Beschäftigungsprojekt
Wie das gelbe Haus in Deutschlandsberg jetzt wieder Menschen hilft
- Landesrat Willibald Ehrenhöfer (l.) und die Standortleiterin Silvia Murlasits (2.v.l.) mit ihrem Team und den Transitmitarbeitenden.
- Foto: MeinBezirk/Katrin Löschnig
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Neues Leben für einen Standort in der Stadt Deutschlandsberg: Mit dem gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt „inservice JTS Deutschlandsberg“ bietet Jugend am Werk arbeitslosen Menschen befristete Arbeitsplätze und neue berufliche Perspektiven.
DEUTSCHLANDSBERG. Das grellgelbe Haus in der Deutschlandsberger Grazerstraße 39 hat eine bewegte Geschichte: Irmtraud Pribas von der Energieagentur Weststeiermark (EAW) baute dort ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt auf und führte dieses jahrelang erfolgreich. Mit ihrem Ruhestand war es der Stadtgemeinde – bzw. dem Wirtschafts- und Entwicklungsverein, dem das Gebäude gehört – ein Anliegen, für eine zukunftsfähige Nachfolgelösung zu sorgen.
Gesagt, getan: Mit Jugend am Werk hat man einen neuen Träger gefunden. So wurde das Gebäude saniert und war schließlich bereit für das Projekt „inservice JTS Deutschlandsberg“. „Wir waren vorher an einem Übergangsstandort am Hauptplatz und sind im Juni in die Grazerstraße gesiedelt“, berichtete Silvia Murlasits, die den Standort leitet.
- Der Standort in der Stadtgemeinde Deutschlandsberg.
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Über das Projekt
Das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt „inservice JTS Deutschlandsberg“ wird von Jugend am Werk mit EU-Kofinanzierung und finanzieller Unterstützung vom AMS Steiermark und dem Land Steiermark durchgeführt. „Dieses bewährte Konzept setzen wir schon in fünf steirischen Regionen sehr erfolgreich um – mit Deutschlandsberg ist jetzt eine sechste hinzugekommen“, so Walter Ferk, Aufsichtsratsvorsitzender von Jugend am Werk Steiermark.
Das Projekt in Deutschlandsberg bietet in den Bereichen Grünraum, Reinigung und Entrümpelung befristete Transitarbeitsplätze, die kollektivvertraglich entlohnt werden. Angeleitet werden die Teilnehmenden von Facharbeiterinnen und Facharbeitern, Unterstützung erhalten sie zusätzlich von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Ziel des Projekts ist die Förderung von fachlichen, ökologischen und sozialen Kompetenzen zur (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt. „Die Transitmitarbeitenden sollen durch die Arbeit wieder Kraft und Vertrauen finden“, meinte Jugend am Werk-Geschäftsführer Walerich Berger.
„Schlussendlich will jede Person ein selbstbestimmtes Leben erreichen und die eigenen Talente einbringen können.“
Willibald Ehrenhöfer, Wirtschaftslandesrat
- Die Standortleiterin Silvia Murlasits in den Büroräumlichkeiten.
- Foto: MeinBezirk/Katrin Löschnig
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Vielfältiger Nutzen
„Gemeinnützige Beschäftigung ist ein kraftvolles Instrument gegen die Langzeitarbeitslosigkeit, insbesondere für die Zielgruppe der älteren Menschen“, erklärte Jugend am Werk-Geschäftsführer Walerich Berger. Außerdem biete sie eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Für die Arbeitslosen, die mit neuer Motivation Jobs aufnehmen, für Unternehmen, die benötigte Arbeitskräfte finden, und auch für die Region, die von der regionalen Wertschöpfung profitiert.
Eine Vergleichsanalyse des Instituts Synthesis Forschung zeigte kürzlich außerdem, wie wirksam gemeinnützige Beschäftigungsprojekte sind: Durch die Teilnahme gelingt im Schnitt doppelt so vielen Personen der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt wie ohne Unterstützung.
„Arbeit bedeutet nicht nur Einkommen, sondern Arbeit schafft Struktur, stärkt das Selbstvertrauen, vermittelt Anerkennung und ermöglicht die gesellschaftliche Teilnahme.“
Peter Jerovsek, stv. Abteilungsleiter Arbeitsmarktförderungen, AMS Steiermark
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