Internet-Speedtest im Bezirk Deutschlandsberg
Bei uns gibt's das langsamste Handynetz der Steiermark
- Im Gebiet um Wettmannstätten und Groß St. Florian muss man beim Surfen am Handy schon mal länger warten.
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In Wettmannstätten gibt es zurzeit das langsamste Handy-Internet in der Steiermark. Die WOCHE hat alle LTE-Netze im gesamten Bezirk Deutschlandsberg getestet.
BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG. Ein ernüchterndes Zeugnis stellt der neueste Handynetz-Vergleich von tarife.at der Steiermark aus: Im österreichweiten Vergleich ist das mobile Internet in der Steiermark relativ durchschnittlich. Im getesteten Zeitraum von Jänner bis Juni 2020 kommen steirische LTE-Handynetze (4G) auf durchschnittlich 23,5 Mbit/s. Nur Platz sechs im Bundesländerranking und langsamer als beim letzten Speedtest vor zwei Jahren (29,4 Mbit/s).
- Die durchschnittliche Internet-Geschwindigkeit am Handy in allen österreichischen Gemeinden
- Foto: tarife.at
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Steirisches Schlusslicht ist dabei Wettmannstätten. Im getesteten Zeitraum surfte man dort am Handy durchschnittlich mit 5,0 Mbit/s. Zum Vergleich: Steiermarks Speedsieger Bruck/Mur ist über 17 Mal schneller. Corona-bedingte Netzauslastungen müssen bei diesen Werten, die aus 1,75 Mio. Messungen ermittelt wurden, jedoch berücksichtigt werden. Die WOCHE machte daher den aktuellen Speedtest: Wie schnell ist das mobile Internet im Bezirk Deutschlandsberg?
So schnell geht's im Bezirk
Wettmannstätten weist im Juli einen höheren Wert aus, bleibt aber knapp hinter den Nachbarn Groß St. Florian und Unterbergla am letzten Platz. Am schnellsten surft man am Handy in Deutschlandsberg, dicht gefolgt von Lannach. Aktuelle Daten kann man mit der Speedmap auf tarife.at jederzeit abfragen. Da dort unterschiedliche Radien benutzt werden, haben wir für alle Ortsteile die durchschnittlichen Geschwindigkeiten der LTE-Netze errechnet.
- Deutschlandsberg ist Spitzenreiter mit 85,7 Mbit/s, Wettmannstätten ist Schlusslicht mit 11,5 Mbit/s. Den mittleren Wert stellt Gressenberg mit 38,5 Mbit/s dar.
- Foto: WOCHE
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Das doch noch erfreuliche Ergebnis: ein Durchschnitt von 44 Mbit/s im Bezirk und damit eine deutliche Steigerung gegenüber 2018 (15,8 Mbit/s). Man erkennt an der Karte aber deutlich, in welchen Flecken es noch ordentlich Aufholbedarf gibt. Etwa rund um Groß St. Florian: Im Dreieck Vochera-Gussendorf-Neudorf steht kein einziger Moblifunkmasten. Zum Vergleich: Im Deutschlandsberger Stadtgebiet gibt es über zehn (siehe senderkataster.at).
Ein Zehntel der versprochenen Leistung
Österreichweit am schnellsten surft man laut tarife.at übrigens im niederösterreichischen Grafenwörth mit 166,8 Mbit/s. Mobilfunkanbieter werben mit LTE-Tarifen bis zu 350 Mbit/s, in der Realität erreichen Österreichs LTE-Handynetze aber nur eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 30,1 Mbit/s. Das entspricht nicht ganz dem Stand von 2018 (32,5 Mbit/s). 80 Prozent der Gemeinden, in denen ausreichend 5G-Messung vorgenommen wurden, erreichen über 200 Mbit/s. Der beste Zeitpunkt, um mit dem Handy zu surfen, wäre Dienstag um 5 Uhr in der Früh. Da sind die wenigsten Menschen online und die Leistung daher am besten. Im Gegensatz dazu lässt die Geschwindigkeit generell zwischen 19 bis 20 Uhr zu wünschen übrig (Median: 17,05 Mbit/s), vor allem am Sonntag.
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