Temu, Shein & AliExpress
Viel weniger asiatische Billig-Pakete wegen EU-Zoll
- Das Paketvolumen ist durch den neuen EU-Zoll kräftig geschrumpft, so der Handelsverband. (Symbolbild)
- Foto: www.pexels.com Polina Tankilevitch
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Die chinesischen Online-Händler schaden dem heimischen Handel und dem österreichischen Staat massiv. Der neue EU-Pauschalzoll erweist sich als effektives Gegenmittel.
ÖSTERREICH. Die gigantischen Umsätze der asiatischen Billig-Plattformen Temu, AliExpress und Shein verursachen in Österreich massive volkswirtschaftliche Schäden. Eine Analyse der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) im Auftrag des Handelsverbands (HV) hat horrende Zahlen zutage gefördert.
Durch den Abfluss von Geld ins Ausland entgehen dem heimischen Handel jährlich knapp 570 Millionen Euro Bruttoumsatz. Dadurch schrumpft das Bruttoinlandsprodukt um rund 212 Millionen. Der „vermeintliche Billigkonsum kostet das Land 1.600 Arbeitsplätze und fast 100 Millionen Euro an Steuern und Abgaben“, erklärt HV-Chef Rainer Will.
Jeder Klick hat seinen Preis
„Jeder Klick auf diese Plattformen hat seinen Preis. Aus dem Paket um wenige Euro wird ein millionenschwerer Bumerang für den Wirtschaftsstandort. Bezahlt wird er von heimischen Betrieben, ihren 711.000 Beschäftigten und letztlich von allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern", sagt er.
- Die asiatischen Billig-Riesen schaden dem heimischen Handel, seinen Angestellten und dem Staat. (Symbolbild)
- Foto: www.pexels.com Markus Winkler
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Die Beschäftigten verdienen laut der Studie weniger. Allein im Handel sinkt das Arbeitnehmerentgelt um 35 Millionen Euro, über alle untersuchten Branchen hinweg um rund 90 Millionen Euro. Der Staat hat ebenfalls das Nachsehen. Ihm entgehen laut GAW knapp 100 Millionen Euro an Steuern und Abgaben.
Paketvolumen eingebrochen
Immerhin tut sich etwas in der EU, um das Problem zu verringern. Die EU-Kommission verhängt Strafen gegen die Fernost-Online-Händler bei Verstößen gegen den Digital Services Act (DSA).
Und der neue EU-Pauschalzoll von drei Euro auf Kleinsendungen aus Drittstaaten zeigt Wirkung: Seit 1. Juli ist das Paketvolumen aus Fernost laut der Österreichischen Post um durchschnittlich 26 Prozent eingebrochen. Der EU-Zoll „sorgt für mehr Fairness im Onlinehandel und bremst die Paketflut aus Fernost zumindest kurzfristig“, so Will.
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