Deutschlandsberg
In der Wohngruppe „tilia“ finden Kinder ein sicheres Zuhause
- Die Freude bei der offiziellen Eröffnungsfeier war groß.
- Foto: Jugend am Werk Steiermark / Wilfried Mörtl
- hochgeladen von Katrin Löschnig
Jugend am Werk Steiermark hat im Zentrum der Bezirksstadt Deutschlandsberg eine neue Wohngruppe für Kinder und Jugendliche eröffnet, die nicht mehr zuhause leben können. Die ersten der neun Zimmer sind bereits bewohnt.
DEUTSCHLANDSBERG. Die neue Wohngruppe trägt den Namen „tilia“, nach dem lateinischen Wort für Linde. Sandra Schimmler, die Geschäftsführerin von Jugend am Werk Steiermark, erklärt den Gedanken dahinter: „Die Kinder und Jugendlichen sollen hier einen Ort vorfinden, an dem sie sich wohlfühlen und entwickeln können, das spiegelt sich auch im Namen wider. Die Linde steht für Schutz und Wachstum.“
Die Einrichtung in Deutschlandsberg ist nach der Wohngruppe für Kinder und Jugendliche in Koblenz bereits die zweite, die in diesem Jahr von Jugend am Werk eröffnet wurde.
„Wir sind heute stolz, aber wir sind auch auf unsere Tradition stolz. Jugend am Werk gibt es bereits seit 80 Jahren.“
Walter Ferk, Präsident Jugend am Werk Steiermark
Ein sicherer Ort
Das Ziel von „tilia“ in Deutschlandsberg ist, den Kindern und Jugendlichen ein stabiles und sicheres Zuhause zu bieten. Insgesamt stehen hier neun Betreuungsplätze zur Verfügung, die Kinder im Alter von fünf bis fünfzehn Jahren wohnen in liebevoll gestalteten Einzelzimmern. Zurzeit sind schon vier der Zimmer vergeben, bis Ende Juli will man alle Betreuungsplätze besetzt haben.
- Eines der Einzelzimmer für die Kinder und Jugendlichen
- Foto: MeinBezirk/Katrin Löschnig
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Nicolas Versnak ist der Leiter der neuen Wohngruppe, er erklärt: „Wir schaffen Raum für Entwicklung und Entfaltung. Das individuelle Eingehen auf jedes einzelne Kind ist ein wichtiger Bestandteil der Betreuungsarbeit.“ Zurzeit sind elf Kolleginnen und Kollegen vor Ort für die jungen Menschen da. Sie betreuen die Kinder und Jugendlichen in allen Lebenslagen, wie zum Beispiel Bildung und Schulbesuch, Selbstständigkeit, Alltagsgestaltung, Traumabewältigung, Biografiearbeit und vieles mehr. „Wir können wirklich mit Stolz sagen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen wissen, was sie tun“, weist Schimmler auf das hochqualifizierte Personal hin.
„Mein Dank gilt Jugend am Werk Steiermark und allen Mitarbeitenden, die diese wichtige Aufgabe mit großer Fachkompetenz und Herz erfüllen.“
Hannes Amesbauer, Soziallandesrat
Engagierte Stadtgemeinde
Zwischen der Stadtgemeinde Deutschlandsberg und Jugend am Werk besteht bereits eine sehr lange und erfolgreiche Partnerschaft. „Die neue Wohngruppe ist nun ein weiteres Bindeglied“, so Bürgermeister Josef Wallner, der sich freut, die Organisation in Deutschlandsberg zu wissen.
Und die Zusammenarbeit geht weiter. „Im Oktober eröffnen wir die nächste Einrichtung mit Jugend am Werk, ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt in der Grazerstraße“, freut sich Bürgermeister Wallner.
- Das Gebäude befindet sich direkt im Deutschlandsberger Zentrum – kein Zufall, sondern Absicht.
- Foto: MeinBezirk/Katrin Löschnig
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