen Seiten weitgehend automatisiert bearbeitet werden.
Die KI unterstützt auch bei der Vertragspartnerkontrolle. Sie prüft Abrechnungen auf Auffälligkeiten und stellt verdächtige Dokumente den Beschäftigten zur weiteren Bearbeitung bereit.
Besser, weil automatisch
Bei der ÖGK spricht man von einem besseren Service und einer Stärkung der Gesundheitsversorgung. Durch das KAI könnten Routineaufgaben automatisiert erledigt werden, während sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt auf komplexe Anliegen und auf die Versicherten konzentrieren können.
Von Vorteil ist die KI nicht nur für die Versicherten, sondern auch für die Gesundheitskasse selbst. Die Automatisierung bietet Einsparungspotenzial. Vor rund einem Monat ist ein „Arbeitspapier“ der ÖGK aufgetaucht, in dem von einer Halbierung der Servicestellen die Rede war. MeinBezirk hat berichtet – siehe unten.
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