Nach Hackerangriff 2019/2020
Österreich bestellt russischen Botschafter ein

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger findet den russischen Cyberangriff "inakzeptabel". | Foto: APA-Images / Heute / Helmut Graf
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Der russische Botschafter musste am Dienstag im Außenamt erscheinen. Grund war der russische Hackerangriff vor sechs Jahren, der die heimischen IT-ler wochenlang beschäftigt hat. 

ÖSTERREICH. Das Außenministerium hat am Dienstag den russischen Botschafter einbestellt. Das hat zuerst die „Presse“ berichtet. Auslöser für diesen diplomatischen Schritt war die jüngste Erklärung der 27 EU-Staaten zu russischen Cyberangriffen.

Darin wird erstmals offiziell bestätigt, dass die russische Hackergruppe Turla hinter dem Cyberangriff auf das österreichische Außenministerium um den Jahreswechsel 2019/2020 steckt. Turla soll vom russischen Geheimdienst FSB kontrolliert werden und bei der Attacke interne Informationen mit Russland-Bezug abgesaugt haben.

Cyberangriffe "inakzeptabel"

Man habe dem russischen Botschafter klargemacht, dass Cyberangriffe auf Österreich "inakzeptabel" seien, so Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos). Sie würden unsere Sicherheit bedrohen. „Wenn Zahlungssysteme ausfallen, Bahnsysteme oder Krankenhäuser angegriffen werden, betrifft das jeden und jede Einzelne."

In Sachen Cyberattacken ist Russland einer der Hauptakteure. (Symbolbild) | Foto: pixabay.com rperucho
  • In Sachen Cyberattacken ist Russland einer der Hauptakteure. (Symbolbild)
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"Europa erlebt immer mehr solcher Attacken, und einer der Hauptakteure ist Russland“, so die pinke Ressortchefin. Die Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, woher die Bedrohung kommt. Deshalb benenne man die Verantwortlichen und reagiere.

Angriff auf die Souveränität

Auch der Staatssekretär für Staatsschutz, Jörg Leichtfried (SPÖ), verurteilte die russischen Hackerangriffe. Er sprach von einem „Angriff auf die österreichische Souveränität, mit dem Ziel, die öffentliche Meinung zu manipulieren und somit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu destabilisieren“.

Die Cyberattacke 2019/2020 konnte erst nach Wochen beendet werden. Neben Österreich sind auch Deutschland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Polen, Rumänien, die Slowakei und Zypern von den Cyberattacken betroffen.

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