IHS-Prognose bis 2030
Österreichs Wirtschaft wächst nur noch um ein Prozent jährlich
- Als Gründe nennt das Institut unter anderem die unsichere internationale Lage sowie den anhaltenden Fachkräftemangel. (Symbolbild)
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Die heimische Wirtschaft dürfte in den kommenden Jahren nur schwach wachsen. Das Institut für Höhere Studien (IHS) rechnet bis 2030 mit einem durchschnittlichen Plus von einem Prozent pro Jahr. Gleichzeitig soll die Inflation schrittweise zurückgehen.
ÖSTERREICH. Das Institut für Höhere Studien (IHS) erwartet für Österreich bis 2030 ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum als in den vergangenen Jahren. Laut der am Donnerstag präsentierten Mittelfristprognose soll die Wirtschaftsleistung im Durchschnitt nur noch um ein Prozent pro Jahr zulegen. Als Gründe nennt das Institut unter anderem die unsichere internationale Lage sowie den anhaltenden Fachkräftemangel.
Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich geopolitische Konflikte – insbesondere im Nahen Osten – nicht weiter verschärfen. Positiv bewertet das IHS hingegen die Aussichten für den Bausektor, der die Rezession hinter sich lassen dürfte. Auch die Exporte sollen sich nach den Rückgängen der vergangenen Jahre schrittweise erholen.
Heuer unter 1 Prozent Wachstum
Für 2026 erwarten die Ökonomen ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent, 2027 soll die Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent steigen. Für die Jahre 2028 bis 2030 prognostiziert das IHS Zuwächse zwischen 1,0 und 1,2 Prozent. Damit würde Österreich in etwa auf dem Niveau des Euroraums wachsen, allerdings deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 1,9 Prozent.
Auch bei der Inflation rechnen die Expertinnen und Experten mit einer Entspannung. Nach einer Teuerungsrate von drei Prozent im laufenden Jahr soll das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent ab 2028 wieder erreicht werden. Bis 2030 erwartet das IHS eine durchschnittliche Inflation von 2,3 Prozent jährlich.
Arbeitslosigkeit sinkt leicht
Am Arbeitsmarkt dürfte die Beschäftigung moderat wachsen. Gleichzeitig soll die Arbeitslosenquote von derzeit 7,5 auf 6,4 Prozent bis 2030 sinken. Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel bleiben laut IHS jedoch eine zentrale Herausforderung.
- Am Arbeitsmarkt dürfte die Beschäftigung moderat wachsen. Gleichzeitig soll die Arbeitslosenquote von derzeit 7,5 auf 6,4 Prozent bis 2030 sinken. (Symbolbild)
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Nach Einschätzung des Instituts könnten sich auch die heimischen Exporte wieder erholen. Für Warenexporte wird bis 2030 ein durchschnittliches Wachstum von 1,9 Prozent pro Jahr erwartet, nachdem hohe Energie- und Lohnkosten zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit belastet hatten.
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