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In Pölfing-Brunn steht ein Garten voller Züge
- Als Lokführer ist Karl-Heinz Grubelnik zwischen den GKB-Bahnhöfen unterwegs. Zuhause in seinem Garten hat er seinen eigenen Hauptbahnhof mit vielen Zügen erschaffen.
- Foto: Simon Michl
- hochgeladen von Simon Michl
„Beim Karl-Heinz fahren die Züge im Garten, weil der bekommt in der Firma noch nicht genug davon.“ Diesen Satz hat Karl-Heinz Grubelnik schon öfter gehört. Der 31-Jährige ist hauptberuflich bei der GKB als Lokführer tätig und bekommt in seiner Freizeit tatsächlich nicht genug von Zügen: In seinem Garten in Pölfing-Brunn steht die größte Modelleisenbahn dieser Art in der ganzen Weststeiermark. „Wenn ich davon erzähle, werd ich oft belächelt“, sagt Grubelnik. „Aber jeder, der meinen Garten sieht, geht ziemlich beeindruckt wieder raus.“
240 Meter Gleise in einem Garten
Kein Wunder: Der längste Zug ist sieben Meter lang, 240 Meter Gleise hat Grubelnik nur in seinem Garten verlegt. In der Garage werden die Züge gelagert, über einen kleinen Tunnel in der Mauer geht es nach draußen. Dort schießen um die 30 Züge über den Rasen, alle im Maßstab 1:22,5. Die nächste Größe wären schon Modellzüge, auf denen man sitzen kann, wie bei der Gartenbahn im Park des LKH Graz Süd.
Kurze Bauzeit
Begonnen hat Grubelnik schon als kleiner Bub mit den H0-Bahnen im Maßstab 1:87. Das Hobby und die Züge sind über die Jahre immer weiter gewachsen. „Schon beim Hausbau hab ich mir vorgestellt, mal eine Gartenbahn zu bauen“, erinnert sich Grubelnik. 2016 fiel dann der Startschuss: „Viele glauben mir das nicht, aber die Anlage ist in ‚nur‘ eineinhalb Jahren entstanden.“ 68 Weichen und 40 Signale sind darin verbaut, alles elektronisch betrieben und per Handy gesteuert, wie Grubelnik erklärt:
Im Winter wird gebastelt
Die Gleise sind wasser- und schneefest, die Züge und Gebäude werden jetzt schön langsam verräumt. Dann beginnt für Grubelnik die Zeit, in der drinnen viel gebastelt und repariert wird, bevor es im Frühsommer mit dem „aufgemotzten Zeug“ wieder ins Freie geht. Das Familienleben leidet darunter nicht, ganz im Gegenteil: „Das Schöne ist, dass man dabei die Familie einbinden kann“, erzählt Grubelnik. Seine Freundin interessiert sich selbst für den Modellbau und kümmert sich um die feinen Arbeiten wie die Figuren: An den Kühen, die genauso wie die Züge Laute von sich geben, erfreut sich auch schon die kleine Tochter.
Schweizer Berge in Pölfing-Brunn
Der nächste Ausbau ist schon geplant: Einen kleinen Hang im Garten will Grubelnik nutzen, um dort Viadukte, Bögen und Serpentinen wie in den Schweizer Bergen zu bauen. Auch ein eigenes Gebäude wird es geben, wo die Züge abgestellt werden können. Denn die Platzressourcen im Keller und in der Garage sind schon am Ende. „Viele sagen ja, man tut ‚Eisenbahn spielen‘“, so Grubelnik, der immer wieder Eisenbahnerkollegen in seinem Garten zu Gast hat. „Wir sagen: Wir stellen den Fahrbetrieb der Wirklichkeit im Modell nach.“ Das Modell von Karl-Heinz Grubelnik kommt der Realität schon sehr nahe.
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