Rotkreuz-Bezirksversammlung Deutschlandsberg
Über 101.000 ehrenamtlich geleistete Stunden
- Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen standen am Programm.
- Foto: Rotes Kreuz/Schrempf-Güttinger
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Bei der Bezirksversammlung des Roten Kreuzes Deutschlandsberg Mitte Mai im Laßnitzhaus wurde eine eindrucksvolle Leistungsbilanz präsentiert. Fast 27.000 Rettungseinsätze, zigtausende ehrenamtliche Stunden und zahlreiche soziale Dienstleistungen unterstreichen die enorme Bedeutung des Rotes Kreuzes für die Bevölkerung.
DEUTSCHLANDSBERG. Bezirksstellenleiter Florian Klug konnte etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ehrengäste aus Politik, Behörden und Einsatzorganisationen begrüßen. Darunter befanden sich unter anderem der Rotkreuz-Chefarzt Berthold Petutschnigg, Bezirkshauptfrau Doris Bund, Bürgermeister Josef Wallner, sowie Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Gaich.
Ebenso folgten Vertreter benachbarter Rotkreuz-Bezirksstellen der Einladung. Seitens der Ortsstellen waren Andreas Fiebich, Ortsstellenleiter Lannach/St. Josef sowie Martin Hengsberger, Ortsstellenleiter Stainz, anwesend.
Rückblick auf das Vorjahr
Zum Leistungsbericht des Roten Kreuzes im Bezirk aus dem Vorjahr: Insgesamt wurden 26.760 Einsätze geleistet und dabei rund 893.549 Kilometer zurückgelegt. Besonders hervorzuheben sind die 747 Einsätze der 55 First Responder. Insgesamt engagierten sich rund 570 Mitarbeitende, die dabei 84.336 ehrenamtliche Stunden leisteten.
Auch der Notarztrettungsdienst war stark gefordert: 1.276 Einsätze sowie mehr als 8.300 ehrenamtliche Stunden unterstreichen die hohe Bedeutung für die notfallmedizinische Versorgung im Bezirk. 50 Notfallsanitäterinnen und -sanitäter und 24 Notärztinnen und Notärzte sorgen für eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr.
Neues System
Von Bezirksrotkreuzarzt Peter Grasl wurde das neu eingeführte „Notfallsanitäter-First Responder-System“ vorgestellt. Das mit Notfallsanitätern besetzte „Vorausfahrzeug“ ergänzt die bestehende notärztliche Versorgung im Bezirk und kommt zum Einsatz, wenn keine unmittelbare Lebensgefahr besteht, jedoch rasche medizinische Hilfe ohne notärztliche Maßnahmen benötigt wird.
Unterstützung erhalten die speziell ausgebildeten Notfallsanitäterinnen und -sanitäter vor Ort auch durch einen Telenotarzt - dieser kann sich per Telefon und Computer in Echtzeit zuschalten und das Personal vor Ort medizinisch unterstützen. Der Bezirk Deutschlandsberg nimmt hierbei steiermarkweit eine Vorreiterrolle ein und gilt als Modellregion für die Weiterentwicklung moderner Rettungsdienststrukturen.
- Chefarzt Berthold Petutschnigg (r.) betonte, dass er sich hier im Bezirk „besonders wohlfühle“.
- Foto: Rotes Kreuz/Schrempf-Güttinger
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Psyche, Jugend und Blutspenden
Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch die psychosoziale Betreuung, die im vergangenen Jahr 45 Einsätze verzeichnete und rund 200 Personen unterstützte. Die 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten dazu 1.543 ehrenamtliche Stunden.
Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf der Nachwuchsarbeit: Im Jugendrotkreuz engagierten sich mittlerweile 96 Jugendliche in vier Gruppen unter der Leitung von 22 Betreuerinnen und Betreuern. Sie leisteten gemeinsam 5.246 Stunden. Auch im Bereich Ausbildung wurde ein starkes Zeichen gesetzt: Insgesamt wurden von 27 Lehrpersonen 126 Erste-Hilfe-Kurse sowie zahlreiche Firmen- und Mitarbeiterkurse abgehalten, an denen knapp 2.000 Personen teilnahmen.
Der Blutspendedienst organisierte 57 Aktionen, bei denen 2.308 Blutspenden gesammelt wurden – ein unverzichtbarer Beitrag zur medizinischen Versorgung. 20 Helferinnen und Helfer leisteten dabei 786 ehrenamtliche Stunden.
- Klug, Krois, Meschnark und Wippel-Grundauer
- Foto: Rotes Kreuz/Schrempf-Güttinger
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Die Ehrungen
Nach der Wahl der Delegierten zur Generalversammlung sowie der Kassaprüfer war ein besonderer Höhepunkt der Bezirksversammlung die Ehrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr außergewöhnliches Engagement und ihre langjährige Tätigkeit im Dienste des Roten Kreuzes. Auch zahlreiche Beförderungen gab es zu feiern.
Bezirksstellenleiter-Stv. Finanzreferent Bernhard Pölzl erhielt zum Beispiel die goldene Stundenspange für 16.000 Stunden, Silvia Meschnark jene für 17.000 Stunden. Eine besondere Auszeichnung erhielt Bezirksstellenleiter Florian Klug mit der goldenen Stundenspange für beeindruckende 31.000 geleistete Stunden.
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