Kritik vom Verband
Dreierregierung kürzt Mittel für behinderte Menschen
- Durch den Sparkurs der Bundesregierung verringert sich auch der Zuschuss für Behinderte.
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Der KOBV Behindertenverband kämpft um mehr staatliche Mittel. Vor allem, dass weniger Geld für die Integration von Behinderten in den Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, ist für den Verband kontraproduktiv.
ÖSTERREICH. Im Doppelbudget 2027/28 sind geringere Summen als bisher für behinderte Menschen veranschlagt. Darauf macht am Dienstag der KOBV Österreich – Der Behindertenverband aufmerksam. Demnach sinken die Bundesmittel innerhalb dieser beiden Jahre um insgesamt 33,2 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 18 Prozent.
Vor allem die Bundeszuschüsse zum Ausgleichstaxfonds (ATF) werden verringert. Aus diesem Fonds erhalten Firmen Prämien, wenn sie Behinderte beschäftigen. Auch andere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen werden aus dem ATF finanziert.
Weniger Arbeitslose
Der KOBV kann die Kürzungen nicht nachvollziehen. Man müsse jetzt Geld in die Hand nehmen, sagt KOBV-Präsident Franz Groschan, für eine „positive Entwicklung, die mit einem Rückgang an arbeitslosen Personen endet“.
- Für KOBV-Präsident Franz Groschan ist die Integration in den Arbeitsmarkt unerlässlich. (Symbolbild)
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Heuer steuerte der Staat 65 Millionen Euro zum Ausgleichstaxfonds bei. In den kommenden Jahren reduziert sich die Summe schrittweise. Ab 2029 soll sie pro Jahr nur mehr knappe 15 Millionen Euro betragen. Groschan bezeichnet die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt als ernsthaft gefährdet. Er plädiert nicht nur für eine Anhebung der Mittel, sondern auch für eine Überarbeitung des Ausgleichstaxen-Systems.
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