Pfarrer Marius Enåşel als Firmspender
66 Mädchen und Burschen bei der Firmung in Stainz
- Hier werden gerade die Fürbitten gelesen
- Foto: Gerhard Langmann
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Ein großes Erlebnis: In der Pfarrkirche Stainz firmte Firmungsspender Marius Enåşel 66 Jugendliche. Die Anteilnahme der Pfarrbevölkerung war riesig. Als Firmbegleiterteam fungierten Johannes Stelzl und Zuzana Dudeskova. Nach dem Festakt lud der Pfarrgemeinderat zur Agape.
STAINZ. Erhebend und inspirierend für alle Beteiligten: Anders kann man die Stimmung auf dem Schlossplatz, in der Pfarrkirche und im Pfarrheim nicht beschreiben. Die Marktmusikkapelle Stainz mit Stabführer Peter Wallner geleitete den Festzug zur Kirche. Zuzana Dudeskova und Johannes Stelzl, das Firmbegleiterteam des Seelsorgeraums Schilcherland, führten die Jugendlichen zu den reservierten Sitzplätzen in den vorderen Reihen. Neben Pfarrer Marius Enåşel, Diakon Robert Langmann, dem Ministrantenteam waren PGR-Sprecherin Maria Elisabeth Reisinger und Vbgm. Christoph Oswald mit dabei.
Es war Josef Scheucher, der namens der Firmlinge den Pfarrer um die Spende des Sakraments der Firmung ersuchte. „Der Heilige Geist wird aktiv“, sprach der Zelebrant die Aufgabe an, die Botschaft zu leben und weiterzugeben. Zuzana Dudeskova wies – mit Blick auf das vor dem Altar aufgestellte Bild eines Paragleiters – auf die befreiende und jede Einschränkung abbauende Wirkung der Firmung hin. In der Lesung von Irene König war ebenfalls von einem frei machenden Heiligen Geist zu hören.
Die Predigt
Die musikalische Umrahmung lag in den Händen des Musikensembles der Erzherzog-Johann-Musikschule Stainz mit Direktor Josef Deutschmann. Es stimmte zum Gloria das „Ehre sei Gott“ an, bevor in der Lesung von Firmling Valentin Orthaber vom Geist der Kindschaft und dem Erbe Gottes die Rede war. „Ich will euch erquicken und ihr werdet Ruhe finden“, lautete die Essenz des von Diakon Robert Langmann vorgetragenen Evangeliums. „Wozu brauchen wir die Firmung?“, leitete Pfr. Marius Enåşel seine Predigt ein.
Um die Frage auch gleich zu beantworten: „Sie gilt als Bestätigung der Taufe, die in den allermeisten Fällen ja als Kind empfangen wird.“ Sie stellt eine Bekräftigung dar, die mit einer Stärkung durch den Heiligen Geist einhergeht. „Nicht immer fällt es uns leicht“, zog er einen Vergleich mit dem Fitnesstraining, das – um wirksam zu sein – beständig ausgeübt werden muss. „Wir nähern uns Gott an“, wies er auf die Hilfe Gottes und seine ständige Präsenz hin. „Du bist nicht allein“, stellte er die Kirche als große Gemeinschaft dar, die zu einem angstfreien Leben verhelfe.
Der Akt der Firmung
Danach rückte der Akt der Firmung in den absoluten Mittelpunkt des Gottesdienstes. „Ihr werden jetzt den Hl. Geist empfangen“, bat der Zelebrant die Firmlinge bei der Erneuerung des Taubgelöbnisses, dem Teufel zu widersagen, an Gott zu glauben und in Frömmigkeit und Gottesfurcht in Stille ein Gebet zu sprechen. In der Folge traten die Firmlinge und ihre Paten und Patinnen vor den Firmspender, um das Sakrament der Firmung zu empfangen. Die Paten und Patinnen hielten dabei ihre Hand auf die Schulter des Firmlings, der vom Pfarrer mit seinem Vornamen angesprochen und mit dem Kreuzzeichen mit Crisam auf die Stirn versehen wurde: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!“
Der Pfarrer ließ es sich dabei nicht entgehen, ein paar Worte mit dem Firmling und dem Paten zu wechseln und alles Gute auf dem weiteren Weg zu wünschen. Nach der Firmung baten die Firmlinge Christina, Lena, Antonia und Karin Orthaber und Peter Hörmann als Patenschaft um künftigen Beistand. Mit dem Lied „Rückenwind“ hängten die Firmlinge eine choreografierte, musikalische Verstärkung an.
Danke an alle Mitwirkenden
Mit einer kürzlich erlebten Episode versuchte Zuzana Dudeskova dem Wirken des Heiligen Geistes Kontur zu geben. „Als Hobby bastle ich Rosenkränze“, erzählte sie von einem Besuch in der Kirche, bei dem eine unbekannte Frau ein paar Reihen vor ihr betete. Wie von einer unsichtbaren Hand sei sie geführt worden, dieser Frau einen mitgeführten Rosenkranz zu schenken. Der sinngebende Inhalt der Geschichte: Just an diesem Tag hatte die Frau, die sich unter Tränen bedankte, keinen eigenen Rosenkranz bei sich.
Das Ende der Firmung nach der Segnung der Firmungsgeschenke stand unter dem Motto Danke sagen. Namens der Firmlinge überreichte Josef Scheucher dem Firmspender ein Präsent. Umgekehrt bedankte sich dieser bei Zuzana Dudeskova, Johannes Stelzl und Karin Orthaber mit einem Geschenk. Eingeschlossen in das Bedankt werden waren alle Mitwirkenden an der Gestaltung der Firmungsfeier. Über ein Erinnerungspräsent freuen durften sich auch alle gefirmten Jugendlichen. Nach dem Schlusssegen ging es hinüber in das Pfarrheim zu einer vom Pfarrgemeinderat ausgerichteten Agape.
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