Corona-Ticker Österreich
Komplette AstraZeneca-Lieferung ausgefallen, 2.906 Neuinfektionen

Wieder gibt es Lieferschwierigkeiten mit AstraZeneca: Die geplante Lieferung des Corona-Impfstoffs ist für diese Woche komplett ausgefallen.
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  • Wieder gibt es Lieferschwierigkeiten mit AstraZeneca: Die geplante Lieferung des Corona-Impfstoffs ist für diese Woche komplett ausgefallen.
  • hochgeladen von Thomas Klose

In unserem Corona-Ticker findest du nationale Entwicklungen zur Corona-Pandemie. Allgemeine Fragen: Informations-Hotline 0800 555 621. Bei Verdacht auf Infektion: 1450.

Aktuelle Zahlen:
AGES Dashboard:* 562.762 Laborbestätigte Fälle; 50.540 aktive Fälle; Genesene Fälle 502.926; Testungen 24.999.349 (Österreich Zeitraum 27.02.2020 bis 07.04.2021 0.00 Uhr).

Die wichtigsten Corona-Nachrichten im Überblick:

  • Diese Woche wird keine Lieferung von AstraZeneca eintreffen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Überdies werden nächste Woche nur 2.640 Violen geliefert - fast um die Hälfte weniger als versprochen. 
  • Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird weiterhin in allen Bundesländern für alle Altersgruppen eingesetzt. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz des Gesundheitsministeriums mit den Landesgesundheitsreferenten am Donnerstagvormittag. 
  • Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 2.906 Neuinfektionen in Österreich verzeichnet. Im gleichen Zeitraum kamen 40 weitere Todesfälle hinzu. Bisher sind in Österreich 9.586 Menschen mit oder an dem Corona-Virus gestorben.
  • In Österreich benötigten am Donnerstag 578 Corona-Patienten intensivmedizinische Versorgung und lagen auf Intensivstationen.
  • Am Mittwoch kündigte Arbeitsminister Martin Kocher nach dem Ministerrat an, dass die erhöhte Notstandshilfe bis Ende Juni verlängert wird. Zudem soll sie auf das Niveau des Arbeitslosengeldes angehoben werden. 
  • Das Nationale Impfgremium (NIG) hat sich Mittwochabend erneut für die Fortsetzung des österreichischen Impfprogramms mit dem Vakzin von AstraZeneca ausgesprochen.
  • Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) erklärte am Mittwoch, dass man zwar einen möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin und Thrombosen sehe. Allerdings sei das Risiko nur sehr gering. Daher empfehle man den Einsatz des Impfstoffes weiterhin "uneingeschränkt".

Diese Woche kompletter Lieferausfall bei AstraZeneca 

Diese Woche ist überhaupt kein Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers in Österreich eingetroffen. Die für die Kalenderwoche 14 (5. bis 11. April) angekündigten 5.090 Ampullen werden nun erst in der Kalenderwoche 15 (12. bis 18. April) erwartet. Überdies werden nur 2.640 Violen geliefert - fast um die Hälfte weniger als versprochen. Wie dazu Generalmajor Andreas Pernsteiner vom Verteidigungsministerium der APA erklärte, wäre an sich vorgesehen, dass Astra Zeneca immer freitags die Lieferungen für die folgende Woche bestätigt. Doch erst am Dienstag hätte der Hersteller seine Lieferangaben korrigiert. "Ähnliche Phänomene" gebe es bei anderen Impfstoffherstellern nicht, sagte Pernsteiner, der speziell auf Biontech/Pfizer verwies, wo Lieferzusagen stets verlässlich umgesetzt würden und Termine halten, was sich günstig auf die logistische Abwicklung und das Einhalten von Impfplänen auswirke.

Da man aber genug „Puffer“ eingeplant habe, mussten zumindest in Wien bislang noch keine Impftermine deswegen abgesagt werden, versicherte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).
 

Ab Montag Testpflicht für Ambulanztermine in oö. Spitälern 

In den Ambulanzen aller oberösterreichischen Spitäler gilt ab kommenden Montag eine Testpflicht für Patienten mit Terminen. Wegen der "konstant hohen Infektionszahlen in Oberösterreich und der in einigen Regionen besonders besorgniserregenden Situation" habe man sich dazu entschlossen, hieß es in einer gemeinsamen Aussendung der Ordensspitäler und der oö. Gesundheitsholding am Donnerstag.

"Auch wenn die Situation in Oberösterreichs Kliniken, verglichen mit dem Osten Österreichs, derzeit noch recht stabil ist, so bedarf es auch hier erhöhter Sicherheitsmaßnahmen", wurde klargestellt. Wie für den Besuch körpernaher Dienstleister müssen die Patienten einen negativen Antigentest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder einen negativen PCR-Tests von maximal 72 Stunden, in den Ambulanzen vorweisen. Diese Testpflicht gilt ebenso für Begleitpersonen, ausgenommen seien Akut- und Notfälle sowie Kinder unter sechs Jahren. 

AstraZeneca wird weiter in allen Bundesländern eingesetzt 

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird weiterhin in allen Bundesländern für alle Altersgruppen eingesetzt. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz des Gesundheitsministeriums mit den Landesgesundheitsreferenten am Donnerstagvormittag. Damit bleibt der österreichische Impfplan unverändert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hatte zuvor einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und sehr seltenen Thrombose-Fällen festgestellt. "Ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis wurde in allen Altersgruppen und bei Personen jeden Geschlechts bestätigt", hieß es in einer Aussendung des Gesundheitsministeriums. "Daher wird auch weiterhin jeder zugelassene Impfstoff für alle Personengruppen empfohlen." Dies gelte "auch für junge Menschen, die zwar seltener intensivmedizinisch behandelt werden müssen, aber auch von schweren und langfristigen Folgen einer Covid-19-Erkrankung betroffen sein können". 

Auch die Direktorin für die Öffentliche Gesundheit, Katharina Reich betonte die Wichtigkeit des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca. Dieser sei "ein guter Impfstoff, den wir brauchen", so Reich im ORF-Morgenjournal. Das Bild des Vakzins nach außen habe allerdings leider "wirklich gelitten", räumte die im NIG vertretene Medizinerin ein. Der Imageverlust sei offensichtlich, meinte Reich. "Das ist so nicht mehr rückgängig zu machen" und sei "ein bisschen unverdient", auch wenn sich tatsächlich die meisten Diskussionen und Rätsel um das Vakzin von AstraZeneca gerankt hätten. Ein Verzicht hätte "eine komplette Umstellung dieses Impfplans zur Folge", wodurch "sich ganz sicher Verzögerungen ergeben würden".

Kärnten nahm Intensivpatienten aus anderen Bundesländern auf

In Kärntens Krankenhäusern sind zwei Intensivpatienten aus anderen Bundesländern aufgenommen worden. Wie der Landespressedienst am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei ihnen nicht um Covid-19-Erkrankte, sondern um andere Patienten, die verlegt wurden, um Intensivstationen in anderen Bundesländern zu entlasten. Mit Stand Donnerstag waren 72 Coronapatienten auf einer Normal- und 15 auf einer Intensivstation in Kärnten.

Vorarlberg meldet zweithöchsten Wert heuer

Momentan liegt kein Bundesland unter einem Inzidenzwert von 100. Die Corona-Ampel steht für ganz Österreich auf Rot. Gestern wurde mit 130 Neuinfektionen der zweithöchste Wert des heurigen Jahres überhaupt (13. Jänner: 132) gemessen. Dennoch zog Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) eine "durchaus positive Zwischenbilanz" über die Vorarlberger Öffnungsschritte. Die Lage am Arbeitsmarkt sei gut. Die Stimmung im Land hätte sich gebessert. Auch weitere Öffnungsschritte sind für Wallner denkbar. 

Corona-Ampel: Ganz Österreich bleibt weiterhin auf Rot 

Mit den Infektionszahlen geht es momentan bergauf: Gestern wurde mit 130 Neuinfektionen der zweithöchste Wert des heurigen Jahres überhaupt (13. Jänner: 132) gemessen. Generell macht das Bundesland im Westen die schlechteste Entwicklung bei den Fallzahlen durch. Darauf verweist etwa das aktuelle Arbeitsdokument der zuständigen Ampel-Kommission. Allerdings wird im "Ländle" auch am meisten getestet. Die Folge: Die Corona-Ampel bleibt im ganzen Land rot. Es ist die zweite Woche in Serie, in der das ganze Land wieder durchgehend rot gefärbt ist, was sehr hohes Risiko meint. 

Beim Blick auf die Bezirke zeigt sich, dass Scheibbs mit einer Inzidenz von 466 den ungünstigsten Wert aufweist. Den Bestwert hat Bludenz mit 110,8, wenn man einmal von der kleinen burgenländischen Freistadt Rust absieht, die vergangene Woche keine Neuinfektion verzeichnete.

Verschiebung der French Open um 1 Woche

Die French Open der Tennisprofis werden wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst um eine Woche nach hinten verschoben. Das Turnier, das für Österreichs Topstar und US-Open-Sieger Dominic Thiem das erklärte Ziel dieses Jahres ist, soll nun vom 30. Mai bis 13. Juni in Szene gehen. Durch die neue Terminisierung kommt es nach aktuellem Stand zu einer Kollision mit dem bisher geplanten Start der Rasen-Saison. 

In ganz Frankreich sind seit vergangenem Wochenende für mindestens vier Wochen strengere Corona-Maßnahmen in Kraft, in Paris galten sie zum Großteil bereits zuvor. Im vergangenen Jahr konnten die French Open wegen der Coronavirus-Pandemie überhaupt erst Ende September beginnen. Heuer soll es Ende Mai losgehen. 

Heimischer Sporthandel stark von Ost-Lockdown

Der strenge Lockdown von Anfang April bis vorerst 18. April in Ostösterreich trifft den heimischen Sporthandel hart. Das liegt vor allem daran, dass jetzt zu Frühlingsbeginn viele Fahrräder für die neue Saison gekauft werden. Nur die Abholung von bestellten Waren in den Geschäften ist erlaubt. Durch Click& collectt und dem Online-Shop könne man einen Teil des Umsatzverlustes  ausgleichen, sagte Hervis-Chef Werner Weber bei einem Pressegespräch am Donnerstag.

Die Positionierung des Sporthändlers soll auch geändert werden. Das Geschäft mit Fahrrädern soll ausgebaut werden, mehr Lauf-, Outdoor- und Wintersportartikel sowie mehr Service und Beratung. Bei Preisangeboten will Weber anstatt "eines übertriebenen Aktionismus einen akzentuierten Weg gehen". Es werde aber weiterhin "leistbare Preise" geben. "Aktionspolitik hat nichts mit Verramschung zu tun", so Weber. 

 

Österreichische Coronahilfen im EU-Vergleich im unteren Mittelfeld

Österreich hat bisher 5,9 Prozent der Wirtschaftsleistung investiert, Deutschland mit elf Prozent fast doppelt so viel, wie aus vom IWF veröffentlichte Zahlen über zusätzliche Staatsausgaben für die durch die Pandemie verursachte Wirtschaftskrise hervorgeht. Der IWF weist darauf hin, dass es sich bei den im April veröffentlichten Zahlen um vorläufige Werte handelt und dass automatische Maßnahmen zur Krisenbewältigung ("automatische Stabilisatoren" wie etwa das Arbeitslosengeld) hier nicht berücksichtigt werden. 

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hatte zuletzt behauptet, "das größte Hilfspaket innerhalb der EU" geschnürt zu haben. Unter den 27 EU-Ländern liegt Österreich aber nur an 15. Stelle. Berücksichtigt wurden hier zusätzliche Staatsausgaben (bzw. entfallene Steuereinnahmen) in Höhe von 25,1 Mrd. Dollar (21,12 Mrd. Euro). Dazu kommen noch 10,3 Mrd. Dollar an Garantien bzw. Krediten (8,67 Euro bzw. 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung). Allerdings arbeiten auch andere EU-Staaten mit Garantien und Krediten. In Deutschland machen sie fast 28 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. 

Blümel glaubt "an Fehler"

Blümels Sprecher sprach in einer Reaktion auf die Mitteilung von einem "technischen Fehler" in der Darstellung des IWF. Das Finanzministerium kommt nämlich selbst auf Maßnahmen in Höhe von 9,9 Prozent der Wirtschaftsleistung. Man stehe diesbezüglich mit dem IWF in Kontakt. Kritik kommt dagegen von der SPÖ. Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter sieht durch den Währungsfonds "die nächste Unwahrheit von Kurz und Blümel" aufgedeckt. 

Lehrergewerkschaft fordert kurzen harten Lockdown

Die Lehrergewerkschaft ÖLI-UG spricht sich für einen bundesweiten harten Lockdown aus, um Öffnungsschritte setzen zu können. Denn es komme, wie internationale Erfahrungen zeigen, nicht nur auf die Intensivbettenkapazität, sondern auf die Ansteckungsraten an. Niedriginzidenzländer hätten es vorgemacht und deren Bevölkerung sieht schon länger das Licht am „Ende des Tunnels“. 

"Die britische Variante hat sich bundesweit durchgesetzt, ist ansteckender und führt zu schwereren Verläufen. Während das medizinische Personal aufopfernd ums Leben der Intensivpatient*innen kämpft und der Ärztepräsident Lockdown fordert, setzt die Bundesregierung auf „Regionalisierung“. Wenn nicht oder spät reagiert wird, werden bald alle Bundesländer gleich betroffen sein", warnt ÖLI-UG in einer Aussendung. Ein mehrwöchiger harter Lockdown würde die Inzidenzen senken, um dann nachhaltig öffnen und den Menschen wieder „Normalität“ bieten zu können. Dies verschafft einerseits die benötigte Zeit fürs Impfen und sichert andererseits durch niedrige Inzidenzen Arbeitsplätze. 

Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus 

Die Gesundheitsbehörden melden für Donnerstag 2.906 Corona-Neuinfektionen und 40 Tote. Bisher gab es in Österreich 568.914 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (8. April 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 9.586 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 525.682 wieder genesen. Derzeit befinden sich 2.516 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 578 auf Intensivstationen betreut.

Die am Donnerstag gemeldeten 2.906 Neuinfektionen lagen deutlich unter dem Wert der vergangenen Woche - damals waren es 3.363 neuen Fälle gewesen, 3.124 waren es am 25. März. Um zwei mehr Genesene standen ihnen heute gegenüber - 2.908 Menschen wurden seit Mittwoch als wieder gesundet eingestuft. Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle sank um 42 auf 33.646 Infizierte. Insgesamt wurden in Österreich bisher 568.914 Menschen positiv getestet. 525.682 gelten als wieder genesen. 

Neuinfektionen in den Bundesländern seit der gestrigen Meldung:

Burgenland: 93
Kärnten: 164
Niederösterreich: 365
Oberösterreich: 504
Salzburg: 121
Steiermark: 341
Tirol: 197
Vorarlberg: 98
Wien: 1.023 

Rekord an Intensivpatienten im Burgenland

Auf den österreichischen Intensivstationen mussten 578 Patienten behandelt werden, zwar drei weniger als am Mittwoch, allerdings 47 mehr als vor einer Woche. Die meisten Schwerkranken gab es mit 223 in Wiener Spitälern. In Niederösterreich benötigten 123 Patienten intensivmedizinische Versorgung. Neben diesen zwei Bundesländern ist derzeit auch das Burgenland besonders stark ausgelastet, im Osten wurde auch der Lockdown bis Ende nächster Woche verlängert. Das Burgenland verzeichnete am Donnerstag einen neuen Rekord an Intensivpatienten - 25 Covid-19-Erkrankte mussten dort behandelt werden.

Die Zahl der insgesamt in Krankenhausbehandlung stehenden Menschen ging seit Mittwoch um 39 Patienten zurück. Österreichweit lagen am Donnerstag 2.416 SARS-CoV-2-Infizierte in Spitälern. Innerhalb einer Woche waren 119 Patienten hinzugekommen, was einer Steigerung von 5,2 Prozent entspricht. 

Die Zahl der Todesopfer steigt unterdessen wieder an. Seit Mittwoch wurden 40 weitere Tote registriert, somit sind seit Beginn der Pandemie in Österreich bereits 9.586 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche mit täglich 31,1 Toten deutlich weniger gemeldet. In den vergangenen sieben Tagen wurden 218 Todesopfer registriert. Zuletzt lag der Wochenschnitt immer deutlich unter 200. Vergangenen Donnerstag wurden 29 Todesopfer gemeldet. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie pro 100.000 Einwohner bereits 107,7 an den Folgen einer Infektion gestorben.

News aus den Bundesländern

Kostenlose Coronatests: Neue Testmöglichkeit in Maria Enzersdorf
Corona-Pandemie: Kontrollierte Selbsttests in neun steirischen Gemeinden
Corona-Test in Oberösterreich: Testpflicht ab Montag in Ambulanzen
Covid-Antigen-Testmöglichkeiten: In Finkenstein wird wieder getestet

Wiener Lehrer wehren sich gegen Präsenzunterricht im Osten

Die Pläne des Bildungsministers, wonach ab Montag Schüler der Abschlussklassen und jene, die vor einem Schulwechsel stehen, trotz der Verlängerung des Lockdowns in die Klasse kommen können, stoßen auf Widerstand.  Der ständige Wechsel zwischen Distance Learning und Präsenzunterricht im Schicht- oder Vollbetrieb sorge nicht nur für "größte Verwirrung", heißt es in dem Schreiben des Zentralausschusses der Wiener Pflichtschullehrer, das u.a. an Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) gerichtet ist. In der Sekundarstufe I (im Pflichtschulbereich vor allem Mittelschulen) sei es wegen des Fachlehrersystems auch gar nicht möglich, dass gleichzeitig Schichtbetrieb für die 8. Schulstufe und Fernunterricht für die 5. bis 7. Schulstufe sowie zusätzlich noch Betreuung in der Schule angeboten wird. Ähnliche Probleme gebe es auch an den Volksschulen bei Lehrern, die in mehreren Klassen eingesetzt werden.  Die Wiener Lehrervertretung fordert nun die Rücknahme dieser Maßnahmen.

Was Künstler am Theater wirklich wollen

Anschober vermutlich kommende Woche wieder im Dienst

Der erkrankte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) wird voraussichtlich Anfang kommender Woche wieder in sein Büro zurückkehren, teilte sein Büro am Donnerstag mit. Der Gesundheitsminister hatte sich Anfang der Woche krankgemeldet und konnte dementsprechend auch nicht am Corona-Gipfel mit Experten, Opposition und Landeshauptleuten teilnehmen. Bereits im März war Anschober einige Tage krankheitsbedingt ausgefallen.

Burgenland: Erneut 25 Intensivpatienten

Am Donnerstag ist in den burgenländischen Spitälern erneut der Höchstwert von 25 Intensivpatienten erreicht worden. Derzeit befinden sich insgesamt 93 Corona-Patienten in Spitalsbehandlung, wie der Koordinationsstab Corona-Virus mitteilte. Außerdem wurden 93 Corona-Neuinfektionen und fünf Todesfälle gemeldet. Bisher wurden im Bundesland insgesamt 43.731 Personen gegen das Corona-Virus geimpft und 16.284 davon erhielten bereits ihre zweite Teilimpfung.

Heuer mussten am 28. März schon einmal 25 Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut werden. Daraufhin wurde die Zahl der Intensivbetten von der KRAGES und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt weiter aufgestockt. Inzwischen stehen dort 35 Intensivbetten zur Verfügung.

Italien impft auch nachts

Im Nachbarland Italien nimmt die Impfkampagne weiter Fahrt auf. Dort soll jetzt auch bis spät in die Nacht geimpft werden. Aus diesem Grund wurde in Genua nun die erste Impfstelle eröffnet, in der sechsmal wöchentlich bis 2.00 Uhr geimpft wird. Demnächst sollen weitere folgen, berichteten die Behörden.

"Wir sind bereit, 24 Stunden am Tag zu impfen. Die Immunisierungen erfolgen derzeit in drei Schichten von sechs Stunden. So können wir täglich bis zu 1.500 Dosen verabreichen", berichtete der Leiter der Einrichtung in Genua.

Tirol/Schwaz: Zweite Impfrunde angelaufen

Am Donnerstag läuft im Tiroler Bezirk Schwaz die zweite Impfrunde an. Dabei sollen rund 50.000 Personen ihre zweite Corona-Teilimpfung erhalten. Die Aktion wird laut Land Tirol bis inklusive kommenden Montag laufen und in den 26 Impfstationen des Bezirks abgewickelt. Im Rahmen der ersten Impfrunde im März hatten sich rund 46.000 der 64.000 infrage kommenden Bürger für eine Impfung registriert und impfen lassen. 

Impfung: Österreich setzt weiterhin auf AstraZeneca

Am Mittwochabend hat sich das Nationale Impfgremium (NIG) trotz des sehr wahrscheinlichen Zusammenhangs von auftretenden Blutgerinnseln und einer Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin für eine Weiterführung des österreichischen Impfprogramms mit dem Mittel ausgesprochen. Das NIG folgt damit der Empfehlung der Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) und betonte, dass der Nutzen des Impfstoffs höher sei als das Risiko.

Die EU-Behörde hatte zuvor die Verbindung zwischen seltenen Fällen von Hirnthrombosen und dem Vakzin untersucht und erklärt, dass man einen möglichen Zusammenhang sehe. Allerdings sei das Risiko recht gering. Eine Anwendung des Vakzins werde daher "uneingeschränkt" empfohlen. Mehr.

Welchen Impfstoff würdet ihr wählen?

EU-Gesundheitsminister zu AstraZeneca-Vakzin weiter uneinig

Die EU-Gesundheitsminister konnten sich am Mittwoch bei einer virtuellen Sondersitzung nicht auf eine gemeinsame Linie zum Umgang mit dem Corona-Vakzin von AstraZeneca einigen. Somit gelten in den einzelnen Mitgliedsstaaten weiterhin unterschiedliche Vorgaben. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte sich zuvor erneut hinter den in die Kritik geratenen Impfstoff von AstraZeneca gestellt.

Deutschland: 20.407 Neuinfektionen registriert

Von Mittwoch auf Donnerstag haben die Gesundheitsämter im Nachbarland Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20.407 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zeitgleich wurden 306 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagfrüh hervor.

Die Infos des Vortags:

EMA: Möglicher Zusammenhang mit seltenen Thrombosen
Auf diese Symptome sollten Geimpfte achten
Die wichtigsten Nachrichten des Tages
Notstandshilfe wird bis Ende Juni verlängert

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